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Reguly Antal levele Maár Bonifácnak (Szentpétervár, 1843. május 5.)
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St. Petersburg den 5 Mai. 1843.
Hochverehrter Theuerster Herr Professor!
Sie haben vielleicht gehört, dass mir die Academie eine Summe zur Reise nach Sibirien bewilligt hat, und dass auch an das Kaiserliche Haus vorstellungen ergangen sind, um mir dazu eine Unterstüzung zu erlangen. – So kann nun endlich vielleicht geschehen – was mir das erwünschteste in der Welt ist – dass ich meine Reise nach Siberien bald antrete. Ohne sie konnte ich in meiner Untersuchung keinen Schritt vorwärts thun, und auch nach Jahren hätte ich ohne dieser Reise nichts, was mich meinem Endzwecke näher gebracht hätte, leisten können. Mit dieser Reise Aussicht geht mir darum ein neuer Tag auf, und sie können mir glauben Verehrter Geistlicher Herr, dass mich wenig Nachrichten noch, mit solcher Freude erfüllten, als diese. – Möchte ich doch bald eine volle Gewissheit haben!
Während man nun zu Hause die Reisemitteln mir zu verschaffen sorgt, ist es meine Pflicht, hier unterdess meine eigenen verhaltnisse so zu ordnen, dass sie mich, im Fall mit alles nothwendige gegeben wird – nicht länger aufhalten sollen. Aus diesem Grunde wende ich mich an Sie Gnadigster Geistlicher Herr. – In Folge der spärlichen unterstüzung die ich von Hause bekam, musste ich während meines langen Aufenthalts in dieser theuern Stadt etliche Schulden machen. Jene summe die mir durch höhere Gnade zur Reise bewilligt wird, werde ich zu deren Tilgung nicht verwenden können, und doch kann ich ohne sie bezahlt zu haben nicht von hier abreisen. – Ausgenommen meinen onkel Zirzen, dem ich auch schrib, habe ich niemanden den ich ohne Furcht ihm unangenehm und zur Last zu seyn um Hülfe MTA_KIK_Kt_Ms_4754_98_2 bitten könnte. Verzeihen Sie mir darum, wenn ich Sie Herr Professor – der vor zwei Jahren für mich einen so wichtigen Schritt gethan und durch seine Zuversicht in mir, mich so sehr beglückt haben – bitte, sie möchten Ihren Einfluss benutzen um mir bei dem Raaber Bischof und Capitel, wie auch bei dem Abten Ihres Ordens eine Hülfe auszuwirken um mich von meinen Schulden zu befreien. – Es thut mir gewiss sehr Leid, dass ich so eine Bitte an Sie verehrter Herr Professor zu richten habe, ich konnte aber keinen andern ausweg finden um meiner Lage abzuhelfen. Auch kann mich die Schaam von diesem Schritt nicht abhalten indem es ein allgemeiner ein nationaler Zweck ist, für dem ich arbeite und diese Noth leiden muss. – Der Betrag meiner Schulden ist eben nicht so sehr gross, und ich habe ihn meinen Ältern geschrieben und da mein onkel mir gewiss auch helfen wird, so würde ich gar nicht sehr viel brauchen um gäntzlich von sie befreit zu werden.
Den grossen Dank den ich Ihnen Theuerster Geistlicher Herr seit zwei Jahren schuldig bin, werden Sie mir erlauben erst mit meiner ersten gelieferten Arbeit Ihnen zu sagen, um Ihnen zugleich einen Beweis von meinem ernstlichsten Bemühen, mich Ihres Zutrauens würdig zu zeigen. – zur Bekräftigung beifügen zu können.
Ich denke mich vorläufig in meinen Studien auf die Wogulen zu beschränken, und werde mich darum auf meinem Wege bis zum Ural nirgends aufhalten – wenn ich etliche wochen in Moskau und Kasan ausnehme. Denn es ist mir wichtig um je eher durch eine gute Arbeit ein wissenschaftliches Verdienst mir zu erwerbenMTA_KIK_Kt_Ms_4754_98_4 um mit so einem begründeter Namen der sich nicht mehr, blos auf erregte Hoffnungen stützt, dann leichter Unterstüzung zu meinen weitern arbeiten zu erlangen. Diese arbeit hoffe ich durch meine studien über die wogulen zu leisten. – Im Fall ich Ende Juli von hier abreisen kann, so bin ich vielleicht April künftigen Jahres schon wieder hier in Petersburg um meine Resultate hier auszuarbeiten; und komme dann den Sommer vielleicht nach Hause um meine Arbeit der Academie selbst zu überreichen. Und kann dann für den Winter wieder nach Siberien zurück kehren um das, was zur völligen Entscheidung meiner Frage noch nothwendig ist nachzuholen.
Im Fall Sie mich mit einem Brief beglücken wollten so bitte ich Sie, ihn an Herrn Jacob Pöschl an der Ungarischen Hofcanzlei zu adressiren.
Mich Allen meinen gewesenen Lehrern und wohlthätern wie auch an Arkauer’s ganz besonders empfehlend, bleibe ich Ihnen Verehrter Herr Professor mit der ausgezeichnetsten Hochachtung und Dankbarkeit. Ihr ergebenster Schüler
Reguly Antal
Meg engedjen kegyes Tisztelendö Ur hogy é nyelven írok, mellyen soha szollani még nem hallott. Ne gondolja azért hogy annyira elnémetesettem hogy egy magyar levelet írni nem volnék képes. Az oka csak folyvásti megeröltetett tanulmányaim mellyek annyira elfoglalják fejemet hogy minden más munkára képtelen vagyok. Egy magyar levélhez legalább több keszülö nap volna szükséges hogy valomat egészen magyarra álthangoljam.