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Reguly Antal levele egy hölgynek (Pest, 1857. március 19.)
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Pesth den 19 März 57.
Gnädigste Frau!
Vor einigen Tagen ist mir das Bild, zu dessen übersendung Sie gnädigst mich aufgefordert und welches ich im Herbste umsonst gesucht habe, in die Hände gekommen. Es geht morgen mit der Post ab und ich glaube vertrauen zu können dass nicht ungütiger als vor soviel Monden, sie es entgegen nehmen werden. Wie gerne möchte ich ihm den ausdruck all der warmen Dankbarkeit, die ich in meinem Herzen für Sie Gnädige Frau trage, einlagen. u. vor ihnen sprechen lassen Wie werden lebendig in mir die vielen Stunden, wo mit aller wahrheit und offenheit innerer Kraft, wir die ernstessten Seiten des Lebens besprochen, und wo mit dem steigendem Ernste der Unterhaltung immer gleiches Maas die Befriedigung und die Heiterkeit der Seele gehalten MTA_KIK_Kt_Ms_4754_105_2
Wie fühlbar ist es mir, dass solche Austausche nur so selten uns gebothen werden; dass nur so selten wir Nahrung und Stärkung aus ihnen ziehen können! Leider ist es noch mehr Loos, dass ich der Menschen noch immer mehr u. öfters bedürfe, als wie sie in der wirklichkeit zu haben und zu finden sind. Es wird dunkel in mir und drückend, wenn eitles Licht des Lebens zu häufig mich umwallt, und kein verwandter gleichartiger Strahl aus der Mitte desselben meine ermattende Seele erfrischt.
Nachdem meine Studien theils unterbrochen theils nur mit halber Kraft geführt wurde habe ich nun die Absicht, mich wieder ernster denselben zu weihen. Ich habe vor MTA_KIK_Kt_Ms_4754_105_3 mich wieder auf einige Wochen abzuschliessen. Wenn es nur möglich seyn wird, Denn meine gesundheit hat ja auch eine stimme dabei! Vielleicht wird es gehen, denn nachdem der grösste feind der letzteren ist ja die Kälte, die äussere Luft, in der wenn auch spannungsvoller und körperlich kräftiger, so doch nach gemüth und Geist ich nie so gut gedeihe und von dieser werde ich ja umso geschonter bleiben. Ich denke Gnädige Frau, man folge seinem schicksale. Dem äusserlichen Wachsthume folgt jenes unserer geistigen und spirituellen Welt, und wenn dabei wir auch äusserlich schwanken, nur muthig bestanden, bei den zielpunkten werden wir schon ruhen und wieder erstarken. Der Muth des werdens soll mir wenigstens nicht abgehen.