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Finnlandi Úti Jegyzetek – 18. füzet: Kuusamo–Sodankylä
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MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-223
Finnlandi Uti Jegyzetek
18 füzet
Kuusamo – Sodankylä.
inom Kemiträsk socken fins Insjö kemiträsk circa 108000 fannar ifrån bottniska viken uppför Kemi Elf dit den faller sitt vatten. Längden är 15000 famnar och brädden 3000 fam. med alla dess vikar imhåller hon i areal 57, 600000 quadrat famnar – djapleken år 4 a 5 famnar efter medeltal.
MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-224
19 Juni
Kuusamo Pastorat
Zu wass kann mich diese Naturumänderung führen – ich glaube zu nichts – man hat hier keine Nacht – ich schlafe darum, wenn es mir einfahlt. Von 14 bis 17ten war ich die Nächte auf reisen, den 17 Nachts hatte ich so heiss, dass ich kein auge schliessen konnte, – diese letzte nach legte ich mich gar nicht – ich hatte genug zerstreuung in lesen und schreiben. ich bin schon so gewöhnt auf den bauernbänken und boden der Kähne zu schlafen, dass ich mich unheimisch fühle in einem ordentlichen bette – so lange ich in Lappland bin, will ich mich gar nicht zwingen dazu.
In jahre 1750 war folkmängde 1208 – in jahr 1835 waren 3924 bönder på egna Hemman 290, pa andras hemman 13, nybyggare 12 – torpare 6, arbetsföre inhysesmän 888 – 2 murare, 1 smed oägta barn under 15 År 30. fattige af rota 85 – Bondestan det 3900, Larostandet 1, Standspersona 7, alle andra 16
Tabell öfver födde 1839. Födde 138, döde 49, vigde 19 oägta barn 3 kirchen buden zur nächtlichen beherbergung der Kirche besucher finden sich hier auch sonst ist das ganze liskon kylä voll mit fremde.
Die bauern sind in allgemeinen wohlhabend, ihre reinlichkeit und hübsche bauart zeigt diess schon. Ihre grössten einkünfte sind der gesaltzne Sik – sie fangen ihm unter dem eis und bekommen 3-4 rubel für dass lisspund – schon Monat November kommen die Russen, besonders von Uchtua by und accordieren mit den bauern, alles was du fangst verkaufst du mir ist der accord, er giebt ihm dann 30-40 rubel in voraus und kommt eine woche vor Jul wieder her, so führt es dann seine last auf die Märkte von Sungu 3 tage nach Jul hat man hier in Kandoniemi auch Mark, doch sind fischgeschäfte meistens schon abgemacht, die Russen bringen hamf und lein her und kaufen fisch und rennthierfelle, brantwein bringen sie auch doch ist es verboten – Seit 10 Jahren hat man diese Märkte es kommen 100 bis 200 personen. – In allen seen von diesen Kirchspiel fangt man Sik, doch den bessten in Kuusamo See, der Tärangi sik ist delicatess – der See ist klein kaum 5 verst in circuitu, liegt gegen süden von priesterhof, ist ganz in des Priesters eigenthum. – er ist gross von 1 bis 2 fuss länge, wenig breit – mehr compact MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-225 10 bis 3 stück machen ein lispund aus – es werden ungefähr 15 bis 20 last von hier geführt, ein last hat höchstens 40 lispund. – Muikor fangt man auch sehr schönen aber wird nicht auswärts verkauft, die tonne kostet 10 rubel unter den bauern – Muikrom wird weggeführt – Lacks ist klein, taimen artig immer. – Vogel und vogel feder wird auch an Russen verkauft. – Vogel fangt hier durch fallen für eigenen gebrauch trocknet man die brust (linnun takkää) in der luft und hebt sie auf durch dass ganze Jahr, all fleish bereitet man hier auf solche weise, man saltzt es ein bischen und lasst es durch 6 wochen auf der luft hängen. – Auf dieser reise sah oft neben den Wasser auf bäume gehangene Nester für Vogel die bauern thun sie hin – und wasser vögel niesten sehr häufig darinn der bauer niemmt dann die eier und verkauft dass stück für 5 bis 10 kopek – weil hühner der bauer hier nie haltet weil sie meistens korn fressen so kosten sie ihm zu viel, nur der pastor hat etliche hühner. – – Butter zu bereiten versteht man nicht so oekonomisch wie auf andern orten, 1½ lispund ist dass höchste wass man von einer kuh bekommt. – Doch von Rennthieren kann jeder bauer Jährlich bis über 100 rubel einnahme haben er führt zu 10 stück nach Uleaborg – bekommt für dass lispund ein riksdaler banko, und die haut kostet auch bis 5 rubel – dass meisten hat 5 lispund ein Ren, diess sind aber Ocksen.
Die Oekonomie der bauern ist sehr wenig 8 bis 13 küche dass meiste, höchstens 20 schafe und 1 pferd –, die meisten säen 1 bis 3 tonnen frucht, der reichste 7 tonnen – davon hat er zuweilen durch 7 bis 10 Jahre kaum eine tonne ernte – dass er jährlich die saat, die er wieder verlieren soll, kaufen muss, und doch bleibt er neben ackerbau und arbeitet viel darauf – es ist – dass wenn er nach 7 schlechte Jahre 2 gute Jahre bekommt, er seine kroneschulden, die in korn gegeben werden müssen bezahlen kann, und zuweilen dabei noch reich wird – – er ist zu tannenrinde gewohnt, dass er zuweilen sein Magazin voll mit korn hat, doch nur zuweilen es als brot geniesst, es ist nur für gäste und auf feiertage. – das höchste sind 15 korn in acker, zuweilen in svedje auch 30. – Der pastor bekomt für tionde, wass ungefähr der 30 theil der ernte sein kann 50 tonnen. – Er ist so rein, noch reiner könnte ich sagen der Kuusamoer bauer als der Savolaxer MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-226 er spricht mehr gerne wie dieser, hat mit ein wort ein mehr gebildete aussehn. – Der priester hof liegt auf einer erdenge zwischen den Kuusamo und Tärangi see, der boden ist nieder, sehr gut für felder, er hat nahe zu 20 tonneland felder, 15 küche, 5 pferde, 25 schafe hat er heu – vor zeiten waren die zwei wasser so hoch, dass sie über die erdenge durch sümpfe communicierten – Der grossvater dess jezigen pastors liess dann ein graben von etlichen 30 klafter graben, und verbanmd beide seen – er hatte in diesen Canal gute Fischerei – als nun 1805 der pastor Castren mit den ganzen Kirchspiel die forsse Muokoski etz. die die Wässer des Kuusamo See ableiten graben liess, viel Kuusamo See sehr viel, Tärangi See leitete seine auch durch Kuusamo ab, er fiel über 2 klafter, und die erdende, ist die schönste und fruchtbarste in ganzen Kirchspiel, man bekam 2000 sätor heu aus den getrockneten plätzen (10 säta (ruko) auf ein last) – Die Kuusamo wässer mit Ylilampi, Muojärvi, Kirpist mit mehrere andere kleine wässer wurden in 2 directionen durch Kusingi und Oulango flusse abgeleitet in pjaro See,
Ländsman Planting sagt – per medium ist der verkauf in Kuusamo socken
federn jährlich bis 130 lispund Ren fleisch 560 lp Muik Rom 70 lp Laak rom 70 lp Siik 14 lp renhudar 450 Smör 1200 lispund Talj 230 ~ Potaska 260 ~
bewohner Ren küche schafe pferde 1 Utsjoki 356 15,000 100 250 – Enare 562 3200 120 450 15 2 Sodankylä 1380 300 200 200 50 Kittilä 1069 300 150 150 50 3 Enontekis 327 – – – – 4 Kuolajärvi – 1200 – – – 5 Kuusamo 3924 3280 2665 3220 410 MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-227
In sitten ist nichts besonderes – kekri ist nicht in so grosser feier wie in Hyrynsalmi – Päsk och Joul, man hat nur kirchliche feste Kantele wird auch Kannel genannt, man hat sie genug häufig – man tanzt doch immer nach Violin – dass gewöhnlichste ist hopp wals, auf jeden bein hupft man 3 mal, und weckselt mit den andern bein, die musik ist wals, man tanzt in drehen wie wals und sind immer zwei – Longan man stellt sich in Colon wie in anglaise, Mélkutin zwei halten sich an einer hand, und gehen mit Ungarischer figur vorwärts – – Der Pastor erlaubt, nicht wenn sie auf zwei feiertage zur Kirche kommen, dass sie viel tanzen, sie trinken dabei auch sehr viel. – Renthiere ställten sie eher gerne, nun nach mehreren strafen hört man nichts.
Nach pfingst trieb man zuerscht die kücke hinaus – zuweilen können sie zu Johanni noch nicht hinaus – bis ende September gehen sie aus, doch ausserst selten so lange. – Nach pfingst hatte man auch noch Schnee auf vielen orten. – Doch säete der Pastor schon den 18 Maj. – die möglichkeit ist, dass er 4 vochen vor dem er denkt zu säen, auf dem schnee der felder, asche säet, wenn er auch halbe klafter tief ist, nebst Sonnenschein friesst er ihm auf – die diess nicht gut verstehen bekommen missväxt Jahr. – Man erntet anfangs September – man säet aber auch nun noch – zwei wochen nach Johanni, hat man heu ernte. – Mit anfangs October fallt schnee. – Renmos hat man nicht so viel dass küche und schafe könnten bekommen.
Der pastor haltet nun skriftskola es sind 160 personen da von 16 bis 22 jahren – ich hörte sie vorgestern in ihren examen – die Mädchen haben alle eine mütze (korvalakki) auf – Sie werden zu Johanni das Abendmahl empfangen, von 160 können vielleicht 60 tauglich dazu werden. Sie sind schon 6 wochen hier, haben täglich von 9 bis 10 Gesang stunde – bis 1 wird ihnen mittelst fragen und antworten die schrift erklärt – nachmittag von 4 bis 5 wieder gesang und so erklärung des Pastors – Sie wohnen in den gebäuden der Kirchen versammlung – (Kyrkon huonet) – Die Ceremonien bei empfangung dess Abendmahls: sie tehen um den Altar und werden vor der ganzen versammlung examinirt – sie lesen und müssen auch auswendig auf fragen antworten können – so haltet der Priester eine Rede von altar MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-228 die Confirmations rede, sie bekennen sich zu Gott, vor der versamlung und sagen den teufel ab – so kommt die Eucharistiens rede, darnach fangt der Gottesdienst an, und zu ende bekommen sie dass Sacrament. – Kylänluku haltet man hier März und nach Johanni. Manche bauern denken recht gut – mit Ländsman sprechen etliche sie meinten dass kann nicht ganz wahr sein, dass Christus eine andere person wäre, als der Vater.
24 Juni
Utazás Kemijärvibe
Kuusamo Pappila Nissi 1 mil Aikiniemi 1 Moisanen 1 Kuontijärvi 3/4 Kesäniemi 1 Patosalmi 1 Maaninga 2 2/4 Pitäsi Kemijärvi Karhunniska 1 Räisälä 2 Lehtola 1 Kemijärvi Pappila 2 14¼ mil
Der Ländsman in Kuusamo hätte mir nach der verkährten verordnung seines Gouverneurs einen schlechten Spass spielen können – er schrieb mir ganz höflich – in dem mein pass in Uhleaborg nicht wisirt ist, und nach verordnung der Gouverneurs kein Ausländer ohne ein Visa von deren ort, in diesen Gegenden reisen kann – so möchte ich die gewogenheit haben eher nach Uhleaborg zu reisen, und so wenn ich will nach Kemijärvi. – Als ich zu Gästgifver schickte um einen mann nach Kemijärvi, versagten sie mir ihm, weil es der Ländsman nicht erlaubt. – Ich nahm mir von Pastor zwei knaben die in Skriftskola da waren – als die hustru von Gästgifver kam, und meinte der Ländsman hätte auch gesagt, wenn ich andere führer nehme dass es mir frei sei, wo hin ich will zu reisen – – er wollte litteram legis servare. – – Der weg führte über Sandhöhungen, war trocken wie ich noch keinen ging – es war dr Winterweg ging breit und eben, dass ich mit kärra gut darauf wäre gefahren ich könnte kaum glauben, dass es eine meile sei, als wir nach Nissi kamen – auf andern weg, der sich krümmt in allen windungen, wie eine schlange, ist der name eine meile wohl zuweilen MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-229 ein maastab für 2. – Ich freuete mich als ich von diese knaben los konnte werden – ihre vielen theologischen fragen und discurse sequirten mich viel. – Der bauer in Nissilä soll sehr reich sein – er wohnt ungeheuer hoch, darum können ihm frosste sellten erreichen – er hatte auch mehrere kammern mit frucht gefüllt – doch klagte er wegen mangel an fische – sonst zeigt seine wohnung eben, nicht sehr viel wohlhabenheit. Seine körprgrösse ist eine ausnahme, von der gewöhnlichen der Kuusamoer bauern – doch war er gesprächig wie alle andern – auch die weiber sind ganz frei, nicht für finnische zu erkennen – die in Aikiniemi sah zu erscht in mein leben – und wie waren sie mir vertraut. Der weg nach Rukatunturi war viel beschwerlich, umgehackte bäume lagen uns zu allen seiten in weg, sie dienten in Winter mit ihren Moos zur speise der Rennthiere. Man erzählte mir so viel von der Lappenhöhle – ich wollte sie nicht versäumen – der tunturi ist wie alle finnische erhöhungen kuppelähnlich – er ist der höchste in der gegend – ein fast unbesteigbares stein mehr umgiebt sein fuss – steil, in die luft ist der gang zur höhle – sie liegt gegen süden, und ist ein merkwürdig von Natur schön gearbeiteter Adler käfig – von ungefähr 5 fuss höhe – eine menge vogelbäune bedecken den boden, ruinen seiner beute. – Der Pyhävaara ist nicht so hoch – er liegt aber freier und schöner von drei seiten mit See umgeben – Seine Aussicht zeigt sümpfe ungeheure Waldungen und Seen, doch ein chaos ohne reitz und deutlichkeit nichts schönes – die pata hat auch nichts von opfern, zu sprechen – sie geht schieb in den steinberg, von Norden, von 4 fuss tiefe – unter geht ihm eine gleiche höhlung in dass quer – von Natur kann die scharfe kante des runden orificiums kaum sein.
5 meilen bis Kesäniemi ohne ruhe auf füsse zu sein begreife ich selbst nicht – es ist doch geschehen – hier wohnt ein Lautamies – nur der alte Vater war zu hause – er setzte sich neben mein lager auf der pank und erzählte von Kola, wo er oft war – es ist die erste frage fast dieser leute, immer, dass sie nach mein alter fragen. – Die schöne Ruderinn darf ich von hier nicht vergessen. Wie auch die von Räisälä und Lehtola – die neugierde der leute, liess mich wenig ruhen – sie sind lebhaft als wären sie keine finnen – ihre kleidung ist rein, und sehen MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-230 sie ein fremden kommen, so putzen sie, und bringen alles in ordnung, dass es ihm nicht zuwieder wird bei sie zu sein – sie sind höflich und suchen den fremden sogar zu unterhalten, auch sind die ruderer immer in ihren festkleid – Dass mitä kuulu ist ein merkwürdiges wort bei sie, besonders in Kuusamo – es wird für eine beleidigung des fremden gehalten, wenn die hausleute dass ihm nicht sagen, man kann zuweilen hören „sika mixet olet vieralle sanonut mitäskuulu“ – es ist die übertriebene bescheidenheit des finnen unter fremden die ursache, die diess so in mode brachte – die antwort ist immer ei mittään – hat etwass zu sagen so kommt diess erseht nach dem zum b. palanut an minun huonet etz. – es ist lächerlich, wie dass Svedische huru stå det till – die antwort ist auch immer mycke bra, darnach kommt erscht, man ist krank oder andere sorgen.
Die Gegend von Kemijärvi ist die schönste die ich bis jetz in Finnland sah – hohe blaue berge umgeben den länglichten See, – während die flachen ufern des Kemi stromes, mit den lichten jugendgrünen wiesen, freude in das auge strahlen – leichte buschpartien geben eine schöne abwechslung. – Der pastor schlief noch es war 4 Uhr, alles war still, pferde weideten auf den hof. – Ich wohnte bis abends bei ihm, mit besster gastbewirthung ich will es nicht vergessen, ich ass bei ihm die besste Eierspeiss und bessten Sik. – Seine wohnung ist neu und sehr geräumig. Es ist kein Laplands Pastorat, darum auch besser wie die andern an ihrer seite – – Ich wollte bis Sonntag zur Kirche kommen um von volk profitiern, es war mir nicht gelungen, doch sah ich in den überfahrnen höfen, es ist schöner, wie dass in Kuusamo – hat bessere kleidung, doch gleich gebildet – fisch haben sie guten, doch verkaufen sie nicht so viel wie die in Kuusamo – Ackerbau sieht man längst da Kemijoki viel wo gewöhnlich 4 bis 5 höfe auch neben einander wohnen er ist hier gewiss mehr, wie in Kuusamo, weil sie so viel frosst nicht haben – von 1813 bis 30 sollen sie immer gute Jahre gehabt haben, nach des Pastors aussage – von 1830 bis 40 MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-231 hatten sie nur 2 gute Jahre, darum sind sie nun arm, und ich fand nicht in einen hof roggenbrod während ich es in den unter Kuusamoer höfen bekam – – Wenn sie auch frosste haben, so bekommen sie doch den samen gewöhnlich – der boden ist gewöhnlich thon mit mylla gemengt doch viel steinig – zuweilen sand – aber trocken – giebt das zehnte korn in acker – ein bauer in durchschnitt kann 50 tonnen ernte haben. – Man säete den 20 Maj. Von Ackern geht der schnee gewöhnlich weg – wo ihn der wind aufhäuft braucht man asche – mit ende August erntet man wenn kaltes Jahr war, zuweilen mit mitte September – dass man in 7 wochen säet und erntet, geschieht in 100 Jahren einmahl. – Wiesen hat man längst den Ufern des Kemiflusses sehr viel – es wurden da prächtige Colonien schon sein, wenn der fluss mit frühjahr nicht so ungeheuer anwachsen würde, dass er alle gegenden überschüttet – zu 2 klafter steigt er gewöhnlich – doch hat man auf diesen orten frische wiesen, warum man viel mehr küche haltet, als in Kuusamo, auch pferde verkauft man mehrere nach Torneo. In durchschnitt meinte der Pastor hat ein jeder bauer 18 küche der besste 30 – doch sind mit butter dann entreprencurs unter sie – sie kaufen aus Kuolajärvi allen butter, reisen auch nach Lappmarken – und führen dann ihre sehr stark belasteten boote nach Torneo oder Uhleaborg – so thun sie auch mit fische. sie kaufen von den nachbarn zusammen, und machen die reise und werden reich, während ihre nachbarn zum beispiel in Kuolajärvi und Sodankylä, arme teufeln sind – dass nehmliche ist mit leim von Renhörner, das lispund kostet 7 riksdal. – Weiter Vogelfedern und kalb und Renhäute. Auch von wilden renthieren, und wass sie weniges durch Jagd von übrigen wild bekommen füchse eichhorn etz. – vielfras vernichtet hier viel wild – kann man ihm bekommen so kostet sein fell 8 riksd. – Svedisches geld hat man hier in allgemeinen weil aller handel nach Torneo ist. – – Rennthiere hat man sehr wenig 1821 war die erste seuche 1831 die zweite, und seit dem hat man sie fast alle Jahre – sie tödtete viele tausende schon und darum geben sich die bauern mit Ihrer zucht, wie auch in Sodankylä nicht mehr ab. MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-232 Die bauern nennen die Krankheit Pest (rutto oder Loukkaus) Die Doctoren Mieltbrand auch in den südlichern theilen bekannt – sie bekommen inflammation (eine Ass) auf einen körpertheil und in etlichen stunden sind sie tod – pferde und küche bekommen diess selbe, auch menchen wenn sie unvorsichtig sind.
Kemijärvi ist nicht Lappmark, die bauern haben keine Lappische privilegien wie in Kuusamo – doch sind sie es in der nun gechiedenen Kuolajärvi Kapell, man nennt sie lappska nybyggare, 1839 in Sommer bekamen sie ihren priester, und man nennt sie, die Lappische Kapell, sie können 900 Menschen sein auf 70 hemman – bis Lehtola war mein Kytimies, einer von dieser kapell – er war unter dem Kirchenvolk mit dem ich von Karhunniska kam, ich will die fröhlichkeit dieser leute nicht vergessen – sie waren Sonnabend schon von hause gegangen um mitwoch in der Kirche zu sein, die 5 meilen weit von sie ist.
Folkmängen in 1835 war 2716 – Bönder på egna Hemman 177, nybyggare 2, torpare 6, Inhysesmän 48, bonde drengar 425 bonde gossar 30 oägta barn 27, fattige af rota 37, af fattigkassa 11 – – År 1839 födde 94 – döde 18 vigde 14 – oägta inte. – mit Kuolajärvi zusam ist diess.
Tietäjäs hat man genug – doch sind sie nicht hier so angesehen wie sie in süden ein Renomèe haben, von Kuopio und Uleaborg kommen zuweilen reisende bauern, die nach Utsjoki oder Kuola zu tietäjäs gehen – sie bekommen guten brantwein zu weilen etwass mehr auch, so wollen sie diesen glauben der leute dann auch nicht zerstören. – Der glaube ist, dass die krankheiten, von schlechte geister, die den menschen besessen haben herrühren – Die tietäjä bringen die kranken in Kirchhof sagen da ihre beschwörungen, und es ist selten, dass die furcht die geistes erschütterung des Kranken, nicht gute wirkung hätte. Die strafe eines Tietäjä wenn sie in Kirchhof bei der nacht gesehen werden, sind 50 rubel – wenn er von einem toden etwass nimmt, todes strafe – doch hat man noch MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-233 keine execution dieses gesetzes – sie können es gut verneinen immer. – – Vor ein Jahr, war von Limingo ein hinfallender nach Russischen Lappmarken, durch Kemijärvi gereist – jene haben schlechten religions unterricht, kennen nicht lesen, – sind noch wahre heiden, so haben sie wirklichen Enthusiasmus – ein berühmter tietäjä hier heisst Korja (Johan)
Sie curieren die verschiedensten krankheiten – ihre Medicin ist beschwörungs gesang, den sie mit knirschenden zähnen und starren blick in ein trunk reines wasser oder brantwein sagen mit dem letzter wort bedecken sie mit der hand diess getränk damit der geist der worte davon nicht entlaufe – bringen es zum mund des kranken, der es trinkt, und er wird gesund. Der Sohn des pastors hatte lange zeit skab – die medicin des Doctors half nichts – so brachte man ihm ein tietäjä – er liess frisches wasser von fluss bringen, setzte ein klein bischen kalk hinein – murmelte darauf seine worte, und benetzte den kranken kopf auf etlichen orten – in drei tagen war er gesund.
Der bruder des pastors erzählte von sich selbst: er hatte lange zeit skab – der tietäjä führte ihm in die Kota, nahm wenig glut auf sein tulikuppi, blass darauf dass der svefel wenig rauchte, und murmelte seine werse – der kranke schauderte und zitterte über seine gebärden – darnach wurden etliche kranke stellen mit diesen svefel berührt, und skab war in etlichen tagen verschwunden – (der sulphur rauch führte zur betäubung und erschütterung nur mehr bei)
In blutstillen, wenn sich einer hackt etz. sind sie auch meister, er dunkt sein fingernagel, in dass quellende blut – besieht dann denn blutigen unguis und spricht darüber, und der kranke hat sein blut gestillt.
Mellenius hier in Sodankylä, hatte wunde Nase durch 2 Jahre – er wurde in Hellsingfors curirt, trank brunnen, doch wie mit den Winter die kälte kam, so war die wurde wieder gebrochen – der tietäjä hier in Sodankylä, liess fluss wasser gringen, murmelte so fürchterlich, dass Mellenius in Ohnmacht fiel – seine Nase fing in etlichen tagen an zu heilen, und es fehlt ihm nun nichts. Landets skönhet och inbyggarenes enfald och rena jeder ger detta kapell ett wisst romantiske intresse – wie ein Kanaan der fische ist Kuusamo angesehen. MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-234
In Sodankylä ist der glaube: der teufel tragt den menschen seine dienst und will ihm so verführen – von Torvinen erzählte der alte Kantor, er lag in wald bei den feuer als zu ihm en mann kamm mit seiner grösse ragte er über alle bäume, er fragte Torvinen ob er keinen dräng brauche – doch dieser hauete ihm mit seiner hacke und tödtete ihm, in seiner gilet tasche fand er eine halbe tonne kupfer müntze etz.
Die Heurathen werden in Komijärvi gewöhnlich mit tanz gefeuert, 2 bis 3 tage giebt es tanz und dann offerieren die gäste dem brautpaar eine gabe für die bewirthung – hier haltet man tanz nur dann wenn man geld will haben – sonst geht man von priester in stille nach hause.
Kemijärvi scheint hinsicht ihrer sprache und seinen bauart, Österbottnische Colonie zu sein, es ist auch naturlig dass sie von da kommen mussten – Vegelius sagt von den gegenden von Muhos. – Dies in Sodankylä ist ein schreckliches scheusliches Volk. Folkmängde 1835 in Sodankylä Pastorat 2450 bönder på egna hemman (Kittilä 88) 218, Nybyggare (Kittilä 3) 7 Inhysesmän 42 (Kittilä 13) bonde dreng ar 294, grossar 59, – oägta barn 18 fattige af rota 42 (Kittilä 24) af fattig kassa 21 (Kittilä 10). Lappas som hafva Renar 2 Man (Kittilä 2 man 2 quirmor) 3 Quirmor, utan Renar 1 Mann – in dieser versammlung ist nun nur ein Weib, sie heisst Suikki, hat kinder und wohnt in Sombio – der Mann utan renar ist auf rota gekommen – Sodankylä alleine 1381 Seelen Kittilä 1069 –1839 födde uti hela Pastorat bo döde 52, vigde 13 oägta 1. –
Ah diese mücken tödten mich noch – es ist dass scandalösste schreiben der Welt, mit einer hand die feder, mit der andern die waffe gegen sie, doch sich ganz gut gegen sie zuvertheitigen wäre, so viel, als mitterlst, einen degen in regen trocken zu bleiben.
Roggen reift unter 10 Jahr hier einmahl, man säet nur gerst – der Ländsman 8 der Pastor 5 der bauer in gewöhnlichen 3 tonnen – nur etwass wenig roggen wird von den erstern gasäet. Küche hat ein bauer auch bis 25, die leben fast nur von diese, fische hat man nicht – viel – schafe sehr wenig, die pest schadet ihnen wie den Rennthieren.