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  • Finnlandi Úti Jegyzetek – 16. füzet: Sotkamo–Hyrynsalmi

  • MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-198

    Finnlandi Uti Jegyzetek

    16 füzet

    Sotkamo. – Hyrynsalmi

    P. Hell reise nach Wardoe bei Lappland und seine beobachtung des Venus–durchganges 1769, aus seinem tagebüchern und mit erläterungen begleitet von Littrov – Wien Gerold 1835

    MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-199

    8 Juni

    Sotkamo

    Sotkamo Kirchspiel mit Kuhmoniemi Kapell hat 73 □ Svd. meilen – Nach der zählung von 1840, 9000 Einwohner. – Nach den födde tabel von 1839 – 283 födde 111 döde 49 gifte, oägta 11. Der boden ist sand, mit mull gemengt giebt er in acker 10 bis 15 korn – in Svedje wo sehr schitter gesäet wird, und ein roggen korn ein ganzen buschen treibt und zu 60 pistille strabt giebt es auch 30 korn – Der Ackerbau ist nur in anfang noch, alle instrumente sind schlecht – Sümpfe giebt es in allen gegenden ungeheure nur um die kirche herum ist es trockener und mehr cultivirt – Die grösste höhe ist Vuokatti gegen Paldamo –  bei reinem wetter verliert sieht man die Mitternacht sonne nur auf etliche Minuten, er hat mehrere holtz petrificate auch telgsten – die Öfen des Pastors sind aus diesem gemacht, zu erst hat er wenig schwefel geruch doch weiter verliert er ihm, und halt für viel stärker als ziegel. Seen gehen durch die Mitte des ganzen kirchspiel, worauf viele hundert theer tonnen von Kuhmoniemi etz. bis Uleaborg gebracht werden – Man hat hier noch kein storskift die Wälder sind noch gemein – ein jeder bauer brennt so viel er kann – es ist die grösste industrie dieses Sockens – butter verkauft ein reicher bauer 20-25 lispund – – Bönder på egna Hemman 300, torpare som besitta gjord 70 – arbetsföre inhysesmän 120 – hafer säet der einzge Wegelius, er wächst aber sehr schlecht. – – Dieses Kirchspiel war in zeiten Gustav Adolfs als nun Siberien ein deportations platz – die Namen Arfman, Steckman, Makrill Italen, Nymann etz. die aus Sveden Pommern etz. hierher verwiesen wurden – die erste Kirche wurde 1674 – Unter Gustav 3 projectirte man noch, die politischen verbrecher wieder hieher zu schicken, doch führtete man wegen der nahen russischen gränze – von Sotkamo zu Kuhmo sind 6 meilen von Kuhmoniemi zum letzten dorfe sind wieder 6 meilen – hier an der gränze hat man dass Lendira bönhuss, eine wunderschöne gegend – an der alten gränze bei Kesseli dorf liegt der gränzstein mit der aufschrift Rex Sigismundus Svecia Rex mit 3 kronen darunter – auf der andern dass Russische wappen – es ist ein roher starker Granit fels. Von Sotkamo Kirche das Laka dorf gegen Nuasjärvi dass letzte Kajana sind wieder 6 meilen – also 18 meilen in der länge. MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-200

    Frosste schaden viel – die auf höhen wohnen nur die sind geschützt Der wolf ist sehr selten hier – in winter findet man ihm gar nicht, weil er bewohnte gegenden sucht – aber der bär ist fürchterlich, dieser sucht einsamkeit und wüssten – er hat schlauheit wenn er ein pferd in der entfernung sieht, so geht er hinter dem wind dass dass pferd ihm nicht riechen, kriecht dann langsam vorwärts und auf einmahl springt er auf die hinterfüsse, dass pferd wird so erschrocken dass es zittert in allen gliedern es lauft nicht, sondern ist seine beute – er zerreist ihm gewöhnlich mit den tazen, weil er im beissen nicht stark ist – beerenjäger sind seltene, die nicht etliche mahl in seinen armen wären gewesen, doch kann er deren wenig thun – nur der Mensch hat diese kraft, einen gegenstand stark an seine brust zu drücken – eine bären tazen kann durch umarmung eines thieres nicht viel thun nur im reissen und schlagen – so halt sich der Jäger fest an seinem busen und kalt sein kopf unter die bärens kinnlade, er kann ihm nicht beissen und nicht reissen nur er ist selbst in gewalt des Jägers. – In Kuhmoniemi wüthet er am meisten, da kommt er von der Russischen gränze her man hat da auch wilde rennthiere – von den Russischen waldungen kommen sie hundert weise zuweilen – in Tipasoijo in Sotkamo Kirchspiel man nun Monat April 2 renthiere. – Jagd hat man sonst wenig – nur vögel. –

    Bei heurathen, wenn der freier mit dem tallman kommt nach dem der letztere gesprochen hat nimmt der freier eine kiste mit verschiedenen essen und brantwein heraus und legt sie auf dem tisch – speisst dass braut Mädchen davon, so ist es die antwort für ja – wenn nicht so hat er korb – liebe ist nicht bei sie, sie haben sich sehr oft gar nicht gesehen. Die verlobung wird mit gewöhnlichen Ceremonien gehalten. Darnach geschieht publication in der Kirche – Nach der Copulierung kommt braut und brautigam in dem hof wo sie wohnen wollen – sie werden wie fremde angesehen und man fragt sie Mitäs kuulu Ant. rauho ja terveys – fr: mistä työ olette kotosin Ant. Caanaan maalta oder pitkän matkan takaa, ja pyytäm yösiä – der Vater Empä tie jos teälle on lämmintä, paljon on väkie, to Antw. hyvä sopu sian antaa – Vater. Kunniaisella ja reheellisellä ihmiselle yö korteri annetaan – so steigen sie von MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-201 der thür näher und setzen sich – der tallman sagt dann Jos vieraat mitään siivottomuutta tekevät, neuvoo nuhtele ja rangaise und nach diesem sind sie bekannt und essen und trinken und singen heilige lieder, und tanz.

    Ihr grösstes fest ist Allerheiligen, darnach Jul, und Ostern – von etlichen Jahren hatte man noch hausgötter – und am allerheiligen opferte man ihnen – ein tisch wurde gedeckt mit allen speisen und sie liessen dass zimmer leer, um dass diese essen mögen – diess hatte man auch in Hyrynsalmi. Auch der Göttin para dem butterglück wurden an diesem tag gefeuert. – Diese feste waren eben nach dem alle arbeiten zu ende waren die ein landwirth hat. – An Michaeli tag essen sie in ein jedem hof ein schaf. – – Zum Sommer ist gewohnheit die pirti abschaben und reinigen, zu Jul nicht, man hat hier überall von Kaavi an öfen ohne schornsteine.

    Tietäijä giebt fast in jedem dorf – man muss unterscheiden, etliche verstehen wirklich mehrere medicamente und in vielen krankheiten zu helfen – es ist die erfahrung mehrerer Jahrhunderte die von Sohn auf Sohn gegangen und eigenthum etlicher familier geblieben war z.b. in blutstillen oder in schlangen bissen machen sie wirkliche wundercuren – sie halten es als geheimnisse, auf seinem sterbe bett theilt er es seinem ältesten sohn mit – sie waren immer für sich gelassen hatten mit pflanzen genug zu thun, so können sie diese auch kennen – dazu brauchen sie wohl verschiedene kreutze, murmeln, und verse lesen wass nicht schadet wenn sie nur ihre sache gut machen – Andere sind wieder scharlatane die dass volk wegen ihren eigennutz betrügen wollen.

    Diese bauern hier, haben nur eine krankheit, dass heisst sie geben allen nur einem Namen, dem Tod – lavantauti oder kuolemantauti – – sehen sie schon, dass einer auf dem tode ist, wie der arme auf dem boden oder bank liegt,weil sie bette in diesen gegenden nicht haben – so reissen sie alle kleider von sein leib – denn kleider in denen einer stirbt sollen verbrannt werden, wass doch ein schaden wäre. –

    Als ein Curmittel von grosser medicinal kraft, sind die kerzen die an Weinachten zur Nachtmesse gebrannt werden – sie MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-202 stehlen auf alle mögliche weise dass sie nur dazu kommen, und wird an allen krankheiten gebraucht und man schmiert alles damit menschen pferde küche, wass nur krank wird – Auch nehmen sie bei Communion die hostie von der zunge eher sie geschmolzen ist, und dass ist ein grosser talisman. – um solche zeit sind sie schwarz angezogen mit weissen kopftuch vortuch und halstuch. – Herätyt sind in Nurmis viele, hier sind nur etliche alte Weiber.

    Gekanferter brantwein, aderlassen und Sauna sind ihre haus curen – bärngalle braucht man gegen alle krankheiten die stechen man mischt sie mit brantwein – mit scheidewasser schmieren sie auch zuweilen ihren körper.

    Ich war um 12 hieher gekommen, dass volk war bald aus der kirche gekommen, man kann es nicht mit dem aus Nurmis vergleichen, es ist pöbel gegen jenem – Der Mann ist ihm ziemlich gleich – dass weib ist stärker, ist fleischiger, hat eine dicke toilette mit hohen reckelärmeln, und vielen auf ein ander gehäuften unterröcken, haben aus bon bassin und kartunen ihre reckeln, seidene tücher, und weiss wollene handschuch etz. Nur ihr fuss war rein, wie in Nurmis – auch ihre gesichter zeigen mehr grobheit. Ihre grösse ist mittelmässig, doch unter den Männern finden sich, hohe starkknochige leute, besinders die theerbränner. – Sie speissten um den pfarrhof – zu allen seiten waren sie herumgelagert, ein pastor unter sie, wäre ein Christhus unter den speisenden in der wüste gewesen – sie hatten kleine, nette gefäse wo sie ihre speisen hatten.

    Pastor Rislacki ist blutspucker – thut er diess nicht, so spuckt er hass und frevel über die Menschen – er thut mir viel gefälligkeit wie solche Menschen fremde immer überschätzen – ihre innere lehrheit und unzufriedenheit, hoft in ein jeden unbekannten ein freund zu finden – in fremden trost zu finden, auf weitere zeit als diese paar minuten, ist wohl seltener fall. Er war professor in Björneborg, ist nun 3 Jahre hier, durch Königliche ernennung spricht die deutsche sprache ziemlich gut. – Aus seiner Wohnung sieht man aus jedem fenster wasser – doch ist die aussicht nicht befriedigend, zerstörte waldungen, geben eine verwüstete Ansicht. MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-203

    11 Juni

    Hyrynsalmi

    Nach Sotkamo kam ein junger bursche zur Kirche, aus Ristajärvi –er würde mein führer – abends zu Sonnenuntergang fuhr ich über dem schönen Sotkamo See 1 meile – und ging von Järväs bis Ristajärvi 6 meilen zu fusse – abends dem 9ten war ich bei Capellan Mellin einem vertrunkenen wüsten Menschen, wie der gegend in der er wohnt unfreundlich. – Es ist meine erste fussreise, ich vollbrachte sie recht tapfer, und fühlte keine müdigkeit obwohl ich 2 nächte schon nicht schlief. – Es ist eine Natur einer Nachteile, von 2ten bis 9ten Juni, – durch 8 tage schlief ich nur drei Nächte, und fühle ganz stark – durch den tag schlafe ich ein oder zwei stunden, die übrige ruhezeit bringe ich bei den Priestern in fragen und schreiben zu – ein jeder giebt mir ein examen von sein Kirchspiel – ist er erschöpft, stockt es mit seinen erzählungen, drucke ich ihm die hand dafür, und eile weiter. – Um 11 Uhr stiegen wir bei Järväs aus dem Kahn – mit dem führer war ein junges liebes mädchen, sie war 14 Jahr alt, und nicht 2 ellen lang, sie näherte sich alhmälig meiner, wenn sie über die hohen felderzäumungen schwer stieg – überhob ich sie öfters, – sie umgab mit den kleinen armen so fest dem hals, dass ich kaum süssere dienste einem andern Mädchen that. – Leichte ermüdung und hunger führte uns in den hof Vilimilä – in der stube lagen zwei Mädchen – sie träumten tief, wir sassen um den tisch, und zährten den butter und fische die wir mit uns hatten. – Alles war stille, wir waren wie zu hause, weil alle thüren und behältnisse dem fremden offen standen, – nur als es mich dürstete neigte sich die kleine zu dem schlafenden weckte sie mit dem vort rakas – und bat für die fremden wasser (anna vieraille paljasta vettä) – es rührte mich diese worte von der kleinen mit schwacher erschöpten stimme zu hören. – Es war darunter ine pflicht der Gastfreundschaft verstanden – – dass Mädchen stand sogleich auf, und bediente uns recht fertig. Wir setzten die reise fort, über dem Miesjoki führte eine von wind umgestürzte tanne – die ufern waren hoh – ich balancier mit viel gefahr darüber – ungeheuer wüste sind diese gegenden würde es gleicher wald, so könnte es vielleicht angenehm sein [→] [a következő lapra kisebb papír van rögzítve]

    MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-204

    von sotkamo

    Der wind war günstig aber schwach; lange noch bleiben dass schöne Stockholm sichtbar, lieblich tönte in stiller abend luft das feierliche grabgeläute seiner kirchen die heerde und langsam schwanden die freundlichen Landstitze an den Ufern Hurraruf und Gefang erschallte aus den böten

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    [→] so grosse waldugen zu durchwandern, doch sind sie durch theer durch svedje brennen ganz verheert, gewöhnlich sind jüngere gemischte waldungen mit zersten grössern bäume – nasse gegenden und sümpfe wanderten wir ungeheuer viel – holtz war selten dem fussgeher gestreckt – nur die höhern moos gesträuche gaben dem springer mögliche durchkunft, doch musste ich etliche mahl meine calotsen verlieren – höfe waren selten zu treffen – die stuben sind kleiner, ohne schornstein und stark geheizt – doch schlafen in diesem, sehr wenige, die meisten gehen in die Aita, in ihren kleiderkammern, wo sie gewöhnlich betten haben – küche liegen gewöhnlich in der nähe des hofes auf ein feld, haben feuer neben sich, es ist wegen dem ungeziefer wass dem rauch meidet – so sind sie in ruhe. – Die natur verleugnet doch selten ihre cultur, und ihre bildung durch menschen hand, wir fanden zwei offene pläze mit birken umgeben und sehr schönen lachenden wiesen – es waren eher hier höfe gestanden – diese plätze sahen besser aus, als andere wo höfe nun stehen. – Wir hielten zweimahl ruhe, ich schlief auf beiden orten – gegen Abend von Kattila Vaara hatten wir schöne übericht auf dem Riistajärvi, und weit hin in entfernung über mehrere höhen wir passierten grosse offene plätze auf den höhen wo man eher kaski hatte, ¾ meile dauerte der eine, und war mit niedern birken sehr schitter bewachsen –12 Jahre sind es dass dieser platz bebaut war. Mein führer erzälte mir viel, wie sein geburtsort schön, wass sie für ein prediger haben – dass der bischof sagte in ganz Finnland findet er keinem seines gleichen – dass ihre glocke aus Stokholm ist, dass nur da eine einzige ihres gleichen ist dass sie 7000 thaler (1500 Kr.) kostete etz. – Es hebte sich starker ostwind ich wollte bei dem pastor übernachten – doch jagte mich sein brantwein geruch – ich verlangte nur etliche eier – und schikte zum gästgifver um ruderer.

    Es war die dritte nacht, dass ich nicht schlief, ich liess mir stroh in dem kahn bringen, und legte – es war kalt dass mich nur ein pelz dem ich von pastor bekam schützen konnte – ich hatte starke 3 Mann – und fuhren dem Hyrynsalmi strom hinauf. MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-206

    In Mutkala gästgifver schlief ich, biss man ruderer von dem nahen hof schaffte – es waren zwei meilen bis Hyrynsalmi gegen strom zu fahren 5 wasserfälle passirten wir – es war meine schönste tour in Finnland hohe hügelufern begränzten den 60 klafter breiten strom, mit grossen gleichen tannen bewachsen – bis Seitenoikia – von da bleibt dass ganze mehr einförmiger – 2 Mann und ein starkes Mädchen brachten mich aufwärts, an dem wasserfällen waren wir an ufer, mittelst stangen stossten wir vorwärts – zuweilen stand der kahn mehrere secunden auf demselben punkt, zweifel war die erwartung doch gewann die kraft der dreien den kampf – fuhrt ergriff mich wenn die welle das boot zum stein schleuderte doch war es der schiffer gewohnt, er lachte darüber – Kallie koski Steinberg war der erste und stark, Junkonen es hat bestimmt ein lappe Junkonen hier gewohnt, darnach Rouka virta und so Seittenoikia  (Seitsemen oilingi ojelmus), att han 7 gångor skall göra sina vändningari forssen 3 viertel meilen lang – dass mädchen stieg an ufer, zog dem kahn, die Männer arbeiteten mit sauon,  zu weilen stiegen beide auf die erhöhten steine im strom, zogen darüber dem kahn, und wir begingen eine neue fahrt – die strom Regierungs direction arbeitet schon 15 Jahre auf diesem weg, mann machte dem fluss schifbar, er ist die quelle der wenig wohlhabenheit die man hier findet, man führt theer darauf nach Uleaborg, ein bauer gewöhnlich 40 bis 60 tonnen – doch sind manche die 120-140 (die tonne 7 rubel). es tobte und spritzte, dass ich keine Idee dafür weiss – es betäubte durch die länge, einem anstrich der eile gab es dem innern – in der mitte arbeitete man wenig – es ist der stärkste sturz darinn wie eine mähne dem drachen, ziert der schaum den erhöhten lauf – – wir begegneten zwei theerkahne, wie blitz liefen sie die andere seite dem ström hinab, es ist nichts schöneres wie solch ein steuer Mann zu sehen, seine pfeife rauchte, und mit gröster leichtigkeit wusste er, der gefahr aufzuweichen – – die kahne sind lang und leicht, dass man sie von beiden seiten gepackt biegen kann – haben gewöhnlich 6 klafter in länge, 4 fuss in breite, und die wände ein drittel zoll dick – die kaari sind von gleicher leichtheit, aber sind gewöhnlich dicht bis zu einer spann neben einander, 30 in einem schiffe – alles ist so dünn, dass sich der kahn sehr leicht biegt, und der gefahre MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-207 zu brechen an einem stein selten ausgesetzt ist. – sie sind 3 eigentlich 2 brätter hoch, darum wenn sie dass schif beladen, gewöhnlich 20 bis 30 tonnen in zwei reichen, setzen sie noch ein laden oben fest, um dass eindringen dess wassers zu hüten – man hatt hier in Hyrynsalmi steuerleute die über dem Seitenoikia führen, man nimmt darunter, den Väärä und Siitti fors nahe zu Hyrynsalmi sie bekommen 60 kopek die meile, doch steuern viele bauern auch selbst hinab – voriges Jahr stoss einer auf ein stein, der kahn brach doch zersplitterte er nicht, und sie retteten sich – dass Menschen ihren tod darinn fanden hat man sehr wenig beispiele, die theer tonnen tragt um solche zeit dass wasser, biss sie am ufer wo scheuttern. – auf ruhigen spiegel haben sie Segeln, die sie doch viel unvollkommen brauchen. – – Man hat hier viel schicklichkeit in schiff bau. – die kleinern kähne sind auch sehr rein, sie sind höher und breiter wie die in Savolax, wegen den forssen – von dem einzigen ruder, kann man schon ihre kunst schätzen, sie sollen auch wirklich besser sein als die in Sotkamo. – Die mühe war viel nach Hryrynsalmi zu kommen, doch musste ich auch dass fahrgeld, in silber bezahlen.

    Hyrynsalmi Kirche liegt auf einer halbinsel, mit beschränkter aussieht, Probst Vegelius ist ein 70 Jähriger alter – ein Natur Mensch von sehr lustigen gemüth – seine frau dier er unlängst heurathete ist 64 Jahr alt, sieht aber aus wie eine fünfzig jährige, ich bin ganz  auf die finnische und Svedische sprache beschränkt – sein Sohn ist unlängst von Helsingfors zurückgekommen, ist Magister, und sitzt mir den ganzen Nachmittag an der seite, ein sehr unangenehmer patron, wenn ich schreibe er guckt mir alle augenblick in die schrift, von der er nicht ein buckstaben versteht. – Als ich gestern den alten traf und quar tier verlangte, meinte er, er hat keines, er baut jetzt, jeder bauen kann mir darauss quartier geben – ich glaubte er ist betrunken – er konnte nicht begreifen wie sich jemand entschliessen könnte in diese gegenden mit guten gewissen zu kommen – seine frau räumte mir doch gleich dass zimmer des Sohnes ein – MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-208 Seit dem ich ihm sagte, ich reise um die Mitternachts Sonne zu sehen weiss er nicht, wie er mich soll begegnen, um sein fehler einzubringen. Er ist bei Kemiträsk geboren und ich hoffte viel von ihm zu erfahren, doch ist er nicht mehr der Mann für mittheilungen. Ländsman Planting theilte mir mehreres mit, auch diktirte er mir die strassen nach Torneå nach Muonioniska.

    Hyrynsalmi Pastorat Jahr 1835 hat folkmängde

    Hyrynsalmi Mutter versammlung 1079

    Suomussalmi Kapell 3350

    Puolango ~ 1862

    Ristijärvi ~ 1148 7439

    verheurathete paare 1146

    Bönder på egna Hemman 2192, på andras hemman 4 Nybyggare 4 – Torpare sorn besitta jord 311 Arbetsföre Inhysesmän 110 – Bonde drengar 847 gossar 241 – Handverkare nur ein Svarfvare. Oägta born under 15 År 15 – fattige som underhållas af Rota 57. som njuta unterstånd af församlingens fothigkassa 14

    Lärostandet 19 Ståndpersoner 9 Bonde standet 7411 Tabell öfver födde i Hyrynsalmi pastorat 1838. födde 186 döde 82 wigde 46 bägta barn 3

    Das ganze pastorat kann 110 □ Sved. meilen haben – wovon vielleicht ein drittel sümpfe sind – es hat sehr armes volk, wenn es nicht theer brennen würde, müsste es vor hunger sterben – Ackerbau hat man wenig, und in Svedje ist der boden auch so schlecht dass er gewöhnlich dass 5-6 korn, wenn es am bessten das 10 korn giebt – seit 1834 hatten sie nur 2 Jahre ernte, sonst nahm der frost so alles, dass sie nicht ein korn bekamen, sie essen tannenrinde und stroh – zur aussaht am frühling kaufen sie sich wenn sie geld haben, oder bekommen sie aus dem Kron Magasinen zu leichen frucht, die sie mit interessen erstatten Bärn machern dem Vieh auch genug schaden. – Rennthier hat hier der Lukkare und ein officier bei der forsregering – in SuomusMTA KIK Történelem Földl. 4r-25-209salmi kapell haben die bauern schon Oekonomie darinn, mann lasst sie den frühling loos, man setz ihnen ein glöckhen um den hals und jeder bauern giebt sein zeichen auf sein thier – sie streifen dann 100 weise durch die wälder den ganzen Sommer und kalben da – in Herbst wenn guter Schnee gefallen war, gehe n die bauern in Compagnie aus auf schneeschuhe, laufen viele meilen nach sie, und fangen sie mit schlingen – viele bauern stehlen von den andern, sie bekommen bei dem Gericht ruthen dafür. – Rennthier moos essen die schafe durch den winter sehr gerne lieber wie heu, und den Küchen in wasser gekochtes Rennthier moos ist sehr ein gesundes und liebes essen.

    Dass Volk ist meistens klein, doch von guten aussehn. Mädchen sehe ich hübsche, doch sind sie alle scheu – die mich bedient hat eine brust wie stein – gleiche Muskulatur auch – ein sehnen gesunden körper. – Aberglauben und Ceremonielle sitten hat man viel weniger als in Nurmis und Sotkamo. – Bei heirathen (Naimisen Kaupaja tehäen) – giebt der freier dem tallman einem Ring, mit diesem geht er dann im hof des Mädchens und tragt ihr ihm an – wenn sie ihm dann annimt – kommt der bräutigam mit tallman ein andermahl und die verlobung geschieht, der bräutigam bringt da immer speisen mit sich, von denen dass ganze hausvolk bekommt – später hin geht die braut bei den Nachbarn herum brautgaben zu verlangen – später geschieht die traung – dabei giebt man dem brautpaar wieder geschenke, man hat dass sprüchwort: haihin mennään häpeäksi elikkä hävikeksi – nach jedem der gegeben hat, sagt der talman: Tämä vieras N. on nyt lahioittanut (elikkä juonut huomen pikariin) niin paljon täälle nuorelle parikunnalle, joka kiitoxelle mainitan, ja toivitan että hänkin saisi nehdä ilon lapsistas (elikkä: että hänkin saisi hyvä morsiamin).

    Zu begrägnisse hat man in Savolax yön istujainen es wird da abends eine kuh oder ein stier geschachtet und der muss die nähmliche Nacht noch verzehrt werden, alle nachbarn werden zur hülfe eingeladen – die aufgabe bleibt ohne vollkommener ausführung – nach einem Jahr fol haltet man diess zuweilen noch einmahl MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-210 Diese sitte ist wenn ein haus Vater oder hausmutter gestorben ist an dem tag ihrer begräbniss, zuweilen etliche wochen auch monate später – Doch hat man diese Sitte hier nicht die leute sind zu arm dazu. – Hammas raha, geschenke an dem neugebornen kindern hat man hier auch. – Das grösste fest der leute ist allerheiligen (Kekri) es sind zwei tage, Arki kekri ja pyhä kekri – am erstentag früh muss in jedem hof ein lamm getödtet werden, man steht schon bei der nacht auf, damit es zu frühstück bereitet ist – dazu wird talkuna gekocht, und rieska gegessen – man singt dann viele Runo, keine heiligen lieder – In Kirchlicher hinsicht ist erstes fest Joulu, dann pitkä perjantaina (lange freitag) hela tuorustai (Christi himmelfahrt)

    Runoseppät hat man sehr wenige, tietäjät gar keine, man hat alle alte erinnerungen hier vergessen, nichts ist weiter geblieben, als dass Runen singen – nach mittag war heute ein mann in dass zimmer gerufen, er sang fast eine stunde ohne unterhalt, und hätte viele stunden noch fort reden können – sonst wenn sie hand in hand singen, so geben sie sich die rechte hand, und singen Mann gegen Mann. – Unterhaltungen unter sich zu geben sind sie viel zu arm – es ist  ungeheuer wenn man zuweilen in dem wald auf ein Svedje Acker stosst so ist es ganz umringt mit waldungen – sonne kann schwer dazu kommen, wind gar nicht, so muss alles der frost nehmen – wenn es auch kälter ist, kann wind die gegend  durchwehen so schadet sie nicht so leicht.

    Es ist eine eigene neugierde von diesem leuten, dem südländer zu sehen, es wird hier ein glockenthurm gebaut – und es kamen eine menge leute mich zu sehen – ich jagte sie gleich fort – die nun abends waren bescheidener, und baten um verzeihung, sie wären gekommen mich zu besuchen – ich sprach lange  zeit mit sie – als ich ihnen adieu sagte gingen gleich weg – ich könnte mich um geld zeigen lassen – sie sehen mich an, als wer weiss wass für ein südländisches thier.