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Reguly Antal levele a szüleinek (Berlin, 1847. november 21.)
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Berlin d. 21 Nov. 1847.
Meine liebsten bessten Ältern!
Schwächlichkeit hat mich abgehalten Ihnen bis jetzt zu schreiben. Ich bin den 9en angekommen lebe aber bis jetzt noch ganz incognito – nicht einen einzigen besuch habe ich gemacht. ich war von den bewegungen auf meiner reise in ungarn und während meines aufenthaltes in wien, so sehr angegriffen, dass ich zur zeit meiner abreise aus wien ganz krank war, warum ich Ihnen, wie auch den Abten zu schreiben unterlies. MTA_KIK_Kt_Ms_4754_147_2
ich habe sonst Wien mit volle zufriedenheit verlassen. – Ich war bei dem Kaiser, beim Erzherzog Ludwig, und Stephan und bei der Dorothea Palatinin witwe. letztere sagte mir: ich hoffe dass sie mich jedesmal besuchen werden so oft sie nach Wien oder Ofen kommen. der Erzherzog Stephan klopfte mir auf die acksel und sagte: seyen sie versichert dass sie mir eine grosse freude damit gemacht, dass sie mich besuchte haben und ich sie kennen lernen konnte. – In der Ung. MTA_KIK_Kt_Ms_4754_147_3 Hofkanzlei war ich beim Grafen Teleki und Szögyeni dann bei den Staatsräthen Graf Somsich und Justl und bei dem Staatsminister Nádasdi. die alle mich sehr freundlich aufgenommen haben. Karner besuchte ich auch und speisste mahl bei ihm. er sagte mir dass man es dem Wessprimer Capitel übel genommen hat, dass es nicht Korizmits gewählt hat – auch etliche Gelehrte habe ich besucht wie Hammer, Endlicher, die Baron Hügels, Wenzel etz.
Ihr ergebenster treuester Toni MTA_KIK_Kt_Ms_4754_147_4
ich wollte Ihnen mit diesen zeilen bloss ein lebenszeichen geben – sobald ich kräftiger bin schreibe ich genaueres entschuldigen Sie mich beim Abten – ich werde ihm vielleicht morgen oder übermorgen schreiben. – Grüssen Sie alle die ich in Pressburg kennen gelernt – auch Fellner und Schedius. Berta küsse ich.
Schreiben sie mir recht bald meine adresse: Bauhof Nro 1 bei Herrn Schmidt.