Keresés

Kezdőlap Archívum Összevetés    

  • Lapozó
    Nézet
    Metaadatok
  • Reguly Antal levele egy hölgynek (keltezés nélkül)

  • MTA_KIK_Kt_Ms_4754_114_1

    Gnädige Frau!

    Wir haben einen grossen Todten begraben. Sie haben wohl gelesen. Es liegt immer ein Moment der Befreiung in tieferen Erschütterungen. Die vielfach gebundenen Werthe der inneren Persönlichkeit treten hervor u. mit dem Lichte ihrer Wahrheit und wirklichkeit vernichten sie die Kraft jener eingebildeten äusseren Werthe, die befangen u. gebunden gewöhnlich uns halten. Besonders ist dies der fall, wo jene unmittelbar in uns den faden des Lebens berühren. Die straff gezogenen netze, welche das absondernde individulisirende Princip jeder Einzeln geschöpfe um ihren den allgemeinen inneren Kern umziehen spannen sich (dem gantzen organismus ab u. flüchtig ist zieht der gefangen mit seinen Gefühlen dahin von wo er gestammt ist in das Reich der seiner allgemeinheit in das der Menschheit zurück. Nie verstehen wir besser darum was Menschheit ist, welchen Theil von ihr wir bilden MTA_KIK_Kt_Ms_4754_114_2 als in solchen Momenten. Nie geht unsere beschränkte Eigenliebe so vollkommen in jener weiten der Menschheit auf als in diesen Momenten Wir geniessen somit ein Moment der Befreiung, und wenn uberhaupt unser Geist die Spur der geheimnisvollen kräfte mächte, die fesseln u. von höherem ablenken, in uns verfolgt hat, so wird es Einrichten in solchem Fallen gewinnen die in befähigen auch für Zukunft in befreiterer Stellung, sich zu behaupten. Die Liebe zur inneren Freiheit, kann darum keine Furcht vor inneren Erschütterungen erlauben. das niedrige ist nur des höhern wegen in uns vorhanden. So ist das kleine, die Bedingung der Keim zu der grossen wir lieben, fesseln uns an irdische Dingen nur, damit wir von ihnen losgerissen die in ihren entwickelten Keime zur weitern Entfaltung in u. an höhere übertragen. Das sind die Empfindungen, welche schon oft u. so auch bei Vörösmarty’s Begräbniss in mir sich gedrängt haben. MTA_KIK_Kt_Ms_4754_114_3

    So innig ist die wechselwirkung zwischen den Lebenssphären in uns die Lebenssphären sollen immer wegen einander daseyend betrachtet ist so der anderen halber vorhanden eine werden sphäre Jede Empfindung ist wahrnehmung ein gewinn u. geschenk in unsere Erkenntniss unserem Geiste, jedes Gedanke u. jede Erkenntniss eine befriedigung dem gemüthe, weil sie weiss warum sie gelebt u. empfunden je mehr wir leiden, u. gemüth je mehr es trägt umso mehr hat auch der Geist zu letzten, und gedrängt grösser u. stärker zu werden, das geschehene anzugeben unsere Lage zu erklären die psychischen stufen der Entwickelung zu fassen weiser Vorgänge u. deren Zwecke u. unserem Gemüthe einzuprägen durchdringter die dann haben wir gewonnen so hat er uns schon der Bürde entzogen, aus unser Haus ist dann nicht mehr in der Niederung in der unteren schichtung wirklichen Lebens  einer niedrigeren Sphäre des Druckes, in höhere befreitere klar erkennend u. sehend haben wir eine höher grosser gezogen, u. mit uns auch gedrungen selbst in höhere überzogen.

    Die Noth hat äusserlich den Menschen zum Erfinder und zum Künstler gemächt, u. gegen ungemach sich zu schutzen gelernt seine Fortschritte, befohlen die noth treibt ihn auch immerlich zur freiheit u. grösse