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  • Reguly Antal levele a szüleinek (Stockholm, 1839. október 9–18.)

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    Theure Gute Ältern!

    Ich schicke Ihnen hier eine Copie, von meinem ersten briefe, denn ich lieber noch einmahl abschreibe, als 2 fl C.M. dafür auf der post bezahle – ich nahm nämlich papier (es war auch ziemlich grob, aber es war kein feineres) mit lythographischen Ansichten von der Stadt und von Drottningholm, und so brauchte ich nebst den Bildern, 2 halbe bögen, die den brief ein starkes gewicht gaben.

    Ich habe kaum eine stunde bis zur sperrung der post, so schreibe ich nur, wass ich eher geschrieben – und wass kein Sinn hat, werde ich zu hause erläutern.

    Stockholm den 9 October 1839.

    Sie haben gewiss mein schreiben aus Hamburg erhalten, und demnach die Güte gehabt, mir hülfe nach Stockholm nach zu senden – – seit 6ten – bin ich hier, wo leider dass geld noch nicht sein kann, und erwarte also mit grösster sehnsucht ihre Nachricht.

    Als ich ankamm mangelte es mir gäntzlich an geld, und dass bei Bohnstädt dass Aviso noch nicht angekommen ist, wusste ich auch gantz gewiss – – so ging ich pro forma zu Bohnstädt mich doch zu erkundigen, und dann zum Oesterreichischen Gesandten Graf Ugarte um eine Anleihe zu verlangen – – Ich erhielt sie, obwohl keine Staatskasse für Reisende da ist – und lebe jetzt von dieser quasi Staatsschuld recht angenehm – noble – fast abentheuerlich, durch die angesehenen bekanntschaften, in die ich ohne Willen gezogen wurde. – – Graf Hamilton nähmlich, mit dem ich gelegentlich in Kopenhagen bekannt wurde (er war mit Mutter und schwester in dem selben hotel) gab mir ein Empfehlungsbrief an Baron Fock – und mit andern wie B. Stirnstädt (er besuchte mich sogar gestern) B. v Platen etz machte ich auf dem Dampfschiffe bekanntschaft. – – Um mir nun, auch ein Ansehen zu geben muss ich mich überall „Herr v” schreiben – und da ein Ungarischer Edelmann in diesem Armen Lande ein gewaltiges Suppositum wegen seinem Reichtum hat – macht man mit mir manchmal Ceremonien – dass ich mich kaum dass lachen enthalten kann. – Ich lebe wirklich wie in einer Altbekannten Stadt unter den bessten Freunden – denn auch abstrakirt von den vorigen, ist die güte und Freundlichkeit der Menschen in Sweden wie in Dänemark viel grösser als unsre – hochgerühmte gastfreundschaft.

    Wie ich Sie Theure Ältern in mein vorigen brief benachrichtigte, reisste ich den 20ten von Hamburg nach Kiel – es war meine letzte Landreise bis hieher, und eine meiner Angenehmsten die ich bis jetzt machte – dass ganze Hollstein ist voll Anmuth wie ein Garten, und die reinlichkeit der Einwohner gantz auffallend. Auf der Diligence dahin, fand ich auch einen Reise Compagnon der mir in Hamburg mangelte – nähmlich einen Franzosen, einen eben absolwirten Jurist wie ich – der ausser seiner Muttersprache keine andere kannte – so waren wir, bis zu meiner abreise v Kopenhagen beisam – – wo ich wieder einen Herrn Koravicky fand (Pohle, ehemals profes. Juris in Willna jetzt pensionirt) der von London über Stockholm nach Petersburg reist – und so sind wir wieder unsre zwei.

    Mein Aufenthalt in Kopenhagen war kurz, aber angenehm wie dieser in Stockholm – es war ein langes fortdauerndes Vergnügen – ich kam ohne Empfehlungsschreiben führte mich aber selbst auf und wurde mit den höflichsten leuten bekannt.

    Das materielle der Stadt ist echt Nördisch und verrath überall den Geist ihres Clima’s – man fühlt frost und es wurde mir gantz kalt, als ich zum erstenmahle durch die steiffen, platten Gässen ging. – Nach ihren Anlagen hätte sie dass sollen werden, wass Pesth in 50 Jahren werden wird – – als nach dem bombardement der Engländer der ganze nördliche und schönste theil der Stadt, in Asche gelegt war, wollte man es nach einem Verschönerungsplan aufbauen MTA_KIK_Kt_Ms_4754_175_2 aber in der Aufführung fehlte der Geschmack – und darum hat man gerade breite Gässen aber in den einfachsten fast Cynischen baustyl, dass es dem Menschen wegen der grossen Ödhe Ödheit fast bange wird – bis man sich gewöhnt (es war Sonntag als ich ankam) und die schönen Kunstwerke und Sehenswürdigkeiten, die es in sich bergt, kennen lernt – wonach man es dann in ihrer bescheidenheit dessto mehr lieb gewinnt.

    Meine Reise hieher war sehr feierlich: – des Königs Schwiegersohn herzog v Glücksburg war auf dem nämlichen Dampfschiffe „Friederich der 6” und so, als wir abends den 21 v Kiel wegfuhren, hatten wir 2 stunden lang Staabs Concert mit feuerwerk, von einem begleitenden Dampfschiffe – (es war meine erste wirkliche Seefahrt – ich hätte mir einbilden können, es sei auch mir zu ehren) – Und als wir den andern Tag vor Kopenhagen – von der Rhede bis in Hafen unter Kanonendonner anlangten – kamen in einer Königlichen Schaluppe selbst der alte Schwiegerpapa an bord, und empfieng unter vielfachen Hurrah geschrei, der umstehenden Volksmenge, seinen Sohn mit Tochter – – es war schön diese Seefeierlichkeiten zu sehen, für einen so festen Sohn des Continents, wie wir Ungarn überhaupt sind.

    Aber desto schlimmer war meine zweite Seereise v Helsingör nach Gothenburg, da der Cattegat ohne diess der unruhigste theil der Ostsee ist – – wirklich eine schreckliche Sympathie zwischen dem Menschen und Meere, dass wenn man eben die ungeheure Masse am bessten anstaunen will sich noch genöthigt findet, sie zu vermehren – Ich war krank die ganze Nacht, und bezahlte für die Durchfahrt an Sund auch meinem unglücklichen Zoll – bis wir die Scheeren (klippen) der Schwedischen küsste erreichten, und so dass schaukeln der grössern See aufhörte.

    Eher machte man den Reisenden in Sweden viele Schwierigkeiten an der Gränze jeder pass musste eher nach Stockholm geschickt werden, und erst nach erhaltener Erlaubniss konnte der Reisende nachfolgen – – Bernadotte fürchtete wegen Umtriebe mit Gustav Adolf – aber seit dessen Tod, hat dass aufgehört, und wir sind bald abgefertigt worden.

    Die schönste und angenehmste Reise, die man durch Süd Sweden machen kann, ist auf dem Gotha Kanal von Gothenburg nach Stockholm – ich machte sie und fand es wunderschön an mehren stellen, aber die dauer v 7 tagen, ist ein bischen zu viel – – Die Ursache ist wohl nicht die Entfernung (84 m.) sondern der lange aufenthalt mit den schleussen d die man 72 passirt, und mittelst dessen man 308 fuss hoh steigt, und wieder so viel sich niederlässt, bevor man in die Ostsee und so zum Melar See komt an dessen Ufern Stockholm liegt – – man hat aber dass angenehme, dass man täglich 3–4 auch 5 stunden fusspartien machen kann.

    Hier diese Lythographie (aber dass bild fehlt) stellt ihnen den ersten Anblick vor, von der Stadt, denn ich gehabt habe – der mittlere theil ist die eigentliche Stadt (Staden genannt) der erhöhte theil ist der Södermalm (südliche vorstadt) etz: Wie man, von hier sieht, ist die lage der Stadt herrlich, an den Ufern des merkwürdigen Melarsee’s (er bildet 1300 Inseln) – und hat an Romanesk’en sehr viel ähnliches mit Prag – – aber weiter ist hier sehr wenig zu meiner freude, zu sehen – denn manche Statuen ausgenommen sieht man auch in Pesth so viel, wenn nicht mehr noch, in unsern Muses. – – Aber sonst hat die innere Stadt viel leben, und schönen handel – Dampfschiffe über 22 von denen täglich mehrere ab und anfahren. – Mit so einen fahre ich Morgen 8 Uhr nach Upsala, wo die Collegien schon, wie bei uns anfingen – – ich werde auch prof: Geier besuchen.

    Noch etwass v Kopenhagen: Ich find hier eine Wittwe mit einer schöner Tochter und sohn – eines Kunsthändlers – – besitzt ein hübsches grosses Haus und lebt von dessen Revenien MTA_KIK_Kt_Ms_4754_175_3 und heisst Reguly – Der Grossvater der kinder kam aus Lucca, in dessen Gegend noch mehrere Reguly existiren sollen – Sie wollten mich schon besuchen, da sie mich in fremden blatt gelesen hatten, aber ich kam ihnen vor – – wer weiss ob ich in Petersburg nicht einen reichen Bankier finde, der auch Reguly heisst, und aus freuden meine Reisekosten ohne Aviso auszahlt – – ah! schon der Gedanke ist herrlich – wie wäre noch die Wirklichkeit – ich hätte lust es zu erfahren.

    Gute Ältern! Ich wünsche Ihnen eine recht gute Nacht! – Sie empfinden vielleicht auch diese laute obwohl sie diese buchstaben, lange nach der durchgeschlafenen Nacht liesen werden – – ich hoffe auch selbst recht gut zu schlafen.

    Auch Juli und Berta küsse ich vielmahls – ein kuss aus Stockholm, nicht aus Mariazell – wie ich in meinen Jüngern Jahren so oft empfieng Toni

    Stockholm den 13 Oct. 1839.

    Liebste Ältern! Hier stelle ich ihnen wieder ein anderes bild vor (es ist lächerlich, dass es fehlt – es war dass zweite blatt) Es ist das Drottningholmer Slott (Drottning – Königinholm, kleine Insel und Slott, Schloss) von Gustav den 3te erbaut, und jetzt Sommer wohnung des Kronprinzen Oscar mit seiner Gemahlin, Tochter des Fürsten Leuchtenberg – – Ich war den 9 October da, den nähmlichen Tag, als sich alles nach der Stadt zog – und fand es in seiner einsamkeit sehr angenehm schön auf einer insel des Melar See’s, mit einem park gelegen. – Es war ein sonderbarer Eindruck, als ich in der leeren Alleen auf und abging, und mir ein mattes gelbes Lindenlaub auf den hut fiel – ich glaubte den ersten Augenblick, es soll eine Veranlassung sein, zu etwass Grossen, wie Nevtons Apfel – aber das abgestorbene blat sprach nichts – und ich konnte weiter nichts erfahren, als – dass es schöner zu reisen sei, den Herbst, als im Sommer.

    Das nähmlichen Gustavs kleidun Masken-Anzug sah ich heute in der Kleider kammer es ist alles sogar die maske da, und in einem eigenen Coffer aufbewahrt – – etwas ein schwarzes Domino – und dass unterkleid (beinkleid und kurzer spencer) aus gestrickten Seidenstoff von matt grüner farbe mit schwarzen tupfen – – der Schuss traf ihm von hinten nach dem Rückrade, wo dass beinkleid mit dem gilet gräntz – – er lebte nach Acht tage und wurde vergebens operirt. Ein vermächtniss von ihm an die Universität zu Upsala sah ich da – – es sind 2 grosse kästen. die nur nach 50 Jahren, nach seinem Tode geöffnet werden darfen – also im Jahre 1842 – mann ist sehr neugierig darauf. – Die nähmliche familie lebt noch fort v Ankarström, aber unter dem veränderten Namen Lövenström.

    Ich wünschte, Sie könnten mich sehen Theure Ältern wie ich seit meiner Zurückreise von Upsala avancirt bin – eher hatte ich, ein sehr nettes Zimmer im 1sten Stock – aber als ich abreiste, liess ich meine Sachen in die Wohnung des Koravicky tragen, und sagte mein Zimmer auf – – Als ich jetzt zurück bin ist dass ganze hotel voll Reisenden (wie ich die Liste sah) und ich musste mich bis im 4 Stock ziehen, in einem Saal, wo unsre ganze familie, recht gemächlich platz hätte – – Es scheint mir ein schlechtes vorzeihen zu sein z:b: ich bekomme morgen nicht dass Aviso und ich möchte Dienstag den 15 nach Abo in Finnland abreisen – ich werde es morgen erfahren.

    Auffallend ist das schöne Wetter wass wir hier haben – hätte ich hier eine Ungarische Conversation, ich könnte mir einbilden, ich sei auch unter Ungarischen Himmel – wass – da ich ziemlich leicht gekleidet bin, zu meinem Glücke ist – ich kann so bis Petersburg oder bis Hamburg warten, da mir mein Mantel Kragen (dessen gleihen mann hier auch sehr häufig tragt) vortreffliche Dienste thut

    Lächerlich ist es hier in Sweden mit den fremden Sprachen – sagt ein jeder spricht Deutsch und Englisch auch französisch – aber sehr schlecht, kaum etliche worte – die Ursache ist. die grosse ähnlichkeit der swedischen sprache, mit der Deutschen und Englischen, mittelst dessen er in ein bis zwei Monaten, etwass verstehn lernt, und weiter bekümmert man sich nicht mehr – da alles hier sehr radical swedisch ist. – – Dass aber ich, so unradical schreibe wird ihnen auch aufgefallen sein – aber ich schreibe wie es mir am geschwindesten und vielleicht am leichtesten geht jetz da ich immer unter Deutsche bin, Deutsch – komme ich unter franzosen, französisch und etz: MTA_KIK_Kt_Ms_4754_175_4

    Heute abends fand ich noch einen Landsmann – einen Szekler aus Bistricz geboren, Namens Kirik – er ist schon 18 Jahre abwesend, und ist tolmecser bei Reisenden, da er besonders die Orientalischen sprachen sehr gut spricht, und denn grössten theil Asiens und den obern v Africa bereist hat – – jetzt kommt er aus Kasan über Borodino Moskau und Petersburg und reist nach London mit 2 Engländer und einem Amerikaner mit die er jetzt Contract hat.

    Den 15 October.

    Ach Liebste Ältern! meine Herrlichkeit ist zu Ende – Dass Aviso ist noch nicht angekommen, und meine Sonne (geld) ist untergegangen – ich sitze in tiefer Nacht.

    Von prof. Koravicky nahm ich etwass weniges leihen aber – dass ist nur leichtes Nordlicht, dass bild wieder verswindet. – Donnerstag der 1ste – könnte mir – und vielleiht bringt er auch noch heiteres morgenroth. Ich will heute nicht mehr schreiben.

    Den 16 October.

    Gestern schrieb ich ihnen zu traurig, denn ich sah dass Dampfschiff abfahren und könnte nicht mit – heute – bin ich muthiger, und ich will mich auch nicht mehr quälen – Es ist lächerlich, wass für ein Einfluss manchmal eine unbedeutende begebenheit auf den Menschen hat – ich sass durch 2 täge in mein Zimmer. wo ich nichts zu thun hatte, um nur in meiner lahmheit, nicht jemand bekannten auf der Gasse zu treffen. Mein Herr Gastwirth hat sich vielleicht eingebildet, dass mir sein Zimmer so sehr gefallt, und darum so häuslich geworden bin – aber ich will ihm auch nichts merken lassen, sondern in fröhlicher stimmung abwarten – – es ist mir sogar lieb, da ich wenigstens auch dass erfahre und würrde es eben länger dauern, so lerne ich unterdessen aus desperation Swedisch, und resutire dann wenn ich zu hause komme, Sajnovits seine bestättigung, dass die Ungarn v der Finnen abstammen. – – – Der Muth ist wirklich nicht weiter, als ein thermometer der anzeigt wie viel grad höhe das geld in der tasche liegt – – gestern war es. bei mir bis unter dem frierpunkt und ich kamm mir vor wie eine Swedische fliege in 15 October – dass arme thier konnte sich kaum mehr schleppen, und sie reflectirte mich, auf mich selbst alls ich sie betrachtete – Aber heute bekam ich geld und meine Temperatur stieg mit jeder Minute, bis ich jetz wieder mein südliches Clima auf der Stirne trag, wie eher – – Es war tollheit schon eine Antwort zu erwarten, wo ich erst den 19 vorigen Monats den brief abschickte.

    Zu meiner erheiterung war ich gestern Abends im Theater – man gab die Westalen, und ich hörte einem 63 Jahr alter Mann den tenor primo singen (Licinius) so etwass hört mann bei uns nicht und darum ist es mir nicht leid, da gewesen zu sein – aber ich hatte mit dem 1 Act doch genug und ging zu hause. – So etwass könnte man v Kopenhagen schon nicht sagen – denn ihr Schauspiel ist so wie man nicht so viele dergleihen hat – Ein frauenzimmer in Dänischer Sprache declamiren zu hören, ist lauter Musik – wahre melodie – – so ist auch ihr Ballet sehr gut, was leider hier nicht zum sagen ist. –

    Noch etwass: Wenn Sie recht gut und commode baden wollen gute Ältern – kommen sie nach Stockholm – es würde mich sehr freuen wenn sie mich besuchen möchten – ich könnte ihnen sogar quartier bei mir geben, wie ich schon eher sagte – Sie baden gewiss nirgends besser.

    Den 18 October.

    Ich verzögerte die beendigung meines Briefes, weil ich die vorigen tage nicht so viel geld besass, um die post bis an die Grenze zu bezahlen, und gestern wieder abwartete, ob ich nicht die Nachricht des empfangenen Avisos auch zu hause schreiben könnte; aber jetzt will ich schliessen und bin neugierig wenn dieser brief zu hause komt – er geht punkt 9 Uhr Abends v Stockholm ab.

    Ich sollte ihnen nun besste Ältern noch etwass von meinen plänen mittheilen – aber ich weiss selbst nicht mehr als – dass ich zu meinem Ziel schon nahe bin, und über Finnland nach Petersburg reise – – Nur wenn ich mitteln bei mir fühle, binn ich begeistert, und sage mir wie eine Pythia, Orakeln: Ibis redibis, non peribis.

    Nur ist dass schlim, dass ich mit meinem geld, wass sie die güte haben jetzt zu schicken, nicht genug werde haben, weil ich mich hier so lange aufhalte. Gute Ältern, ich mache ihnen viel kosten, aber es darf ihnen nicht leid sein, dass sollte ein jeder junge Mensch thun, und seine erziehung so schliessen, denn man kann nicht besser aus den schulen in das wirkliche leben treten, wie auf diese Art – die einzige Grössere Weltanschaung, die man dadurch gewinnt, ist reichlicher Ersatz für die doch verhältnismässig nich grossen Auslagen, die man in Reisen hat.

    Ich muss also wie ich im voraus sehe von der Staatskasse in Petersburg subsidien verlangen um nach Hamburg zurückzukehren – und sie dann in Hamburg zurückzahlen – und da ich hier wegen den Winter auch ein zwei stück kleid müsste machen lassen – wird des Herrn Abten seine güte nicht ausreichen – – Ich bitte sie also, schicken sie mir etwass weniges nach Hamburg wieder entgegen, in einen Monat bin ich gewiss wieder da – – – Sie werden gewiss nicht böse seine wegen meiner forderung

    Ich küsse ihnen Liebste Ältern vielmals die hände und bleibe ihr liebender Sohn

    Toni

    Juli und Berta, küsse ich vielmals, wie alle bekannte.