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  • Finnlandi Úti Jegyzetek – 22. füzet: Muonioniska–Karessuando

  • MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-273

    Finnlandi Uti Jegyzetek

    22 füzet

    Muonioniska. Karessuando.

    Steine

    1 von Pykävaara bei Kuusamao

    2 von Nilivaara

    3 von taipale zwischen Sirkankylä und Rauchala

    4 ~

    MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-274

    6 Juli

    Muonioniska – Reise hieher von Kittilä

    Kittilä pappila

    Sirkankylä 2 2/4 mil Pyhäjärvi 1 1/4 Lapinkota 2/4 takasin Sirkankylään 1 3/4 Rauhala 3 Saarentalo 3/4 Muonioniska 3 mil 12½

    Ich befinde mich unter wenig gekannten Naturen – eigennüzige Menschen plagen mich von alle seiten, es ist schwer mich zu sammeln – – – es ist kein angenehmerer aufenthalt wie in Sodankylä. Solche pflegmatische langsame Naturen – die finne prahlen damit dass es ihr eigenthum ist, sie schmeicheln sich mit tiefheit - es kann nur gemeiner ungebildeter stolz sein. Auf jeden Ort würde ich besser wohnen als hier in priesterhof – er ist mir der schwerste mensch dessen ich mich erinnere. – – Meine fenster aussicht gegen süden und West ist dass einzige lohnende, wass ich habe – ich war noch in kein priesterhof, dessen umgebung so bewohnt wäre – flach zieht sich der Muonio See zwischen den bebauten Ufern, gegen die erdhöhe dessen Namens, mit gedähnterer breite, bis er da seine gränze hat – Der erhöhte hof Muoniovaara mit sein strahlenden feld aus der schwarzen waldhülle, ist wie eine eremitage – eine glocke sollt  er haben wenn ihm die Mitternacht Sonne illuminirt – ihr pinsel mahlt doch herrlicher wie der der tages Sonne – die farbe hat mehr hoheit, wie eine Iris. – Schön war sie Kittilä ober dem levi tunturi, ein phoebus sass er auf seiner spitze – Zu ost und süd brausen und schlagen zwei wasserfälle wie pulsadern der natur, ihr leben ist unterlöschlich, ihre sprache ewig. Ich könnte diess eine Sveizergegend nennen wie auch jene um Sirkankylä. – Finnische gegenden sind nicht in grössern stücke zu sehen – von Gebirgen aus zeigt sich zu viel wüste – in kleinen geschlossenen thäler, nebst einem stillen wasser spiegel, weilt nie MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-275 dass Auge – dass ich vergesse, ich bin in Norden. Ich stehe wieder bei dem fenster – es ist doch herrlich, ich begrife immer mehr diese landschaft soll mir auf immer in Gedächtniss leben – ein samenkorn, – blüht es mir bestimmt noch schöne blumen. – – Der Ounas fluss hat in weiteren fahren nicht viel schönes, wegen zu viel einförmigkeit – über den levi joki aber zu Sirkanjärvi an dem fusse den Kätkentunturi – hier ist es der mühe werth gewesen zu sein, obwohl es doch eine reise nach Norden nicht verdient – der berg hatte noch schnee, wie ein milchsee schmücktr er seine seite – ist mit kleinen holz bewachsen, doch zeigt er sich nicht hoch – wie in ein paradies führte der leichte fluss, so lieblich – so friedlich öffnete sich die ansicht des thales.

    Von pyhävaara waren zu der lapp koja eine halbe meile ich machte sie nicht ganz umsonst – eine weile kamen wir über levijoki, – von seinem Üfer führt ein leichter landrücken – zu ein grossen renmoos becken, – ich konnte errathen dass er da wohnt – in ein umgezäumten rondeau stand eine schwarze leinwand hütte, rauchend wie ein Wesuv – in Conischer form – die basis hatte 2 klafter in diameter. – Es war mitternach – 3 schwarze spitzhunde sprangen auf den leicht gespannten wänden, sie führten dass wort und meldeten die fremden dem schlafenden. – Es ist eine kleine familie und die war nicht zu visite bereit – der hausherr war nach Sirkankylä, die Mutter lag den zweiten tag in wochenbett, dass Mädchen war mit den Renthieren in wald, die andern zwei seelen sind noch ganz klein, ich bekam nur diesen einen zum sehen, sie selbst lag unter einem weissen rückenschutz. – dürre reiser bedeckten den boden der coja, in der mitte fumigirte, ein mit steingezäumter gluth und mooshaufen, an den wänden umkring lagen lappen auf renthieren, unter mückenschutz – dass ich höchstens ihre länge messen konnte. – Die hausmutter sprach ihr mund melodierte nicht übel, doch nicht gastfreundlich, sie liess mir wohl reinfleisch und milch geben, doch sollte ich nicht in ihrer hütte wohnen – – ich meinte, ich gehe nicht von der stelle bis der hausherr kommt, und wenn ich ein Monat hier bin MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-276 er sollte mir führer werden zur nächsten Station, ich hätte 2 meilen fuss weg dadurch ersparrt – – doch verhafte sie auf ihrer praetention, sie fürchteten sich von mir. – Dass wenn ich ein gebährendes weib nicht beängstiegen wollte, wieder meinen weg zurückmachen musste. – Sie haben wirklich nicht viele bedürfnisse – ihre hausgeräthschaften waren unter einen leichten freien dach, etliche pelze, schlitten und ziegrieme für renthiere, nebst etlichen stück trocknen Fleisch, und milch geschirr. – Sie haben gegen 300 renthiere, die aber meistens der bauern eigenthum sind, sie werden hier dass ganze jahr gehütet, er wird ½ riksdaler für stück bezahlt – der lappe giebt dann etwass käse von jeder mutter. – In mein rückweg begegnete ich den hausvater, ein kleiner magerer mensch in leder hose und sarka reckel, bocskor ähnlichen topanken – hatte schwarzes haar, adler nase, und mehr ovales gesicht, eine bestimmtheit und frechheit in seiner rede, wie zigeuner – jede antwort war schlagend, er war müde, musste sein weib warten und ich musste nach Pyhävaara, und verweilte den ganzen tag. – Man spricht viel verschieden von den bischer gehörten finnischen: vesi saare, mukka pro matka – ava (suusi suo), vuoma (pienemp) jänke (pieni suo) – hiili elikkä pytyä ist sauermilch – huila joke alas – kärpänen fliege huka = suusi – auf den pyhävaara hatte die schöne quelle den Namen Kirakan oja – in Nilavaara pahikka kutzutan rakkas – in Muonioniska ist jua topakki als polta – Ich sah Olkia leipä (strohbrod) bereiten bei sie – es ist gemengt mit tannen rinde – es wurde gut getrocknet auf den Ofen, darnach in ein leintuch gebrochen, und weiter in ein krand klein gehackt, bischen mit gersten mahl gemengt und gebacken, es ist wie pferdkoth, so trocken. Meine kost war bis hieher gekochter sik und saure milch – zu hause würde ich mit diesem nicht ein tag mich leben trauen, gebackenen fisch halten sie, nicht für gut, weil sie ihm nicht bereiten können, – sie legen ihm auf tannen rinde MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-277 und lassen ihm in ofen backen. – Sie wohnen sehr schlecht es war nicht angenehm so lange zu weilen –– es regnete den ganzen tag – bei der nacht war bischen stillstand, ich fuhr mit den kirchenvolk, welches wegen ihren butter zehend sich eher versammeln musste den levi joki hinab nach Sirkankylä. – nach Rauhala sind 3 meilen zu fusse zu gehen, ich überstand sie, und kam an Jerisjärvi – er ist der fischreichste See in der Gegend – die bewohner seiner ufern verkaufen vielen sik jährlich – er hat viele Inseln von denen sich in alle sein wässer netz ziehen lasst – auf einer kleiner Insel vor Saarentalo, als man vor drei Jahren, einen Mann begrub, fand man viele menschen gebeine – es soll ein alter begräbniss platz der Lappen gewesen sein, von den sich an den hiesiegen bewohner gar keine tradition erhalten hat – (in den alten kirchhof in Kittilä soll Ehrström eine silberkette gefunden haben, und sehr grosse menschen Skelette) – Lappen wohnten um Jerisjärvi und Muonio sehr vele eher, denn es war ein guter fisch und biber fangplatz. – Von Jerisjärvi fuhrt der fluss in den Törmäs lombolo See (klein) an Tormäs berg – in seinem ausfluss, ist unweit seita niemi (seita der alte gott der Lappen) es ist aber nur der Name – so kommt sieppi järvi, Torasjärvi etz. mit sehr viel forssen, an den stranden hat man zuweilen gezeigte pläze, ruinen von biberbaukunst, doch ist nichts zu sehen mehr. – Sehe ich nun gegen diese gemachte marschroute, so seh ich den hohen Pallas tunturi. – Einfachheit und einfalt findet man bei den hiesigen bauern nicht – sie sind zuweilen rafiniert wie der geldgierigste Eckensteher.

    Sonntag war ich in der kirche dass Volk zu sehen, sie waren sehr wenige wie in Kittilä, diese haben vielleicht mehr offenes wie die Kittiläer – – sie sind beide andern schlags mit den Sodankyläer – Mädchen haben hier mehrere gekaufte sachen, auch handschuhe. – Darnach war eine grosse kindstaufe mit vielen gäste invitationen, man trank auch Caffe – und ass gekochten fisch, grüze, und gebratenen käse – ich besuchte den Ländsman, er kam erscht davon um 6 Uhr abends. MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-278 er heisst Lillia mit Parrot machte er bekantschaft, als er vor 3 Jahren hier reisste, und dieser wirkte ihm in Helsingfors ein schreiben aus, dass er ohne prüfung weitere beforderung suchen kann. – – Er ist darum gegen mir auch sehr vorkommend. In seinen garten hat er kohl, weisse und rothe rüben, zuckererbsen, dill, lök, und kartoffel (mandel kartoffel) er bekam voriges Jahr von 3 tonnen saat 30 tonnen – die bauern säeten sie sehr wenig, weil sie nicht verstanden wie sie zum aufheben seien sollen, wie sie reif waren, assen sie sie alle, nur etliche kappen wurden in ein eck der stube zum saamen aufbewahrt – Lillia machte von 2 Jahren für sich eine grube und diess Jahr haben schon 5 bauern dasselbe gethan und solche die voriges Jahr 8 bis 10 kappen säeten, haben heuer 1½ tonne saat. – Würden sie nur instruirt werden, sie könnten sich schon helfen. – Er giebt seinen leuten nie strohbrod – er brauchte 250 lisp. mehl, dass voriege Jahr (eine tonne hiesiege frucht giebt 9 bis 10 lispund mehl) und sie sind starker arbeiten besser, essen des tages dreimahl wenn andere 5mahl essen müssen, und es ist ihm Oekonomie, ihnen reines brod zu geben. Ein bauer braucht zu seinem strohmehl 100 lispund mehl mancher hat wohl nur 50, der 8 personen hat, wie der Ländsman. – Frucht reift hier nicht immer, wenn auch frosst nicht schadet, doch kann sie brauchbar sein, nur dass sie viel leichter ist, die tonne giebt 7-8 lispund mehl.

    Von der berühmten schlechtheit der Menschen an Svedischer Seite giebt er die einzige ursache, dass sie keine oberaufsicht haben. Pastor und Ländsman wohnen so weit von sie, dass man keine untersuchung fast anstellen kann, und dass verbrechen bleibt unbestraft – sie wissen kaum dass die einen Ländsman haben weil sie ihm kaum des Jahres einmahl sehen es war hier auf finnischer seite ebenso, nun haben sie durch sieben Jahre ein kräftigen Ländsman, und die aufführung ist ganz gut – von stehlen z.b. hörrt man nie etwass.

    Die bauern haben hier schlechten unterricht, in lesen – er zeigte mir ein Document, wass er an Kronvogde schicken soll, die Lautamies waren alle unterschrieben, doch nur MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-279 von hand des Ländsman, sie gaben ausser einem nur ihr kreutz dazu – Man haltet hier nun einen Koulu pappi er soll ein herumirrender Schulmeister sein, in jedem dorf soll er sich 3-4 wochen aufhalten und Kinder unterrichten. Kohlström ist nun als besoldeter 5 Jahre in Muonioniska er reisst sehr wenig, dass die kinder stocke bleiben. – Sein Vater war hier der erste Pastor, er wuchs hie auf – er hat auch den geist der hiesiegen bewohner, er spekulirt und treibt sich geld von allen seiten – er sammelt inseckte und verkauft sie er stopt Vögel, kocht leim – alles was ihm etwass gewinn verspricht – er hülft sich nicht gut, nur negligiert er die schule. – Er ist zugleich auch vaccinateur.

    Der alte Fahler – er ist an der gränze um zoll zu nehmen er soll viele kenntniss haben in der finnischen Magerkunst – doch reveliert er nicht gerne, weil er selbst glaubt darauf – er hat eine sammlung von beschwörungsformeln exequirt sie auf dass kleinste – eine Cunnus Ursi soll er auch haben – er ist der glaube wenn die Medicin durch die geschüttet ist, so hat sie grösste heilkraft, er war eher soldat, und sammelte sie in allen gegenden finnlands.

    Von der Nordpol expedition der franzosen wird viel geschimpft. Biard reisste mit seiner frau in voraus, er wurde eifersüchtig so viele junge leute waren immer um eine – schöne frau – in Hamerfest war sie in Männerkleidung, ein sehr lieber garcon, sie kamen nach Stockholm als ich da war, und wohnten in nähmlichen hotel wo ich – Der übrige schwarm kam nach, sie hatten ungeheuer viel bagage und bedürfniss und kein geld – in Hammerfest gaben sie ein wechsel auf 20,000 franc, der nicht acceptirt wurde – von Alten nach Karesuando reissten sie mit 30 pferde, hatten unkossten, dass diese 22 sved. meilen ihnen 1000 franc kosteten, von Muonioniska hatten sie ein tollmecser bis Torneå und diesen musste der Consul bezahlen etz. – Sie waren auf einmahl ihre zu viele als dass sie etwass ordentliches leisten hätten können Sie arbeiteten nichts, nur liefen und eilten durch alle gegenden – in Kautokeino sollen sie länger verweilt haben, sie portretirten 10 lappen, maasen ihre köpfe nach der Gallischen schedel lehre etz. – sie hatten französichen Wein, alle mögliche mit sich, Laestadius soll noch davon haben. MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-280 Ich vergass etliches, von der reise hieher:

    Der hof Pyhäjärvi gehörrte eher einem andern besitzer, er wurde aber verarmt durch eine viehseuche, – er wusste nicht wie zu leben, verliess sein hof, und ging an die Norvegische küsste um von fischfang da zu leben, oder vielleicht in den kupfer gruben der Engländer in Altengaard – der hof war durch 3 Jahre verlassen, nun dieser frühjahr bezog ihm ein Lautamies aus Sirkankylä – Wiesen bekommt er genug gute, an den ufern des levi flusses. – – Von Sirkankylä bis Rauhala führte unser fussweg durch ungeheuer verwüsstete gegenden, stürme zerstörten einen theil der gegend, dass viele tausend bäume, umgestürzt aus ihren boden lagen ganze erhöhungen, hügeln waren entblösst, nur hie und da zeigte sich noch ein lebender stamm – er konnte vor 10 jahren geschehen sein, nach der verwesung der bäume entheilend. – Vogel giebt es ser viel – wir weckten manche familie und störrten der Mutter pflege – mit geräusch und zur schütze ausgebreiteten flügeln entliefen die Ältern, die kleinen wurden zerstreut, in alle seiten, – alle augenblicke stossten wir auf neue und neue – verfolgte ich zuweilen ein kleinen und fangte ich ihm, sein schneller bebenden gesang führte mir die Mutter auf 2-3 schritte in die nähe, ich hätte sie tödten können, wäre ich guter werfer und hätte ich herz dazu.

    10 Juli

    Reise nach Karesuando.

    Dass ist ein bettlerfolk in Muonioniska – den ersten tag als ich da war, kamen sie, baten mich, ich möchte den blinden bruder dess Ländsman mit mir nach Hellsingfors nehmen – man kann leicht geniert sein durch solchen menschen – doch versprach ich es zu thun von Torneå an, er ist blind, ich entschloss mir gleich – denn ich kannte sie nicht. – Als ich nach Karessuando vill reisen, gesellt sich nun dieser Norvegische kaufman Knobloch zu mir – er weiss ich bin mit meiner kasse sehr eng, ich gehe darum zu fusse, weil ich die reise nur wage – und umgiebt mich auf der reise mit seinen schlingen, spricht an den bauern, dass ich geld genug habe, und dass MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-281 sie wegen gewinn nicht zu fusse führer werden, ich musste ein boot nehmen, um mit der Norveger besser es zu reisen habe – er band seinen pack zu den meinigen, ich musste es leiden und bezahlen, weil er mir brod gab, wass ich nicht hatte und doch brauchte – es war ihm gewiss gut zu reisen, es kostete ihm kein skilling – ich will dergleichen andremahl meiden. So stille langsame menschen in Muonioniska, man sage nicht es lebt unter sie mehr freundschaft, als anderen lebhaften sie sind zu strumpf dafür – es wohnen da ihre 5, einer ist mit andern dass sie sich sprechen doch ncht dass sie vergnügen davon könnten haben – – zwischen uns sagen wir einer den andern wass uns gegenseitig nicht gefällt und darum sind wir gut mit einander – diese sind scheu es zu sagen in dass gesicht und darum schimpft einer hinter den andern, ich hörrte kein zufriedenes wort von sie. –

    Nach Ylikylä ist eine meile – dass dorf liegt schön unter einen Vaara – bis Kätkensuando kylä 2 meilen, fuhren wir auf boot, es sind zwei Visanto koski, dann Nojan polaa koski. – Kätkensuando war eher eine Lappenstele wie der Name zeigt, es waren 3 schwere meilen bis Palojoensuu – es regnete die ganze strecke, bis zur haut war ich nass, zum glück waren an polo fluss zwei weiber, die Rennmoos brachten, sie übersetzten uns auf dass andere ufer, heizten gleich die stube und wir trockneten die kleider. – die erste meile nach Kuttasis ist mein Ideal von einen schlechten weg wir hatten kein führer, gingen längst den strand nach gutdünken, schlupfen und kriechen war unser loos.

    Dass übrige wurde gefahren bis Karesundo.

    Von Saunavaara bis Palojoensuu fuhr ich durch Lapponia Silvatica, wo Abies wackst, ich passirte viele höhen, die Montes subalpini genannt sind, weil ihre hohen kahl sind und wegen hartes kälte nichts wachsen kann. Nun bin ich in Lapponia subsilvatica pinetis gaudente sie geht hier bis Enontekis kirche, de ganze gegend um Enare bis nahe an Vadsöe ist unter diesen strich – man findet sie dann auch in Altengard, in Malangerdalen etz.

    Regio subalpina betulam albam tantum alens reicht etwass über kautokeino, und findet sich längst den fjorden auch geht sie längst Alten fluss bis Altengaard.

    Regio alpina inferior, salice glauca etz. ornate (nec non montes subalpini) dehnt sich höher, bis alpium Jugum könnt MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-282 wo nichts mehr wachst, und über die nur noch etliche höhen sind, die limitem nivalem excedunt und eis haben.

    Laponia Silvatica fangt von den bogen an, der von Saunavaara über Kihlangi und Langnäs (unter Jockmock) gezogen wird –

    Laponia subsilvatica geht über Ivalojoensuu, Palojoensuu und Gellivaare. – Regio subalpina von Warangenfjord über Kautkeino – ich kann diess in Mappa botanico Geografica Lapponia a Georgio Wahlenbegg construita sehen. – Sie ist mit der flora Lapponica von ihm. in Berlin gedruckt. Ich fragte Laestadius wegen  den  gebeinen in  Kittilä alten begräbniss ort, – er meinte in Tromsöe fand man auch so grosse gebeine, und die Lappen haben auch traditionen von grossen leuten die hier ureinwohner gewesen – alleine geschieden wohnten, und Lappen fräsen, doch glaubt er, es waren Sveden und Norweger, weil sie in panzer und helme mit langen schwertern gegangen sein – am meisten hatten lappen von Karelen viel zu fürchten, sie kamen auf streifzüge und vernichteten viele lappen – welche sich nur zuweilen durch list helfen konnten, sie bestiegen zuweilen berge, wo der leichteste weg hinauf war, schütteten sie nach sich wasser dass es fror, nahmen dann hinauf viele holtzstücke mit sich, und zeigten sich so ihren feinden, als die den berg stürmen wollten und gut vordringten, so liesen sie die holztrümmer hinabrutschen und tödteten viele. Von solch einem Kader Anführer wird erzählt er wäre ganz im kupfer gezogen gewesen und der bediente musste ihm speise geben, ein lappe isak Päiviö der berühmte bogenschutz der guter schutz war, versteckte sich, und schoss ihm in gaumen als er die speise in mund nehmen wollte, die andern Karelier wussten nicht, von wo der pfeil kausme, glaubten den bedienten mörder zu sein, tödteten ihm, wurden unter sich uneinig, stritten und wütheten unter sich, als sie von den Lappen angefallen und getödtet wurden. – – ein andermahl hatte eine schaar von 400 kareler einen gefangenen lappen zum führer, sie fuhren mit schiffe längs einem fluss, des abends hielten sie auf einer insel in See, um zu übernchten – alles schlief, auch dass lappen wache, so nahm dieser die boote und überführte sie auf den strand, mit den letzten MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-283 als er weg war fing er rebell zu schreien, die Kareler schwammen nach um ihm zu fangen, doch tödtete sein beil sie – in 8 tagen starben alle Kareler vor hunger, doch die weiber die sie mit sich hatten erscht den 9ten tag.

    Kareier nannten sie Venäläiset – wegen diesen vielen vorigen Verfolgungen sind sie jetz auch noch viel furchtsam – in Sommer sehen sie wo einem fremden, so laufen sie davon und wenn er ein lappen zum führer hat, hat man zu trau zu ihm.

    Es wurde noch viel gesprochenen, er meinte diese jetzige lebensart ist nicht unser Naturgemäss, darum ist dass vorige schöne menschengeschlecht gestorben, und der starke nordländer verschwunden, nur in Dalcarlien hat er zuweilen dergleichen Manner gesehen – – ich bedauere diess verlorne nicht viel wir bedarfen es nicht so viel mehr – die ursachen sind wohl, dass der knabe zu früh an schwere arbeit gezwungen wird – und die verlorne freiheit, eher war der Nordman von nichts herr, von nichts unterthan, wo er kam war er zu hause, nichts war wass ihm dass haar geekrümmt hätte. – Geistige anstrengung hat der bauer nicht so viel, dass es seine körper evolution hemmen sollte. Eine wahl und bildung in den lebnsmitteln, kann einem bauern auch kräfte nicht nehmen. – – Er erzählte, als Karl der 12te einst ein bären schiessen wollte, und man ihm nicht aus seiner höhle bringen könnte, ging ein Jäger hinein, und zog ihm bei den Ohren heraus, diess würden jetzt wenige thun. – Von einem finnen hörrte er viel erzählen, der vor mehreren jahren viele solche heldenstücke that: auf der Markt von Kolari brachte er brantwein, er brachte ihm über maas darum wollte ihn der Ländsman confiscieren, er brachte mehrere menschen,  die dass fass wass 120 kannen haben konnte abhoben und fortbrachten, es ging ihnen sehr schwer und sie ruheten, da kam der finne nach, schleuderte sie zur seite und nahm sein fass und trug es selbst auf den wagen zurück, wo er dann jeden mann mit ein schnaps tractierte.

    Weiter kam die rede auf die Maahiset. Die Lappen glauben dass es unterirdische Menschen oder geister giebt, die ihre fische ihre ren und küche heerden haben, und die sich dem Menschen MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-284 durch die herden glocken, oder durch gespräch auch communicieren können. – Seen wo die Maahalaiset ihre fische haben werden Saivio genannt, es sind Seen wo kein anderer fangen kann als der schweigt, der Lappe kennt diess, doch nicht anderer es sind immer mehrere mineral quellen in solchen Saivio wodurch dass wasser leichter wird und der laut leicht  penatrieren kann, darum hört der fisch den laut gleich, und entlauft, heerden kann man so fangen, wenn man eisen besonders stahl über sie wirft – doch man diese selten, man hört nur ihre glocke, so war Kohlström in Jerisjärvi fischen, und als er auf einer insel in die fischer hütte mit die übrigen leute ging, hörrte er die glocke mit allen andern leuten. Sie gingen hinaus etwass zu sehen, doch war alles verschwunden – Laestadius glaubt diess auch – er glaubt wenn ein Mensch zu viel an menschlichen an irdischen güter hängt und mit dieser liebe, mit den gedanken stirbt, so wird diese eine fixe Idee, ein crucisatus weil er nicht befriedigt werden kann (wie ein verliebter, der dass mädchen nicht besitzen kann, sie wird ihm eine fixe Idee, und er hat crucatus davon weil sie dass ist) – so glaubt er dann dass diese seelen dann die heerden, oder den menschen umgeben, und in sein inneres sich ihm wahrzugeben versuchen – wie sie durch artes Magicas viele dem Menschen  ich offenbaaren thun – – wir kamen davon auf die artes Magicas der hebräer, finnen und Lappen, – wie dem könig Saul die Magierin den Samuel erweckt, wie er sein geschick erfahrt – wie sie die bösen geister, die die hebräer für gefallene Engel hielten austrieben wenn sie durch besessung einem krank machten, und wie diess die Lapisehen Nojat mit den krankheiten, die man von besessungen der maanalaiset, manea (durch seelen der verstorbenen) bekommt, durch ihre worte und künfte curieren – Laestadius ist ein denkender Mensch, er hat kein aberglauben, er empfehlt mir des hofrath Jung Seelen lehre zu lesen – er schrieb auch Declarationem revelationis Johannis etz. – Svedenborgs schriften waren in Sveden bis jetzt verboten – nun sind sie doch erlaubt – unter den Engländern hatte er viele verehrer. – es sind tiefe sachen – man kann aber den magnetismus, die electricität, die gravitas communis etz. auch nicht begreifen, und man muss sie doch glauben – so kann man nicht sagen quid ratio comprehendit id tantum credendum.