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  • Finnlandi Úti Jegyzetek – 17. füzet: Kianda–Kuusamo

  • MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-211

    Finnlandi Uti Jegyzetek

    17 füzet

    Kianda. – Kuusamo

    MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-212

    14 Juni

    Kianda

    Ein Martir weg waren diese 6 meilen von Hyrynsalmi – diese unglüchklichen kengät – ich war nahe auf dem mitte weg bleiben zu müssen, zusammen zu fallen – die sohlen sind davon so dick, als von unsern stiefeln dass oberleder es war als ginge ich baarfuss, und 4 meilen so in einem gehen, der schmetz ist nicht zu sagen – ich ging mehr über sümpfe als auf trockenen – man hatte zum steg bäume gelegt auf diesen nun der harteweg – thränen hätten mir zuweilen kommen können, ich konnte den fuss aber doch nicht schonen – als ich hier zu Pastor Saksa, um 5 früh gestern ankam, schliefen sie noch, ein dienstmädchen machte mir geschwind dass bett, waschte die fusse mit branntwein, und ich schlief bis abends 6 – durch 13 stunden. es ist ungeheuer – ich wurde nicht–einmahl munter unter der ganzen zeit es soll fürchterlich gedonnert haben, ich hörrte nichts. – der gute Pastor meinte zuletzt ich könnte bis in mein tode schlafen, und kam herein, ich wurde munter darauf – ich dachte es wäre 10 Uhr vormittag noch. – – Die sohle ist mir so ein empfindlicher theil, ich würde ganz krank auf dem wege, ich hatte fieber, ich hatte herzklopfen, ich konnte kaum zuletz in erstarrung meine glieder ziehen. Ich wünsche mir nie solche reise, in mein leben. Wie wohl that mir diess Mädchen, als sie den fuss nässte – sie ist so gut wie schön, so sanft floss ihre hand über die wunden, –balsam, erquickung war jede berührung – wäre ich ein enthusiast in religiösen sachen, ich könnte sie mit der fuss waschenden Maria vergleichen – grösseres wunder hatte sie wohl nicht gewirkt – als ich munter wurde wiederhohlte sie ich werk wieder, und nochmals bevor ich schlafen ging abends.

    Es war ein fürchterliches Gewitter in Hyrynsalmi den 12 Juni, nachmittag, – die erde bebte, und die regen und hagelströme waren wie strümmer einer vernichteten welt – ein herbst regen ergoss sich zugleicht aus den augen der alten passtorinn – sie ist wie eine aufgeblasene luftpuppe, und der in voller kraft und majestät wegetierende unterleib kann von den runden kristall thränen befruchtung gewonnen haben – es war ein goldregen der Le [...] – alle ihre lebensgeister condensierten sich ich wasser in der fürchterlichen stimme des Donners. – – Ich konnte nicht weilen – ich kaufte mir diese kengät und wie sich der regen stillte stieg ich zu boot – über dein Hyrynsee wurde ich etlichemahl nass – doch hatte ich lichte punkte MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-213 um seine Mahlerischen umgebunden betrachten zu können – eine menge Weiber fand ich in dem ersten Gästgifver – hoh und stark wie Riesinen – Der hof gehörrte schon zu Mäkikerälä dorf, dem wohlhabendsten in ganzen Kirchspiel. – ein Mann und Weib brachte mich den Kianda fluss aufwärts – er hat niedere mit laubbewachsne ufern – dass hohe wasser füllte sie, bis nahe zum übersteigen dass Jugendgrün der birken lachte mir bis ins herz – ich lustwandelte in einem park in der Heimath. – Weiter mussten wir eine strecke zu fusse gehen um zum Gästgifver zu kommen – Wie alle höfe, ist er auf einer erhöhung – er hatte die schönsten felder um sich – die grosse stube war gefüllt von Arbeitsleuten von wirklich raschen gemüth, alle – es war eine schöne familie. Der lautamies aus Kianda hohlte mich ein – unser weg war zum nächsten Gästgivfer zu fusse 15 verst – er folgte mich, und erzählte viel von den Renthier dieben. er kam nun von einem keräjä in Ristajärvi und hatte gutenblick – seine bildung ist religiös – sanft und still und wirkliche politur – fanatiker kann man keine bildung zuerkennen. – Wir überführen den Wuokkifluss, und erreichten den letzten Gästgifver – der weg war meistens noch fussweg – nur zwei schmale gewässer sind zu fahren – dass letzte ist eine bucht des Kianda Sees. Nach dem vielen regen, war der ganze weg von Hyrynsalmi, ein Sumpf, unmöglich wäre es fortzukommen ohne kengät – ich muss sie aber doch verwünschen – Zu wasser hätte ich wohl kommen können, doch hatte es länger gedauert – grosse forsse sind, wie Seitenoikia, vielleicht noch steiler, sie werden nun gegraben.

    Der priester hof liegt auf ener erhöhung von See ein wenig entfernt – nur ein wenig zeigt er über die tannenspitzen seine oberfläche, wie ein Mädchen busen. – in den Charten liegt der name Suomussalmi, wo der Priesterhof ist – zur Kirche fahrt man 5 werst noch über eine bucht. – Pastor Sachsa ist ein gebildeter Mann – schade dass er in diese gegenden gerathen ist seine frau ist still – ihre Güte lösst sich in Wehmuth auf – es ist ein contrast zwischen diesen, und jenen in Hyrynsalmi – sie wissen nicht wass gefühl ist, und haben auch keine Idee von einer bücherbildung. MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-214 Nicht umsonst wohnte der alte, längere zeit in Utsjkoki. – Saksa sprach viel von seinem guten Kaiser, wie er für diess Volk sorgt – es ist wohl nicht schwer in solchen einzelnen gegenden, dass man auf sich nicht reflectirt – er verlor sein ganzes jurudische gefühl – nimmt alles für opera Charitatis – –

    Dass Volk ist wirklich schon arm hier – äusserst seltene Jahre sind es, wo sie nicht tannenrinde kauen – von butter bekommen sie auch nicht viel, nur theer ist ihre rettung. – Selten hat der besste bauer 20 küche und in dem bessten Jahre 100 tonnen frucht – in miss wäxt ist er sehr zufrieden mit 20 tonnen, zuweilen waxt ihnen nur stroh, nicht ein einziges korn – seine saat kann 6 tonnen korn un d 2 roggen in felder ausmachen – in Svedje höchstens 3 tonnen roggen. Renntiere hat man auf der vestlichen seite der versammlung gegen pudasjärvi – in Suolijärvi dorf besonders – ein bauer hat bis 100 stück. – Gewöhnlich müssen sie zu Samen von den Krone Magazinen, oder in Uhleaborg frucht borgen – arbeiten dann mit grösster anstrengung ganzen monat Juni, in Juli wenn sie schon bald die ernte halten sollten, kommt ein frosst und tödtet die ganze arbeit – er fahrt dann mit theer wieder nach Uleo, und borgt zum zweiten, zum dritten, bis es ihm zuletzt gelingt eine ernte 5 bis 10 korn auf eines zu bekommen. Mit jagd helfen sie sich auch bischen – Der lautamies hat dieses Jahr wieder ein fuchsen nest gefunden, es waren 4 junge, er füttert sie bis herbst nun zu hause – voriges jahr hatte er 7, und bekam 150 rubel für die felle. – – Dass die dörfer um die Kirche herum immer die wohlhabendsten sind – und jenige kirchspiele die schon länger ihren Pastor haben von andere auch wohlhabender sind, zeigt dass bildung natur doch bezwingt. Sie sehen mehr auf reinlichkeit, daraus kommt streben nach guten kleidungen, so bischen luxus in steingutgeschier etz. diese sachen lernen sie bischen denken. – Tietäjä hat man kein einziger 1833 grassirte nervenfieber und röttsott, es starben 400 menschen – wo 1838 – 32 tode. 1837 – 49 tode. 1836 – 41 tode waren MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-215 darunter sterben auch 6 tietäjä – alle kunst der langen erfahrung starb mit sie – keine versteht mehr ihre geheimnisse. Runen und Kantele sind äusserst weing bekannt –

    Zu heurath hörrte ich hier die worte besser als in Sotkamo: Nach copulierung komt dass brautpaar in hof des bräutigams, die treten in die pirti und der tallman lesst an der thüre, den Vater Unser oder signesen und etliche werse darnach fragt er: Saisko vieraat yösia – der hausvater sagt: eipä tästä ketään an pois ajettu, saan että tuota – dass brautpaar setz sich darauf mit paljo kiitoxia – auf die frage mitä kuulu matkamiehelle antworten sie nur ei mitään erinomaista, der hausvater meint dann taida olla ruan tarvet matkamiehelle, und so bringt man ihnen, gesalzen fisch, butter und brod – und diess ist der vortisch, darnach wird gleich gedeckt zur grossen feier der hoch zeit.

    Ich ass hier den besten hecht in mein leben – Taimen hatten sie auch, doch ist er ungesaltzen nicht so gut – erdäpfel ist nur mehr gartengewächs – erbsen wachsen noch besser. – Die Mädchen haben hie die reckeln von Nurmis, doch mit viel kürzern leib – auch sind sie nicht so schlank, kein hübsches gesicht kann ich sehen obwohl sehr viele nun in priester hof sind.

    Ganz Hyrynsalmi gehörte eher zu paldamo pastorat – es wurde 1790 geschieden. Der Pastor hatte bis dahin 2 Capellane – ein jeder musste durch dass Jahr 3 reisen in diese gegenden unternehmen – und predigte dann in den stuben bauern sie bekamen so 9 mahl dess Jahres gottesdienst.

    Nun soll ich abreisen – es werden wieder etliche Nächte ungeschlafen durchgefahren – wie eine nachteule flige ich abends aus – als meine beute verschlucke ich eine meile nach der andern. Die täuschung ist wirklich angenehm, in der früh bin ich schon in weit entfernten andern gegenden, die reise war ein Traum. Ich bin nun schon nahe zu mein ziel – 16 meilen noch nach Kuusamo – ob ich nach Muoniska den ritt wage, weiss ich wohl noch nicht – 50 Sved. Meilen wäre kein spass – doch fühle ich schon in voraus mein entschluss – ich konnte mir später ein vorwurf daraus machen – dass ich die lappen schon an mein Ohr sausen hörrte, und die etlichen schritte nicht noch um sie machte. MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-216

    18 Juni

    Reise nach Kuusamo

    Sieht man diese Sümpfe, so ist man unwill kürlich zum aufruf gebracht Suomaa nach bis jetziegen etymologien soll der name Suomi daher kommen – man kann nicht sagen suotu

    Die Gästgifver hatt man in den karten nicht angegeben, ich will sie nicht vergessen

    Hyrynsalmi

    Hoikka 3/4 m Kesti 1 m Alande 1½ m Kianda 1/2 m Suomula 1/2 m Pietarin Vaara 1 m Rondylå 3/4 Tauriala 1 m Lukkola 1½ m Huttu 3/4 Pajuvaara 3/4 Hossa 1½

    Kuusamo Kirchspiel

    Teiriniemi ¾ Salmijärvi 3/4 Murdola 1½ Saivio 1 Poussa 3/4 Jouhtelen 2/4 Vantaja 1/4 Kuusamo pappila 1 m 17 Sv. meil.

    Doch sind diese meilen messungen für Rennthiere, wo man wegen der eile dass bewusstsein verliert – sollen  strassen gemacht werden, wird eine strengere messung wohl mehr bestimmen.

    Meine kengät werden gut mit theer geschmiert, unter dem socken gab man mir birken rinde, und ich war wieder zur reise fertig – den 14 Juni zu mittag – mit seiner ganzen familie begleitete mich der pastor zum entfernten strand – ein bett war mir in Kahn bereit, ich lag vortefflich bis zur Kirche, durch 5 werst. Der Gottesdienst war eben aus – ich ging gerade zum Gästgifver. Das thierische des menschen sah ich nie so auffallend wie da – ich war auf dem hof zum eingang der thüre gestanden – viele menschen kamen nach dem Gottsdienst hieher – auf 20-30 schritte, mit dem augenblick als sie mich sahen blieben sie stehen, sahen und stauenten ganz nach der Natur des Kalbes – still und steif, nach langer weile näherten si sich, und gingen almählig in die stube – wenn ich schertzte, dass ich ihnen nicht schlechtes will thun, sie sollen doch näher kommen verstanden sie es – sie gehorchten. – Einen bauer von Kokkoniemi sprach schon der pfarrer, ich konnte mit ihn ohne unterbrechen 4 meilen durchfahren – es war mir auch interessant mit solchen kirchvolk einmahl zu reisen. – Als ich mit ihn auf dem strand kam, es waren 10 personen in Kahn, man konnte sich kaum rühren – – alles hielt ihre mahlzeit. MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-217 Etliche bejahrtere weiber waren da – sie hatten keine sinnen für weiteres, als für jenen fisch und milch wass sie vor sich hatten – solch ein ächter Natur-zustand ist doch fürchterlich – ich möchte diess ein Rousseau zeigen, wass wurds er dann schreiben. Nur bildung zeigt uns, führt uns zur schönheit unserer natur. Als sie gegessen hatten – machten sie gleiche miene mit jenen in Gästgifver und staunten wass ich für mensch sei – sie bemerkten mich vielleich eher gar nicht. – Der wind war von süden wir spannten ein Segel über den kleinen Kahn dasser es kaum tragen konnte – es  wurde auch selbst getragen, wir fuhren gut. – Ein kleines noch trinkendes kind war an meiner seirte gelegen – es sah merkwürdig aus – sie war in ein schafpelz sack bis zu den kopf gebunden, aber es frierte nicht – andere drei knaben waren von hübscher phisiognomie. – Hie und da auf den Landspitzen sahen wir höfe, mit felder waren sie umgeben. – Von Kokkoniemi fuhr ich sogleich nach Lukkola – dass schöne Volk war eben aus der kirche auch nach hause gekommen, – wenn man sie zu hause einzeln trieft, sind sie nicht so wild, doch in einer grössern masse sind sie erstaunend.

    Ich war so nahe zur Russischen gränze – über dem Maanselkä 14 verst im dass dorf Lonka nur – ich nahm mir ein führer dahin. – Eine strecke fuhr ich längst dem Kulmajoki, bis in die nähe von Lehtovaara, den letzten finnischen hof herüber den Maanselkä – er ist sich überall gleich, auch hier – mit sümpfe bedeeckt ist seine erhöhung allmählig – mit andern höhen gleich, dass er keine weitere aussicht geben kann sein charakter ist: ein wasserscheidender Erdrücken – auf etlichen durch Svedje freigemachten Orten, konnte ich hie und da einstück von ein See sehen – es waren schon Russische–Archangelische Wässer – ein sehr undeutlicher weg führte über unzählige sümpfe, der führer wusste nicht bestimmt den weg wir glaubten schon fehl zu gehen – als sich auf ener höhe eine Kolonie zeigte. – Die Russen wohnen nicht so weit geschieden von einander als finnen – hier sind 4 höfe ganz in der nähe von einander – sie machen dass dorf Lonka aus – sind 37 personen – führen ein mehr gesellschaftliches leben. MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-218 Man kann ihre Colonisation besser verstehen wie die der finnen. geht man von Lonka nun 10-20 werst, so trieft man wieder auf solch ein dorf, wass 15-20 höfe enthalten kann, sind sie sich ganz in der nähe – auf die art, wie wir in Ungarn. Diese 4 höfe in Lonka machen eine familie aus, sie heissen Karjalainen – ein jeder hof einzeln hat dann kein Numero wie in Finnland – er wird nach dem taufnahmen des hausherrn genannt. ich war in 2 höfe der erste war Martiska genannt, der andere Hilippe (Philipp). – Es war noch früh als ich zu Martiska kam – ein weib machte die thüre auf, wir stiegen in die pirti – sie wohnt alleine hier mit einer legion kinder, die auf rennthierfällen längs den boden hingestreckt schliefen – ihr mann ist wegen Rennthier diebstahl in Sveaborg seit 4 Jahren gefangen – sie lamentirte wann sie ihm zurückbekommen kann – sie sprach ungeheuer viel und fliessig, mit mehrer Russischer lebhaftiegkeit, – dass spröde finnische zerschmolz in ihren mund – die weihen tone ebneten den fluss der sprache: linnyascha veaporissa nyeljäsch vuosi dass Ungarische a haben sie in vielen worten – kaikki hatte ich a bemerkt auf dem ganzen weg von Hyrynsalmi schon – diese haben es z.b. an kuiva maata etz. Katzelemaan hepoisia, in der eile verkürzen sie oikan statt oikein – hyvä und jyvä sind verschieden – hyvä und jová ist eins – Doch kann man nur selten, solch ein wort auffischen – diess finnische sprechen sie nur unter sich - mit finnen, die sie gewöhnlich auslachen, sprechen sie ganz rein – wegen den öftern verkehr haben sie gelegenheit auch rein sprechen zu lernen – als ich in den hof Hilippe ging, fragte ich ein Mann nach seinem namen, er antwortete miunko ich weiss nicht bestimmt ob ich es für mienke kann nehmen sie sind so veschlossen sie sprechen nicht gern, myö sagt er, sprechen sie mi aus.

    Die Männer haben ein starken schönen körperbau – ich begreife nicht die ursache – sie sind auch finnen – doch kann man ein finnländer nicht an ihre seite stellen – ein freien hals, eine MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-219 anstandvolle stellung – alle haben schnurr und kinnbart, sind alle blond – aus fell oder sarka haben sie ein kurzen Coftan ohne kragen, der sie sehr gut kleidet – sie heissen ihn palavan. Ihre Weiber sehen desperat aus – sie haben eine mütze auf die Sorrok genannt, gewöhnlich blau ist, und den ganzen kopf bedekt eine form von kalpag – Ihr rock ist ein kleid mit dem leib, wird hinab zu immer breiter, an den hüften binden sie ihm mit gürtel (vyö). Der rock wird Soitka genannt, wenn er aus wolle ist – kosto wenn er aus weisser leinwand, – ihr feiertags kleid – reichere haben doch diesen aus gefärbten wollzeug oder aus seide – ihre ärmel davon sind breit, ohne geschmack. Die Mädchen heben rothes diadem nach den national der Russen.

    Sie sind arm – sie haben nichts zu verkaufen, nur aus handel können sie sich etwass erwerben. – ihre kost sind fische und milch – in Hilippe hof hat man 7 küche 8 schafe, ein pferd keine rennthiere – – Die armen essen viel tannenrinde durch ihr leben – sie haben vielleicht dreifach grössere Crone abgaben als die finnen – und nun hat man ihnen den handel in Finnland auch verboten. – Sie sagten sie haben 300 Verst nach Kemi stadt – nach ihrer Gubernialstadt Archangelsk 800 verst – ich kann es nicht glauben. – Sie können nicht lesen – sie klagten dass sie keine so gute regierung und einrichtungen haben als die Finnen. – Ihre wohnungen sind nicht so geschmackvoll wie die der Finnen – doch sind ihre wohnungen sehr erhöht – zur stube geht man immer über eine treppe – sie sehen wie ein stockwerk aus – die übrigen Oekonomischen gebäude die nicht viel sind – sind entfernt von der wohnung. Sie sind viel schmuziger. – Man könnte nicht glauben solch grossen unterschied gleich über die gränze zu finden. Zur kirche haben sie 80 werst – er ist lächerlich sie zu sehen wenn sie in eine stube kommen, machen sie immer dreimahl kreutz, so oft auch, wenn sie weg gehen, mein führer konnte kaum sein lachen verbeissen, einmahl verrieth er sich stark – doch duldeten die armen die verhöhnung. – Sie stehen in schlechten renomèe, dass man nicht sicher bei sie ist, ich fürchtete mich selbst, und verweilte nicht lange – sie waren viel düster. MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-220 Ich kam über dem Koursmanka See und über Kalamanjärvi es gingen eher durch diese die gränzen – der übrige weg über bis Huttuu war über sümpfe und wald – er hatte viel aufmerksamkeit, er zeigte mir die ersten beeren blüthen. – Auffallend ist die Wirthin in Huttuu, sie ein wucks und gesicht, wie eine fürstinn – ihr gesicht wäre geboren zu einen alt französischen Costum. Wohl ist schönheit immer mit geschmack mit aesthetik verbunden – sie bewirthete mich vortrefflich und rein – und gab mir gegen gute bedeckung – ein Mädchen ruderte mir, ich machte sie aber durch meine freundlichkeit ganz scheu. – Von Pajuvaara über dem Hossajoki hatten wir 10 vasserfälle zu passieren – es waren 2 junge burschen zu meiner beförderung, sie waren zu schwach ich musste selbst heroisch arbeiten. – Von Hossa nach Teiriniemi war fuss weg nur zuletz wäre ein schmaler See zu passieren gewesen – – Wir machten feuer um dass die leute den rauch sehen, dass signal wenn sie hülfe bringen sollen – wir schrien, – doch umsonst – der führer hackte in der eile einen starken baum um, hackte davon 2 stämme – jeden zu klafter lang, slug durch ihre mitte, durchs quer ein starken stock, der sie festhielt, auf halbe klafter entfernung – aus ein andern holz, war ihm gleich ein ruder gemacht – und schwamm darauf zur andern seite. In der entfernung war es, als hätte er schneeschuche auf den füssen – es ist ungeheuer seine gezeigte geschiecklichkeit, – doch war es überflüssig, als er hinüberkam, kam auch der Gästgifver schon mit dem kahn, er war auf fischfang, und konnte eher nicht kommen. – Ich sah bei ihm petäjäleipä zuerst in mein leben, ich wünsche es nie mehr zu sehen – wir fuhren bald nach Salmijärvi. – Es war sehr kalt, nebst stillen Nordwind – es war auch nacht, ich schlief in boot. – auf  dem Salmijoki waren 2 forsse zu passieren er hatte  einen ungeschickten knaben mit sich, der die arbeit zuweilen nur erschwerte – in einem prudel wurde der kahn, schief an ein stein geschleidert dass wasser sprudelte in den kahn, – und ich konnte nicht genug schnell aus mein lager springen, um den bad zu entgehen der kozen um mein körper that gute dienste – es war zu nordens näktergal (satekielinen) klafte in den gebüsch – MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-221 kalt, nach dem schlaf wollte ich keine entblösung, ich hatte darum nicht lust selbst zu arbeiten – ich stieg an dass hohe ufer, die andern bemüheten sich über dem strom. Dass wasser dampfte und dichter Nebel bedeckte ihren gewundenen lauf – es war ein finnischer frosst, der geraubt hätte des ackers segen, wäre schon mehr reife darauf. – Von Salmijärvi war nur kurze passage zu wasser 15 werst waren zu fusse zu gehen – sümpfe waren wie gewöhnlich doch leichtes eis bedeckte die darüber führenden bäume – ich versuchte darauf zu gehen – es war eine Mahomeds himmelsbrücke, über die ich den meistergang nicht konnte, ein knotiger birken Seraphin war mir beigestanden, doch umsonst – ich wollte sanft, selbst über den sumpf gehen, als mit gewalt in seine gedärme brechen zu müssen – zuweilen war ich wohl fuss tief darinn, doch trug mich andermahl wieder die gefrorne oberfläche, stehendes seichtes wasser, auf dem weg hatte vollkommene eisdecke. Hügel und thäler wechselten in einem es war ein sehr coupierter weg bis Murdola. – Es ist ein wohlhabender bauer, ich speisste bei ihm frühstück – schöne starke leute waren es gleich allen von Hyrynsalmi an – (man kann noch kein decrescendo  zu den Lappen annehmen) Weiber noch grösser. zuerst fuhren wir über [..]häkerijärvi Zwei starke lange forsse waren auf den Saivio elf – Koski Karanka war in der mühle. wir stiegn alle an dass ufer, der mann zog das boot mitte1st einem strick, der knabe stemmte sein sauon an den vorderkiel und dirigirte dessen lauf. Herrliche umgebungen hat der Saivio See, flach sind seine nächsten buchten und gränzen nur in der ferne heben blaue berge, und suchen ihr bild in sein spiegel. Zu pfingst war er noch mit eis bedeckt, die leute konnten wegen ihm nicht zur kirche kommen – sonst springen sie mit leichten rennthieren über seinem rücken zu Gottesdienst. – Seltener bauer ist der sie hier nicht haltet. – In Winter haltet er sie um sein haus in wald – einem Ren giebt er eine glocke um den hals und bindet sie fest an einem baum, die andern sind dann um diesen, so lange der schnee wenig ist graben sie mit den füssen dass rennthiermoos aus – später hin fressen sie tannen und fichtenmoos naava – in frühling macht er die meisten arbeiten damit, unterniemmt grosse fuhrreisen mit sie nach den städten, und verkauft sie sehr häufig da, um 12 bis 15 rubel – – wenn russische spekulanten hier etwass einkaufen unternehmen bauern immer den transport MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-222 die legale taxe nach Uleaborg von Kuusamo sind 40 kopek für ein lispund – ein Ren zieht 12-15 auch 18 lispund – sie spannen gewöhnlich zehn nach einander an [vázlatos rajz] dass ein Ren immer zwischen zwei schlitten kommt, der rim von schlitten kommt ihnen unter den füssen um den hals gebunden sie sind eines an andern gebunden, dass wenn der fuhrman auf den ersten schlitten vorne sitzt – die übrigen nicht seitwärts gehen können. Den ganzen Sommer sind sie dann frei in Wald. sie fressen alles gras, und haben viel anlage fett zu werden. Doch gehen diese fuhren sehr langsam, wenn er mit pferd hin und zurück in zwei wachen fahrt – so braucht er mit renthiere ein Monat – wenn sie ein tag gut ziehen, brauchen sie die ganze nacht und folgenden tag zu ruhen. Von Saivio nach Poussa waren wieder forse auf den Poussa elf – von Poussa nach Jouhtelen war es eine ruhigere fahrt – Diess Jouhtelen liegt auf einer lanschmalen landzunge die den Ijjärvi fast in zwei schneidet – Der Jivaara hatte eine Ansicht, wie unser Somlauerberg – sein fuss ist von See bespült. – Zum Maanselkä war es eine leichte strecke, leute waren eben in netz ziehen, ich wartete ihr glück ab – es ging langsam, sie fingen auch wenig.

    Die Sonne die lehnte sich mit dem gesicht auf den horison, dass sehnsüchtigen auge strahl den berggipfel entgegen und umgab uns mit licht und strahlen war schon lange untergangen, auf den Maanselkä scheinte sie aber noch, ich konnte ganz sentimental werden wenn ich in Hellsingfors darauf dachte, die Sonne um mitternacht zu sehen – nun sah ich sie, es war schon 12 Uhr Nachts, sie scheinte noch, ich sah nie eine gleichgültigere sache, wie sie. Wass könnte auch darann besonderes sein, sie ist die Sonne mit sinkenden licht, ihre natur wird sie nicht verändern. Der Maanselkä ist hier zwischen 2 seen gepresst er hat eine terasse von beiden seiten, und sumpfe auf beiden seiten, doch war noch kein commoterer übergang wie dieser: in Wantoja schlief alles, auf zwei schaffellen lag die Mutter zwischen 4 kleinen kindern, es war, ein stück antiquer hosrelief, sie waren in tiefen schlaf ich konnte sie gut betrachten – die knaben streckten hände und füsse, machten formen, dass sie einen Statisten belehrt hätten. Ich bekam milch und brot zu essen, und einen lachs, so lachend und roth wie Mädchen lippen – Seit Murdola war dass lauter wohlhabende bauern, dass schönste steingut sieht man bei sie – ihre reinlichkeit ist ganz erbauend. – es war 2 Uhr Nachts als ich zum pastor kam, ich legte mich, es war 1 Uhr mittag, als ich erwachte.