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Finnlandi Úti Jegyzetek – 23. füzet: Karessuando
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MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-285
Finnlandi Uti Jegyzetek
23 füzet
Karessuando
MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-286
11 Juli
bei Pastor Laestadius
ich disputirte noch mit kein Mann so viel, wie mit diesen Pastor aber ich lerne auch viel, seine reden kommen mir, wie lang ersehnte, gesuchte schätze, – er lösst mir dubia zuweilen mit jedem wort – wie sind unsere studien zu hause ohne verständniss! und wie lernte ich noch denkend, gegen die andern Cameraden. Ich fragte ihm über Linnaei verdienst, ich will notieren, in schreiben wiederhohle ich es nochmahl: in Botanik brachte er ein System, wodurch eine unbekannte pflanze am leichtesten in den büchern nach namen gefunden und determinirt sein kann, wo man sie eher nur von ein botanicus demonstrator lernen konnte – man sieht auf die zahl der männlichen theilen, sie geben die classe, die weiblichen geben ordinem, calix etz. geben genus, und species ist leicht gefunden. – In Zoologie, hatt er die eintheilung der mammalia nach den klauen in classe, nach dentes in ordinem etz. der beere z.b. geht auf dem hintertheil der klauen (Labsahkán) die katze auf den vordern spitzen. Vögel sind nach klauen und rostrum.
Wegen Berzelius: es plagte mich wegen mein Mineralogischen studium sehr viel, dass ich kein ordentlichen aufschluss über bestand der stufen bekam, und machte mich darinn unverständig, wie kann ich ein stein in der hand heben, seine krisstalle untersuchen, wenn ich nicht weiss, wass er ist. Berzelius hat dass verdienst, er analysirte, chemisch alle mineralien, bestimmte ihre bestandtheile und proportion ihre mengung.
Es kam die rede auf Geologie, er ist ein gegenfechter, weil er den festesten glauben auf heilige schrift hat, und Geologie wohl der grobste naturalismus ist. Doch oppugniert er nicht bloss mit heilige schrift, – Definition, Axiom und postulatum ist wohl in jeder wissenschaft dass erste und ihr grund, wenn in botanik dass axiom ist: dantur species so ist es der Geologie: tres periodi mutationis id est transitus mundi – unde autem hoc probatur, – sie ponitur hypothesis pro fundamento unius scientiae. Nun schreibt Brogniard in Frankreich – Nilson in Sveden zu den neuen zeiten in dieser wissenschaft. – Linneus nahm eine Creation an, in dem er sagte: omne vivum ab ovo – diese sagen: totum MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-287 vivum ex viribus naturae dynamicis – hic deberet prius unus chemicus tentare, ex materiis inorganicis, aliquid organici producere – facere ex pura terra super lapides aliqiud crescere quamprimum istud demonstraum est, potest credi quod natura sibi ipsi dederit vitam, quod per naturae rudae vires omnia existant – – isti invertunt Linnei sententiam omne ovum ex vivo. – – Als zum ersten mahle demonstrirt wurde die erde stehe nicht, sie sei ein sehr geringer theil der creation – waren die pontificies wegen religion dagegen – es wäre für unglaubige ein argumentum, wie hätte Gott für diesen kleinen theil der Welt so viel sorge getragen, wie sogar sein sohn dafür sterben lassen – wass sollen nun pontificies gegen Geologie sagen. – Ein bischof in Sveden wollte in ein Disputation, aus dem alter der bäume dass alter der Welt demonstrieren, dass manche bäume 3000 Jahre alt sind und noch leben, ob den die welt selbst dann nicht älter als 6000 wäre – – Über berge entstehung scheint die explication durch kristallisation gut sein, sie war ganz warm, als sie kalt wurde, kristallisirte sie sich und bekam erhöhungen auf allen seiten, wie der kristallisirte körper, immer mehr raum erfordert.
Seine frau lernte mir 2 Lappische lieder, dass erste ist des Haasen lied, als ein Jüngling in der Nacht schlief, kam ein haase zu seinem lager – ein Mädchen die spinnte sah es und sang
Nyommela vuodli
jäänixen laulu
Nyommelacska parni lafatalla poldni padjely jäänikkä poika nulkasta palon ylite Alma partnik oodi neitacsa potni surkati ihmisen pojat nukkuvat, puellula kehrävät pusta svenskt ord.
Nyugcso vuodli
svane sång
Koppel lähpo vuolyki pehcze-kiellasiita, kuoti muh koppelo meni männykköön jätti minua jaurigadda järvenrantaan. + lähpo jalas trahens supra terram Cignus quod foeminam tetraonis accipere non possit, lamentat cum illis verbis. MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-288
Von den finnen meint er, auf den wasser zwischen forsse sind sie wohl meister (diess sah ich selbst als der führer von Kätkensuando lieber gegen forsse, dass schief alleine führte, als zu fusse gegangen war) – doch in ührigen arbeiten mit ein Sveden nicht zu vergleichen. Einer sequirt den andern, wie dass Svedische: finn och fan voro bröder, zeigt, auch finn skal dass sie eigensinnig sind etz. doch ziehen sie sehr zu einander und Laestadius meint, ich sah falsch wenn ich sage in tiefen finnland ist der bauer nicht mehr für Svedische Regierung (ich will nicht vergessen wie sie sagten, ylpeät pedot)
er kennt die küssten theile und da hörrt er wohl weiteres nicht, weil sie Sveden sind, doch weiss ich nicht, welchen von beiden, ein finne im innern lande, mehr hassen soll, – der Russe war ihm als feind gefährlich und schädlich – Der Svede war unterdrücker in der larve des Vaters, Finnische Nation galt ja doch gar nichts zu diesen zeiten (ich muss mich erkundigen, hatten die bauern je ein deputirten an Landstag er wurde von Geborne Sveden representirt, – von jenen, die ihm am meisten verachteten, mit ascheu den namen finne aussprachen, wie man es noch von manchen mit schauder thun hören kann, und als ein conceptum aller niedrigkeit und dummheit und rohheit noch hört – von Lönnrot, weil er der ungeschickteste und hässlichste Mensch ist, denn man sehen kann, sagt man er ist ein echter finne – und diess durchdrang so allen ihren geist, dass auch der finne selbst, in dem seine nationalität erkennen will. – Mit der zeit gab es schon, einen unterschied in der Sprache der hiesigen niedergelassenen familien ihrer Sprache, und der originell Svedischen, diess gab gelegenheit zu manchen fopercien – die empfindlichkeit war freilich gross, und sie liessen es nur den volk mehr fühlen wieder. Svedische regierung war immer arm und könnte nie zuviel zutrauen in sich haben darum war an steuer der Regierung, immer schonung und mildheit anempfohlen, und solche gesetze verfasst – doch wir sehen wass liefland für druck von Svedischen befehlhaben erlitt, dass sie die Russen um hülfe riefen, so war es auch in Finnland, klagen konnten zu könige sellten über meere dringen – und da wurde auch nicht so viel MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-289 von ihren Elend gehalten, weil sie an Menschlicher würde so arm gehalten wurden – Dazu die vielen kriege von den seiten der Russen! – Finnland lebt nun ihre Goldzeit. Auch nun noch, kennt man keine hässlichere sprache, kein dummeres volk als die finnen, unter allen, die sich hier Standespersonen nennen – – weil sie nie prüfen, sondern affen wass sie von ein Sveden sehen und hören – es ist aber nicht zu wundern, weil ein jeder nur in Sveden seine erziehung bekommt, und von den kindheit an von den Ältern auch nur Svedens anbetung hört. – – der firme ertrug, er fühlte immer seinen werth, darum: klagte er nicht, doch eine erbitterung, der schmertz wegen erkennung gaben ihm hass und verachtung gegen sein unterdrücker – es schuf es erschuf seinen jezigen Charakter.
Laestadius meint, der finne kann viel verbergen, darum konnte er einem fremden vieles vorlügen – diess väre der fall wenn er auch so leicht und falsch könnte sein als der Svede. Er sagt, er muss es fühlen dass er nicht frei schreiben und sprechen kann wass er denkt – wass konnte der bauer unter Svedischer regierung frei sprechen – dass man nun sich durch diess sequirt fühlt längst den Meerküsten sage ich selbst, weil alles Svedischer geist auch unter den handelnden bauern nach Stockholm, ist – doch fühlt sich dadurch der finne nicht bedrückt im innern land – er weiss nicht viel von diesen sachen, er findet nur dass er von tag zu tag seine bessere behandlung von seinen vorgesetzten empfindet, und dass land in friede, in wohlstand immer zunihmt. Laestadius ironirt, er sagt, er hat es gut wenn es guten Ländsman, guten priester hat, diess ist wohl dass immediate, doch eben dass Finnland von Sveden getrennt ist, ervacht nun der Gedanke auch in den höhen ständen, ob sie denn nicht auch selbst finnen sind, ob sie nicht auch Nationalitet sollen haben, nur immer ein ausländer der in ihren busen wüthet und schändet, anbethen und nachaffen sollen – sie nähern sich den bauern, behandeln ihm mit güte, und sehen wie viel anziehendes sein charakter – diese sanftheit die der finne hat, wird man in kein andern Volk finden. MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-290
Er meint ganz finnland ist mir geheimer polizei angesteckt – er erzählte mir diesen fall: als die Russen Sumlya einnahmen meinten zwei handelsleute in Åbo, in einem Virthshaus untersich, dass ist schwer zu glauben dass – Russen! Sumlya eingenommen hätten – den andern tag wurden sie zum Gouverneuren gerufen, und wurden befohlen nach Petersburg zu reisen, von da nach Sumlya, und mussten alles ansehen – als sie nach Petersburg zurück kamen hatten sie audienz und Nikolai fragte sie, ob Sumlya also wirklich eingenommen sei. – diess glaube ich nicht – es wäre diese ganze strafe von Gouverneuren gekommen, in dem sie den andern tag gleich exequirt werde.
Wir kamen wieder auf die schleichtheit der jezigen welt – er schwärmt ein bischen in den vorigen Svedischen volk, ihre geschichte reisste auch von meiner besinnung – Noch meinte er, als Gustav 3 in Dalecarlien in der Kirche zum volk sprach, antwortete ihm einer der Alten; ja Du skall få Gustav folk utaf oss – Sie sprechen mit ihren könig immer per Du und fordern hände druck von Ihm – – freiheit zeigen solche sitten. – Doch will man nun von diese sachen nichts wissen, alles soll neu sein und alles lebt in politik. Dass höchste problem wass man sich ausfechten konnte war, die schreib und rede freiheit als der höchste punkt der menschlichen freiheit, und Timolion in Cornelius Nepos sagt schon dies nähmliche – auch David wurde in seiner flucht von einem Juden viel geschimpft doch erlaubte er nicht ihm zu strafen – dazumahl lernten Könige dem Volke diese principien, und nun können sich könige von diesem nicht überreden lassen – – vielleicht weil die welt nicht von so einfachen sitten ist dass man es erlauben könnte. – – Wenn einer gegen privaten eine contumelia sagt, so kann er wohl conveniert werden doch Regierung und König hat keinen Richter und darum kann es auch von niemanden satisfaction verlangen, sondern der schreiber soll inpune bleiben.
Weil man negirt, quod omnis potestas in populum a Deo est – sondern a populo ipso, so ist nur pactum quod inter populum et Imperantem est – et ideo si imperans pactum MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-291 non servet, non gubernet populum juxta suas leges non est amplius imperans, sed tarnguam remotus tractatur et poena ipsi infligi potest. – Sed iterum – cum per hoc status civitatis periclitetur nunc Thiers hoc effecit, und Rex Gallio nihil regat, nihil agat, (quia posset oneri responsionis et poenae subjici) sed tantum nomen suum subscribat et Ministerium gerit totum, et respondet de actionibus suis. Laestadius sagt es ist consequenter, doch führt das principium zum absurdum – doch ist hier noch andere hüte auch. – In Aftonblad schreibt man viel von diesen postulaten darum ist es in Finnland verboten.
12 Juli
von Rennthiere
In etlichen tagen sollen wir auf Vogel Jagd gehen, sie verlieren nun ihre schwingenfeder und können nicht fliegen – wer in täuschen gut geübt, kann mit ein stock holz viele morden. – In frühling, wenn sie zurück kommen sind sie wohl am meisten, weil sie alle in ein haufen sind, doch müssen sie mit gewähr geschossen werden. – Auf wilde Rennthiere ist mit ende August die besste Jagd, sie haben da coitum, und ein renstier hat ein heerde weiblichen geschlechst mit sich – wenn zuweilen in solch ein haufen ein anderer stier gerath, so entsteht ein kampf mit den hörnern zwischen den 2 buhlern – jus fortioris gielt. Renstiere um solche zeit, fürchten in furore amoris nichts ein Wolf vor den er sonst sehr kleinherzig ist tödtet er zuweilen, und so fürchtet er auch den Menschen nicht viel wenn sie auch eine halbe meile höchtens laufen, so bändiget er dass furchtsame geschlecht und lasst es nicht weiter. Die bauern haben hund immer mit sich, dem sie auf ein band führen, damit er die Rene in voraus nicht abschreke – auf diese art schiessen ein stück nach dem andern weil der stier lange strecken zu laufen seinen unterthanen nicht erlaubt. – Die haut des stieres um diese zeit ist die schönste und besste, sie ist auch theurer, – der stier verliert nach diesem coitum seine hörner, anfangs september – die Mutter verlieren sie Maj – und ein castrierter, monat februar. – hier braucht man sehr viel zu castrieren, weil der ganze handel in diesen gegenden in winter mit diese castrierten bewerkstellt wird – die lappen thun es mit den zähnen, sie beissen die vesica auf – und die geschlechts theile fallen herab. MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-292 Doch in Umeå, wo man mittelst diesen wenig handel hat, werden sie stiere gelassen, und in zeit des coitus wegen der feinen haut geschlachtet. – Es werden sehr viele nach Stockholm gebracht, und Laestadius sagt wenn er sich gut erinnert, beinkleider gemacht, für einem theil von militäir, sie sind nicht dick, und doch stark und lassen wasser nicht durch. – Die lappen bereiten sie so: sie lagen die ganze haut, in tepidam aquam, und lassen sie gegen 2 wochen darinn, die haare gehen dadurch ab, dann wird salix rinde in wasser gekocht und die haut kommt in diess wasser zu stehn über eine woche, so wird sie dann halb getrocknet, und geschlagen und gezogen und mit thran geschmiert, dass sie nicht weich wird. – Doch hat man solch beinkleid und gute Lappische kengät, so kann man in wasser bis zur brust gehn und man ist nicht nass. Mitte Juni sind Rennthiere am hässlichsten zu sehen, sie verlieren da hörner und haare – mit mitte Juli kommen ihnen die insecta Oestrum viel zur sekatur – diess thierchen legt ihre eier in die haut des Rennes sie bekommen diese zeit ihr leben, später hin fallen sie weg andere enstehen in gutture, wachsen ziemlich gross, und fallen durch mund zur erde – nach diesen plagen weil in den Norvegischen alpen mücken nicht sind, haben sie nicht viel plage, dass gebirgsgras thut ihnen recht gut, und November und anfangs December wenn sie zur winterstelle kehren sind sie am fettesten, man sticht sie auch gewöhnlich um diese zeit. In den Alpen überwintern sie darum nicht, weil die temperetur so verschieden ist, zuweilen regent es ganze zeiten durch – zuweilen schneiet es über mannes höhe, dass der Ren unmöglich bis zu grund dringen kann – auf inseln überwintern doch zuweilen mehrere. – Auch friert der schnee auf den Alpen und der Ren arbeitet wieder sehr schwer – darum sind sie in winter in regionibus silvaticis, wo unter bäumen der schnee mehr weich bleibt – dass schlechteste für Rene ist wenn in herbst etwass schnee fallt, darauf regen kommt und dann friert – so bleibt eis durch den ganzen winter auf den Renmoos und sie haben keine nahrung diess geschieht hier nicht wo dass licken hoh wachst, doch doch in Luleå, pitea, Umeå, sie müssen dann in Winter auf die Alpen ziehen. – In regionibus subalpinis wachst dass meisste renmoos – gegen Kautokeino soll man berge sehen die nie mit schnee bedeckt aussehen – in den Alpen wachst MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-293 es nur hie und da – die Nahrung ist auch da immer grass weil dass moos trocken ist, und so isst es der Ren nicht. – Diese Alpen lappen haben immer die grössten heerden, weil diese lebensweise diesen thier sehr gut thut, die rene der Waldlappen stehen zu ganzen tagen in wasser, wenn es viel warm ist diese steigen zu den Alpen, darum haben diese auch keine krankheiten, wie z.b. jene in Sodankylä Kemijärvi – in Kuusamo sind viele sümpfe und gegen Russische Seite tiefe waldungen, darum existieren sie da besser. – Dass man in etlichen Scanischen Seen Renhörner gefunden, können vielleicht hörner verirrter Rene sein, doch lebte kaum da ein Lappe mit rennthieren, Laestadius sagt sie exspieriren nur durch mund wie hunde nicht durch die haut. – Die Fjäll Rene haben schon den trieb zur wanderung, darum können sie nicht gebändigt werden, obwohl hunde und mann dabei ist – folgt der lappe nicht, so laufen sie selbst – er bricht darum von hier mit ende April auf, und reisst 10 bis 12 meilen da kalben sie dann, er haltet sich ein Monat auf – und so zieht er wieder weiter.
Der arme Lappe ist verachtet und sequirt, wo er nur hinkommt, diess verändert auch ihre lebensweise immer in schlechter und vermindert auch ihr geschlecht – Nach ihren traditionen, waren ihre Cosen, zu erscht in dieses form wie jetz, doch ganz aus holz gemacht, und sie lebten vermuthlich nur in Regionibus silvaticis – als aber die stall, die csudar die birkaoler die Kareler kamen und sie so schrecklich tractierten, fingen sie an unter der erde wohnen, sie gruben, den boden auf, machten hinein ihr haus und bedeckten es wieder mit erde, sie glaubten sich so verborgener (Norveger nennen ädnam koote sagen lappen diese jordgammer.) biss sie zuletz, diese ganz Nomadische art annahmen, wobei ihnen zu erscht vielleicht renhäute diennten, bis sie lein kaufen, konnten, und so reterierten sie auf die Alpen – diess thun noch jetzt täglich die Waldlappen – Nybygger kommen nun in ihre bessten gegenden, und occupieren grosse strecken landes wo sie eher wohnten – er legt sich wiesen etz. an, kommt nun der lappe zurück, so muss er sich zurückziehen, und ist es der fall dass seine herde, die er nicht bändigen immer kann, in wiesen oder felder des Nybyggers kommt, so wird er für schaden mit etlichen Renen muletirt – auch zünden durch den Sommer nybygger grosse strecken Waldes an, so wird das lichen zerstört und wächst auch nicht mehr, MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-294 der lappe muss sich dadurch ganz entfernt von sie halten – darum geschehen so viele auswanderungen – auch renkrankheiten tragen etwass bei. – So ist es auch auf Norwegischer seite, Nybyggen entsehen von tag zu tag, und kommen Rene in wiesen so geht dieser mit büchse mit stöcke, und tödtet so viel er kann – wo mahl rennthier herde geht, so wird viel niedergetreten und ihr impertinent riechender urin etz. giebt der gegend wo sie waren auf 2-3 tage geruch – dass dass vieh auch davon nicht friesst, regen vernichtet so etwass zu erscht. – Verarmt ein lappe so ist seine zuflucht zur fischerei, er geht zur norvegische küste, und wird norwegischer unterthan obwohl er, wenn er noch mehrere Rennthiere hat für den Winter doch auf Russische seite noch kommt – doch wohnt er die grösste zeit an der küsste – vor 200 Jahren waren fischer lappen noch an bottnischen Meerbusen.
Brantwein ist des Lappen schwache seite, die nybbygger versehen ihm damit, nun ist brantwein einführen wohl stark verboten, doch es zu hindern ist die schwerste sache – zu allen seiten ist ihm offener weg zur einfuhr, und bei sich kann er ihm in wald oder unter dem eis verstecken – auch ist der nybygger zu diesen handel gezwungen weil er von Lappen nichts erhalten – kommt er und will ein Ren von Lappen kaufen, so ist die erste frage: No vine, hat er ihn nicht so bekommt er auch nichts – – hörrt der Lappe bei einem oder andern ist brantwein zu verkaufen, so verlasst er seine heerde und trinkt bei dem bauern durch ein bis zwei wochen, während Wölfe seine heerde zernichten – die nybygger thun gewöhnlich, dass sie in frühjahr ihm auf borge geben, wenn Lappen dann auf den herbst zurückkommen und exequiren sie alles auf einmahl, und nehmen die fettesten thiere von ihm, – es ist wohl verboten brantwein zu borgen, und wer es thut, verliert dass geborgene, doch traut sich der lappe so etwass nicht angeben, denn er würde ein andermahl keinen bekommen, und obwohl er sonst nicht gerne seine schuld bezahlt, so ist diess doch immer dass erste, er haltet es für ein zu honestum debitum, und will sein credit auch conservieren – mancher nybygger verkauft jährlich 1000 kannen, und sie werden reich, dass sie ein inventarium von 5000 riksd. haben.
Hier in Karesuando weil es eben in der mitte der handelstrasse liegt findet man unter lappen wenig arme, doch auch nicht über reiche, – sie machen fuhren und bekommen mehl dafür – sie haben von Nybygger bedürfnisse, wie umgekehrt diese von jenen – Nybygger könnten kaum leben, wenn sie fleisch MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-295 von den Lappen nicht bekommen würden – Und manche lappen stehen sich wohl gut, dass sie bis 4-5000 riks. haben – ihre pretiosen von silber etz. geben die gewöhnlich zur aufbewahrung auf 2 Orte, bei priester sind nun 2 gefässe, so geben sie auch zu den bauern, damit wenn dass eine auf einem ort in verlor ginge sie noch dass andere haben – doch baares geld führt er bei sich, dass heisst er grabt es wo ein inerde – revelieren an jemanden thut er nie, auch an sein weib nicht, weil er ihrer Verschwiegenheit nicht traut –seine weiber kenntniss machte ihm gewöhnlich misstrauisch. – In Karessuando sind 2 dörfer lapp nybygger – doch sind sie fex omnium sie stehlen Rennthiere, die sie nur wenig haben, 3 wurden in furto convincirt und in Pitea eingespärt, wo sie in scorbut gestorben sind – sie haben etliche küche, und wohnung wie finnen.
Dieser Scorbut ist sehr gefährlich für leute, die auf Spitzberg überwintern wollen, sie sterben gewöhnlich durch ihm, die exhalation des umgebenden meeres bleibt wegen kälte niedergedruckt, an der oberfläche der erde – die geschwerte luft mit hydrogen saugen nun die leute ein, es übergeht in dass blut, und sie bekommen zu erscht zandfluss, dann steifung in allen gliedern, sie können sich nicht bewegen und sind tod – der bruder des Knobloch war auch über ein Winter dort, doch war mit sie der Doctor aus Altengaard, er hatte sein Instrument und sie mussten täglich tanzen, dass sie recht erhitzt wurden und keiner starb von sie – und sie hatten guten fang an Wallrossen denen ihre zähne und thran gut bezahlt ist, es finden sich gleichfalls Rennthiere, eisbeeren, fuchse in genus menge – – kälte konnte ihnen nicht zu gross sein, weil sie nicht in den grad ist wie hier, die umgebung des meeres und die neblichte luft macht es, gegen finsterniss ist auch genug der helle mond und nordlichter – es sind viele Inseln, und grosse und ausgedehnte, dass dass land von der grösse Svedens ist – Alpen pflanzen wachsen eine menge wie auf andern ort – auch frieren nur die Sinus marium. – Die französiche expedition war nun 2 Jahre nach einander da – dass erste Jahr hatten sie nur 2 expeditionen, sie waren kaum 2 tage da gewesen – dass 2te Jahr haben astronomen bestimmt mit magnet nadel merkwürdige beobachtungen gemacht, sie waren MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-296 den ganzen winter in Altengaard gewesen und den letzten Sommer auf Spitzbergen. – Wallrosse währen sich gegen den Menschen darum muss der stecher gut zielen, sonst kommen sie in dass schiff, sie hacken mit ihre zähne.
Rennthiere werden gefangen, mit schlinge meistens mit ende august, ante coitum wenn sir mehrere zusammen gehen sind sie am unforsichtigsten – der bauer geht da an bergrücken herum wo er weiss das rennthiere giebt, und zäumt ein grössem platz ein, an etlichen freien öffnungen legt er seine schlingen.
Wass Norveger fiseher anbelangt, sie geben von ihren fang zehend – der in drei theile getheilt wird, der krone, den priester, den dritten N.N. – jeder kaufman giebt eid, dass er diesen zehend gewissenhaft nehmen und nicht vermindern will – der bauer, nähmlich wenn er seine waare verkauft, so segregirt der kaufman den zehend ab, und zahlt ihm zur krone etz. Auchfedern giebt der dasiege bewohner als tribut, aus den alten zeiten, wie schon Pitheas erzählt es sind nähmlich mehrere inseln, die wegen ihrer hohen steinigen felsen einen ungeheuern menge von Vögeln zur wohnung dienen, viele tausend näste sind eines neben den andern, mit eier gebeteten federn in grösster menge, solche inseln hat die Krone als Regale, oder wo wohnen, die geben zehend – – Die Insel Thule befindet sich mehr nordwärts (besser gesagt ostwärts) – auch ein Biarmiré findet sich auf Kola – – so hätte man viele neue data, die man nicht kennte – – Laestadius meint, ob den ein finnischer Mytholog gehört hätte etwass, von finnischen götter bilder, etwass in tradition oder in alten Runo musste doch vorkommen – die Lappen hatten gözenbilder, darum meint er, Jumala war ein Gott der Lappen, – diese wurden von Normännen und sveden ohne diess finnen genannt – doch sagt Sturleson sein Held, diess waren ein ganz anderes volk, ihr nahme ist Biarmier – doch könnte dieser Name, ihres wohnplatzes nahme sein, – nach dem Biarmiri, wie Lappe nun handel haben, so konnten sie ja da, auch mit felle und dergleichen handeln.