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  • Reguly Antal levele egy kapitánynak (Pozsonycsákány, 1849. július 20.)

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    Csákány d. 20en Juli. 49.

    Verehrter Herr Hauptmann!

    Sie haben seit meiner abreise aus Freiwaldau nichts von mir gehört, denn ich war ununterbrochen leidend und gebrauche selbst jetzt noch die Wasser Cur. Mein Zustand nach meiner abreise – die ein die ich wohl später nicht selten bedauerte unsinn war, für dem ich gebüsst habe – war der elendste und kläglichste den Sie sich denken können. Sie werden sich erinnern, dass ich abreiste als ich eben erst den anfang meiner Cur beendet hatte. Meine ganze Natur war in aufruhr, ein ganzes meer von krankheitsstoffen hatte sich gelöst und wogte in mir, ich war eben auf dem punkt angelangt wo man am meisten der stärkenden kraft des wassers bedürft – und da riss mich der blinde eifer zu meinen studien hinnweg. Wohl sagte ich mir, ich werde die Cur milde und sachte fortsetzen, in dem stadium aber der Cur, in dem ich mich das befand, war ist eine milde Cur, keine Cur. und darum musste ich sie auch schon nach 6 wochen ganzlich aufgeben. denn die kleinste berührung des wassers entsatzte mich, und meine haut wurde in folge des früheren überreitzes MTA_KIK_Kt_Ms_4754_85_2 (oder wohl besser – in folge der zu milden Cur, die nicht hinreichte die nöthige ausscheidung in vollen maasse zu bewerkstelligen, und darum der zurückbleibende und in der haut sich hinlagernde stoff diese krank machen musste) – so empfindlich, dass mir selbst die kalte schadete, und denn die leiseste berührung der kalten luft mir einen rheumatismus verursachte und so dass ich ich monat December wochenlang nicht ausgehen konnte. Ich war so scheinbar war ich so, durch die wassercur aus dem regen in die traufe gekommen, und dachte ich nicht einmal zu packen und nach dem Graefenberge zurückzukehren. Das versprechen aber, was ich in Pesth an Toldi und Császár gab, bis frühjahr ihnen eine arbeit zu zuschicken, schreckte mich immer von der langdauernden wasser cur wieder zurück. Ich wendete mich denn zur homeopathie. Ich nahm infolge davon bekam nux vomica und obgleich der beginn sehr glänzend war, und ich nach einigen tagen schon ein ganz neues leben in mir fühlte, so gab ich sie doch nach zwei monathen wieder auf, denn der geist dieser Cur ist doch mit dem der Allaeopathie derselbe und darum dem wassercur ganz entgegengesetzt. Mein befinden wurde nun immer schlechter Die nothwendigkeit zur Wasser Cur zurück zukehren wurde nun noch fühlbaren und nach  Nachdem nun einige wochen voll zweifels und rathlosigkeit verliess ich Berlin und kam den 14 April. MTA_KIK_Kt_Ms_4754_85_3 in der wasserheilanstalt zu Lehsen an, von wo ich erst beginn Maj dieses jahres zu meinen ältern zurückkehrte. Wäre ich in Freiwaldau geblieben, ich wäre vielleicht schon gesund, dann eine sechs monatliche unterbrechung ist immer ein rückschritt von bedeutung (obgleich ich von Ende September bis beginn März, während 5 monathen, ununterbrochen Krisen-geschwüre); auch ist der übergang von der priessnitz Cur zur Raussischenmethode immer mit einen zeitverlust verbunden; denn diese zwei methoden sind sich so entgegengesetzt dass mit dem übergang von der erstern zur letztern eine ganze umstimmung unserer natur stattfinden muss, was zeit erfordert – es ist also möglich dass ich schon gesund wäre, in der wirklichkeit ist es aber noch nicht der fall, und ich gebrauche hier zu hause so regelmässig die Cur fort, als wäre ich in einer wasserheilanstalt, und ich werde mich glücklich schätzen wenn ich nur ende october vollkommen gesund nach Pesth gehen und da meine Amtsstellung als Bibliothekar einnehmen kann. Ich muss gestehen, dass ich – um den hier beinahe fallengelassenen faden nochmal aufzunehmen – Sie werden mir leicht glauben oft vorwürfe über meine abreise aus Freiwaldau gemacht habe sie hat, troz der vielen leiden, doch mit sehr viel erfolg auf mich gewirkt und ich hatte ununterbrochen krisen; krisen die schneller zu einem ziel geführt hätten, als die, die ich dann in Lehsen während eines ganzen 

    und troz meinem scheinbar sich immer schlimmernde zustande, innerlich doch einen fortschritt, inder hebung von innerlich strebung wahrgenommen, und wenn ich dann doch in noch dem Graefenberge MTA_KIK_Kt_Ms_4754_85_4 so lebte nebst dieser schwebenden überzeugung die stets vor geschwebt und geschwackt hat ein Zweifelvolles gefühl, ob denn dieser ununterbrochene zwang den sich mir da angethan habe auch wirklich zum vortheil führen hinunter und darum ging ich doch endlich nach Lehsen. Ich habe seitdem über beide verfahren oft nachgedacht und sie vergliechen mich, oft im inmitte über die lange dauer meiner Cur meinem urtheile sich zur Gräfenberger Cur hingeneigt, aber wenn ich nach längerer erfahrung endlich Ihnen sagen soll für welche ich mich entschieden und welche ich im allgemeinen wie im, speciellen dieser den vorzug gebe, so ist das die das raussische heilverfahren Die Graefen Cur hat nur eine art zu verfahren, und bleibt sich einem gewissen grad immer, ob der kranke so, oder so leidet, die raussisch Cur hat nebst der Graefenber. seite auch noch eine andere so nimmt wohl auch in strenges verfahren wo ein kräftiger noch nicht gebeugter körper vorsteht, und erlaubt solchen wohl auch in der wanne deren eisdecke etz. aber wo //die badenzeugen andere sind// ein geschwachter [...] körper vorliegt das ist ihr verfahren ganz entgegengesetz. und geht hier wege die die Gra. Cur noch gar berücksichtigt hat.

    jahres ununterbrochen hatte und, noch jetzt habe, und doch muss ich Ihnen verehrter Herr Hauptmann gestehen dass ich die Raussische anwendung des wassers vorziehe und im allgemeinen wie im speciellen dieser den vorzug geben möchte, da diese immer ihr maas hat und mit allen rücksichten zu werke geht und da wo diese nicht nothig sind, und ein kräftiger körper zur behandlung vorsteht, auch diese das starke graefenberger verfahren in vollem maasse anwendet, und es erlaubt, dem es nicht schaden kann in der Wanne deren eisdecke eben aufgehackt worden ist, zu baden. Die wirkungen der priessnitz Cur sind so gewaltsam, werden so plötzlich und unvorbereitet herbeigebracht, dass sie kaum organisch zu nennen sind sie greift den kranken körper mit solch einer macht an, dass //und grosser maassen diesem entgegengesetzt sind// die in ihm hausenden bösen elemente, überrascht, durch die haut mehr hinausgesprengt als geschieden werden, und verfolgt ihr ziel mit solch einem kraft aufwand dass den kranken nicht oft der zweifel ergreift, ob er auch in diesen anstrengungen nicht vergehen wird die erfolge dieser anstengungen meistens erwünscht und glücklich sind, aber wer gibt uns die versicherung, dass durch diese verfrühten wirkungen die noch organisch nicht genug vorbereitet waren wir nicht auch in die gefährlichsten entzündungen und krisen gestürtz werden, die grössere übeln zur folge haben können als unsere gegenwärtigen sind; oder dass stockungen in ihrer folge eintreten die nur nach längerer zeit und mit vielen schmertzen schwinden und die wir also in derselben zeit auch langsamer erreichen hätten können; oder dass durch den überreitz der nerven oder deren zu starke spannung, eine erschöpfung oder abspannung eintreten wird mit der eine längere unfähigkeit MTA_KIK_Kt_Ms_4754_85_5 zu jeden ferner funktionen und verrichtungen verbunden ist in welchem fall wir aufte dem langsamern weg  wieder nur gewonnen hätten.

    im gegentheil steht die Rauss. methode immer schneller in den tiefsten übeln ebenso voll in denen leichteren art. Zuweilen in plötzlich zum ziel, und wo die graef. Cur durch ein g[....]tes überbieten glantzende heilung hervorgebracht, so ist es gewiss dass solche die durch dem leichten oberflächlichen charakter leicht in acute zu überführen waren; aber glauben sie mir sie finden solche überraschung auch in dem raussischen verfahren.

    Die Raussische methode geht von einer ganz andern ansicht aus. Sie vergisst im beginn ihrer anwendung nie, dass sie einen schwachen gebeugten körper vor sich hat. dass bei einem solchen das 20 gradige wasser dieselbe empfindliche erschütterung, und dieselbe innerlich belebende wirkung hervorbringt, vermöge dessen höherer reitzbarkeit, die bei einem kräftigern nur ein 10 gradiges wasse haben kann. und wird darum dem vorliegenden kranken nur so viel bieten. als dieser leicht ertragen, und nur in dem maasse strengere verordnungen treffen, als diese ihm schon selbst erwünscht und von seiner natur ersehnt werden. So wird hier ein allmäliges, aber stets zunehmendes steigen der kräfte stattfinden, das verhältniss zwischen auflösung der krankheitsstoffe und deren ausscheidung stets ein geregeltes und sich ergänzendes bleiben, und der kranke wird allmählig, ohne gefahren, ohne den heftigen erschütterungen und schmerzen, die eine forcirte Cur immer mit sich bringt, gesund. und wird nichtmal die ahnung von dem schrecklichen zwange haben, den man sich anthun muss wo man die kräfte seines körpers zu überbieten gezwungen ist. und solchen curen dauern darum nicht langer, als auf dem Gräfenberge. denn übeln die durch ein gewagtes überbieten eine schnelle gläntzende heilung erlangen niemals

    im gegentheil muss man sagen dass vom hier zuweilen schnelle curen gemacht was das ziel der heilung eingenommener erreicht wird wohl eine grosse seltenheit ist, so ist es auch Gewiss dass

    tief gewürzelte, sondern immer nur leichte chronische leiden sind, die durch ihren oberflächlichen charackter leicht in acute zu überführen waren sie werden im gegentheil die curen in den meissten fällen nach Rausser methode kürzer finden. Gewiss ist wenigstens, dass wo die natur   

    und solche werden auch nach der raussischen methode schnell geheilt, wo der grösste theil der krankheiten überhaupt eine schnelleren heilung erlangt.

    eine organische heilung vollbringen soll, sie diese nur auf dem wege organisch gesetze thun kann; und ein übertreiben und übereilen in diesem fall, ist eben so selten heilbringend wie in allen andern fällen des lebens. MTA_KIK_Kt_Ms_4754_85_6

    d. 21en

    Wenn ich mein gesteriges schreiben übersehe, so schlecht es mir, ich bin etwas zu wortreich und weitschweifig gewerden; ich will es aber entschuldigen als eine folge jener befriedigung, die wir fühlen, wenn wir nach langer trennung, in der freude des wiedersehens, uns recht aussprechen können. Wenn Sie mir auch nicht beistimmen, so werden sie doch vielleicht das interesse darin finden welches sich in der enthüllten gedankensweise, eines lange von uns getrennten bekannten, mehr oder weniger immer bietet, indem das bild unserer erinnerung dadurch ergantzt, und die lücke der zeit ausgefüllt wird. – Sie werden mich aber – ich hoffe – in dieser gesterigen entwickelung nicht missverstanden haben. Ich tadele die Graefenberger Cur an sich selbst nicht, ich tadele nur, dass sie nicht unterscheidet. es müssen in der anwendung nuancen seyn, und zwar bedeutende, eben so, wie diese bei den kranken hinsicht deren constitution, hinsicht das verschiedenheit deren leiden und deren gnade etz. bedeutend sind. und in dieser beziehung hat Rausse wirklich recht, dass Priessnitz nur das aufregende aber nicht das auflösende verfahren versteht, welches letztere namentlich durch den gebrauch der klystyre charakterisirt wird, die ja Priessnitz als schwächend verwirft. Ich möchte nämlich zuweilen die ganze wasser anwendung als in zwei theile zerfallend betrachten, die von denen die eine wenn wir sie als methoden oder systeme auffassen wollten, das system der aufregung oder enztündung, die andere das system der beruhigung oder der auflösung genannt werden könnte. Wenn wir die wasseranwendung ihrem ganzen umfange betrachten, so werden wir in ihr nur zwei bestimmt gesonderte wege finden, auf denen sie uns dem ziele der heilung zuführt der aufregung und entzündung, und der beruhigung und auflösung. jeder hat seine MTA_KIK_Kt_Ms_4754_85_7 besonderes ihm eigenthümliches verfahren oder regime und wir können darum füglich beide als zwei besondere methoden oder systeme der behandlung betrachten. Dass Sie in dem erstern sogleich priessnitz erkennen werden daran zweifle ich nicht aber so sehr er meister in diesem ist, so werden sie auch sehen dass er von den zweiten nähmlich den beruhigenden weg, dessen charakteristisches merkmal der gebrauch der klistyre ist, gar nicht kennt. dass er alle seine kranken nach dem aufregenden systeme behandelt aufregend behandelt und in dem den krankheitsstoff zur entzündung zu bringen sucht ihm durch klistyre verordnen so würde gegen seine eigene absicht gegen sich selbst handeln denn die klystyre würden alle strömung ändern die von der haut nach dem darme ziehen und so von ziele der Cur abwenden ebenso gewiss maasen schaden – Anders ist aber der fall bei dem beruhigenden verfahren, hier hat der arzt gerade die der frühern entgegengesetzte absicht er will hier die säfte nicht nach einem theile leiten der schon überfüllt ist und sie so zu einem gewaltsamen durchbruch zwingen. nein, hier ist seine absicht gerade solche überfüllungen und stockungen zu heben und abzuleiten natürlichen ausscheidungs canalen zu entfernen. und durch abweckelnde nur mehr anregung, befeuchtung und erweihung, stoff anhäufungen und ablagerungen allmählich zu lösen und auf den

    Ich brauche nicht zu sagen dass wir hier auf dem gebiete der unterleibsleiden sind oder wenigstens solcher, die wenn auch in andern theile fühlbar, doch in diesem ihren ursprung haben. Hier ist nun der gebrauch der klistyre von der grössten bedeutung, ihre wirkung hinsicht der kühlung, befeuchtung und erweichung der gedärme hinsicht der milde belebung deren bewegung kann durch kein anders mittel erreicht und das denn das wassertrinken kann sie nicht nur hat in vielen nichts ersitzen fällen sogar die entgegengesetze wirkung MTA_KIK_Kt_Ms_4754_85_8

    Sie werden mir nicht sagen dass Priessnitz doch auch unterscheidet, dann bald badet man bad 8 12 grad etz. ich verstehe aber einen höhern unterschiede denn diese sind sich doch alle gleich in dem sie alle aufregen. und das verfahren welches Priessnitz als beruhigendes gebraucht mit den einwickelungen ist ein erstarren glauben sie mir machen, namentlich die kalte kleidung dazu, wo man wirklich schon durch die kälte allein den ganzen tag in aufregung erhalten wird.

    Aber ich erkenne wohl Herr Hauptmann sie werden mich nicht verstehen, sie müssten an mich zu begreifen diese behandlung schon gesehen und aus erfahrung kennengelernt haben, dann würden sie gewiss in allen mit mir einstimmen

    Wenn ich also sage, dass Priessnitz nicht unterscheidet, so meine ich dass es der wege nicht be[????]. Es ist aber bei diesem zwei erwähnten methoden die ganze der wasserbehandlung umfassen, nichts das der fall wie aber den methoden der alleopathie, das der kranke nie auch ausschliessend nur nach einer und nicht gemischt noch mehrere behandelt werden darf, und das ärzte nur nach einer ihnen eigenthumliche practicieren. werden solche übergange in den meiste langern leiden von unserer natur selbst gefordert, nach dem die processe der heilung uns bald auf den einen bald auf den andern weg hinführen. Die zwei methoden der wassercur macht sind nur zwei hälften eines ganzen und wie Die Natur in ihrem heilungsprocesse zur andern übergeht und übersehen muss so sehr oft von den einen ist so die und das der arzt die natur nur unterstützen soll, so ist es auch dessen sache sache der arztes die zeit dieses überganges aus erscheinungen zu errathen und sie in entsprechender weise zu unterstüzen Priessnitz natürlich gewährt diese unterstützung nicht hindert im gegentheil verfahren welcher hier dem

    durch das immer gleich beibehaltene aber er kommt darum doch zum ziel und wenn trotz seines wiederwillens und absehenes die Cur doch in gesagter weise fortsetzt und mit seines ausdauer endlich doch siegt

    erforderlichen gerade entgegengesetzt der kranke und die natur ihren obgleich gehinderten auflösungsprocess dennoch vollbringt, so haben wir darum doch nicht unrecht; denn die natur hat nur gesiegt in folge des gesetzes dass eine jede action ihre reaction hervorbringt, und sie gegen die ihr bevorstehenden hindernisse ihre anstrengungen verdoppelt und vervielfältigt hat. sondern wir können nur sagen hätten wir eine bessere einsicht gehabt, so hätten wir unsere anstrengungen ersparen, und den erfolg billiger erkaufen können.

    + nur immer den einen weg tretet, und eines andern sich gar nicht bewusst ist. es konnte auch nur auf solche weise woraus es auch nur erklarbar auf diesem einen [?????????????]  werden  dem sonst hätte er beachtet dass die natur auf ihren MTA_KIK_Kt_Ms_4754_85_9

    Zuletzt will ich Ihnen noch etwas von dem räthselhaften instinkt der in dem raussischen verfahren eine rolle spielt kurz sagen, es wird sich ihren aus dem bishergesagten von sich selbst ergeben. Aus dem bisher gesagten wird sich uns auch das räthsel des instinktes lösen, und wir werden leicht den griff errathen durch welchen wir uns seine dienste sichern können. Da Er der ausdruck des gefühls ist welches sich aus den organischen verrichtungen unserer natur uns ergiebt. so ist es natürlich dass da wo diese verrichtungen ihren geregelten ungestörten gang gehen, wir auch dieses gefühles uns immer bewusst seyn, und wir die stimme unseres instinktes denn immer vernehmen. werden wenn aber durch das stürmische und schonungsloseste einwirken der Graefenberger Cur unser organismus so erschüttert wird dass die ganze ordnung und weise unserer bisherigen physischen verrichtungen auf einmal ungeändert umgestürtzt und in ein anderes geleise gebracht werden soll und dadurch somit das ganze gebäude unseres gefühl und geistigen lebens wie ein kartenhaus in uns zusammenstürzt, so werden wir natürlich auch unseren instinkt in dieser revolution einbüssen. Unser geist der seine basis verloren wird auf die er gefasst schwankend und unsicher seyn, wir selbst ohne alle orientierung uns wie verrathen und verkauft und uns selbst entwendet fühlen, und wenn wir denn mit kindlicher ergebung dem worte unseres meister lauschen und sie ohne denken und fühlen ausführen, so werden wir auch den instinkt entbehren können.

    Nach Rausser verfahren bleibt unser gefühl von anfang und darum hat der instinkt hier auch eine bedeutung an ungetrübt. wir betreten mit diesem ihm den neuen weg, und gehen in seiner begleitung bis zu ende. Denn hier beginnen wir nicht mit einer zerstörung, an dessen stelle wir noch nichts zu setzen haben. unser verfahren greift nicht ein sondern es schmiegt an die gebrochene natur sie sucht nur so viel raum zu gewinnen um dieser unter die arme zu kommen und ihr stütze zu seyn etz. glauben sie mir nur solch ein fortgang ist ein organischer, nur hier siegt die natur durch sich selbst. und hat erfolge für das ganze leben. Die priesnitzische übertreibung riecht nach Alleopäthie.