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  • Finnlandi Úti Jegyzetek – 31. füzet: Österbotten–Ilmarinen

  • MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-395

    Finnlandi Uti Jegyzetek

    31 füzet

    In Ijo giebt es ein bauern mit namen Kaleva in Österbotten Ilmarinen – später angenommene namen

    eines finnen seine gesellschaft wirkt doch nachtheilig auf den menschen es unterdrükt dass leben – sie sind gute leute, doch zusammen leben soll man nur kurze zeit.

    MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-396

    etwas von finnischen Volks Charakter.

    es ist merkwürdig zu sehen – kommt ein fremden finne zu einen andern als reisender zum beispiel Med mössan på hufvudet piskan i handen träder han in i med beskelighet pirti, utan at hälsa någon, gå fram in till golf skarven (sillan liitoxelle) (in den grossen stuben sind immer 2 balken in die länge gelegt werden, die eine balken reihe (die fordere) ist immer skurat die bei der thüre, nicht.) stå en kort tid och sätter sig derefter på pänken, mit stillen erst ohne eine gesichtsmuskel zu rühren, sitz er da, unter dessen die andern ihre arbeit da verrichten – nach einer langen weile sagt er ihnen ein Jumalan avuks (isten segíts) hin, er bekomt darauf keine antwort, – nach kurzer weile wird er gefragt mitäs kuuluu worauf er antwortet, terveys kaikessa. nach einer langen weile geht ihm dann der hausherr entgegen gibt ihn die hand, und begrüsst ihn (terve mies) (hell, sund menniska) jumalan kostuko ist die antvort darauf, aber die ubriegen grüssen darum nichts, weder auch der fremde grüsst auf sie – die mütze nimmt er bei den jumala kostuko herab. Weiter kann er bei sie weilen 2-3 stunden, wird seine pfeife rauchen, wird bewirthet, doch gespräch wird selten gehört, zuweilen verhalt eine oder andere leere bemerkung und der langsame, wie von einer todten Brust entsteigende ernste laut, halb mit einem seufzer gemengt, wie eine klagende sehnsucht, wirkt so mystisch, fast megnetisch auf den menschen – als sollte man in einer todte gruft, wirkt es auf dass gemüth, man wird versetz wie in warten auf grosse ereignisse, es ist ein magnetisieren der seele.

    Doch kommt ein gutbekannter in dass haus, so folgen gleich grüsse, und an jeden des hausvolkes mit handgeben zugleich. Eine alte sitte war es, kommt ein geachteter fremder in hof, dem man all freundschaft und zutrauen giebt und zeigen will MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-397  MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-398  MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-399 so wird ihm abends mit den töchtern des hauses gebettet, sä är det uti Sveriges finskskogar ännu – bei denen in Norvegen ist es die sitte mit den hausherrn zu schlafen – – es sollte eine grosse beleidigung sein sollte man dass nicht annehmen.

    So gleich merkwürdig ist auch eine finnishe conversation – auch unter den gebildeten landbewohnern, sie sind zusammen des abends, 2 bis 3 stunden, rauchen ihr zimmer voll wie eine warhsagungs pythians höhle, doch ist des finnens bedarf nicht eine Conversation in sprechen, sondern in denken, – sie können von wass der will für ein gegenstand sprechen, so sagt der eine etwass kurz zur sache und so denkt die ganze Gesellschaft darüber, nach einer halben stund kann einer wieder megszolamlani aber zum erstaunen des fremden gegenwärtigen, noch in dem selben gegenstand, wo ein anderer schon über hundert andere gegenstände gesprungen – und so geht der abend vorüber und alle sind zufrieden und meinen det war roligt – und es war ihn wirklich weil sie vielsprechen ermüdet, und ihnen darum unangenahm ist darum sind die Schweden die unter sie sollen wohnen, wenn sie noch so tauglich und gut sprechen, doch wegen viel sprechen unbeliebt, und man nennt sie stårpratare. Så ist Prof. Rein und etz. – Und ist ein finne unter fremde so spricht er fast gar nichts – höchtens – gibt er kurze antworten.

    Ein finnischer Schussbonde, antwortet wohl, wenn ich ihn anspreche aber sonst kann ich mit ihn auch 2 meilen durchfahren, ohne ein wort mit ihn zu weckseln – der Schwede econtrair er er sitz noch nicht fest so geht ihm schon der mund, und kann den ganzen weg durch erzählen von seiner oekonomie und verhältnissen ohne dass man nur eine frage zu ihn braucht thun.

    Der hauptcharakter dess finnen ist insocialität, er hat nicht den treib des zusammenlebens, er lebt für sich, liebt nicht Corporationen und dass ist die ursache dass er zu keiner politischen persönligkeit kam, dass er nie zur eigenen staatsutwekling kam, sondern immer MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-400 unter eroberers macht musste stehen. Darum lebt er auch immer einzeln, abgeschieden, für sich selbst – wohl ist die beschaffenheit des Bodens so, dass sie nicht erlaubt mehreren zusammen zu leben können – doch zeigt dass genug, wenn sich nachbarn Jahrelang nicht besuchen obwohl sie nicht über eine halbe meine wohnen wohl kommen sie in angelegenheiten und affairen einer zu dem andern, aber nie dem blossen besuch zu lieb. – vänskapliga sammankomster derföre äro de fållsyntaste och om de händer, så äro de kalla, utan all bevis från affektion. för vänskapen visar han inte någon sinne, men han är gutmüthig – er kennt dass bitten oder dass freundliche vorkommende wesen anderer fölker nicht, tragt seine dienste nicht an, aber will man etwass haben so sagt man ihn es in ein geraden ton, und er wird es bestimmt thun ohne eine belohnung zu warten und annehmen.

    Deras helsingform mitäs kuuluu visar ochså betyda att dens voro länge skilda, att deras lif var mycket skiftefull mängen omvexlingen underkastat, som dess besvarande rauha ja terveys häntyder väl att de var ochså genom fiender mycket oroade. die grüssungsart der Weiber ist Charakteristisch (halu) der man armt sie mit der rechten hand, sie längst den rücken berührend, und bischen zu sich führend, während sie den mann tiefer an dem buge dess rückrades nimmt, dem sie verehren dem umfassen sie bei den knien.

    Nimmt man der finnen ihre einschiktiege lebensweise, so hat man genug erklärung für ihren stillen charakter, wie die den menschen umgebende Natur grossen einfluss auf die Seelenart des menschen hat – die einförmigkeit des lebens macht den denkens gang des menschen schwer und langsam in einer Gegend wo schon der Ideenkreis in der an gegenstanden armen natur arm sein muss.

    Diess ist wohl schon modificirt durch die bei einander wohnenden in der südlichen Gegenden.

    in Helsingfors spricht man eine Dame so sind sie in conversation zurückhaltend und beachten eine vorsigtigheit, die allen reitz der conversation nimmt, es ist ein unglücklicher ton, der sein ursache in der stillen satirischen beobachtern hat – MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-401 Sie ist auf dass zusprechende wort verlegen, der gedanke wass denken wass sagen die andern macht dass obwohl sie geistvoll und gebildet ist, doch sehr geniert dabei ist und dessen unglückliche frucht ein ja und nein durch alle modulationen der tonleiter ist.

    Die satir der finnen ist sehr bitter – in allgemeinen so entwürdiget satir den menschen, sie kommt aus dem gefühl seiner eigenen schwahheit und unbeholfenheit wass zu zeigen ein edler mensch, immer zu stolz ist (aber wass 2 wenn satyr über ein dummen Menschen komt) | Dass eine unterhaltung mit einem finnischen beamten so langweilig ist, ist ihre einseitige bildung schuld, denn kommen sie zur haupstadt die 12000 einwohner, und diesen ein angemessenes publikes leben hat, und werden sie studenten,

    MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-402 [üres lap]

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