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  • Finnlandi Úti Jegyzetek – 12. füzet: Kuopio

  • MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-141

    Finnlandi Uti Jegyzetek

    12 füzet

    Kuopio

    MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-142

    Reise v Albacka nach Kuopio 31 Maj

    Den 22 und 23 hatten wir sehr kalten Nordwind, die gefäse bei dem brunen waren mit starken eis bedeckt – doch der See war frei – den 24 kam Schilt nach hause, mit ihm hat sich der wind auch, erstens von Osten dann von süden gewendet – – Regen hatten täglich, zuweilen so wolkicht, dass wir sonne kaum den ganzen tag sahen. Den 27te pakte ich den ganzen nachmittag – mein Coffer ist sehr schwer geworden, dass ihm ein Mann wohl nicht tragen wird – doch kann ich Schilt nicht helfen, er blieb auf seinem hals, macht er damit wass er will. Mein Turki – der arme – ist gar ganz aus seinem platz gedrängt – er ist waise – viellicht wird Schilt vater sein für ihm, ich überliess ihm ganz Seinem herzen – – er kann eben die Reise nach Hellsingfores machen, hat er so sehr gute gelegenheit – – doch nahm ich schon in voraus abschied von ihm, ich ahne sein geschick – auf der Auction wird sich wohl ein käufer finden, weil er um jeden preiss weggegeben werden kann. Wass würde ich mit ihm auf meiner Petersburger reise thun, wenn ich auch die Haasenkappe mit mir habe – in desperation müsste ich ihm neben den Weg wo auf einem Stock pensionieren noch – er sollte sein leben in ruhe da verschwelgen, ein so junger kraftvoller diener – ich würde ihm da lieber nach Lapland mit führen – da könnte ihm viellicht göttliche Ehre zukommen – für Ein schamanen Altar wäre es wohl ganz herrlich – in etlichen jahren könnte ich viellicht aus dem noch nicht aufgegebenen Jus dominii eine schöne beute von Opfern dadaurch erwerben – ich bedauere es, dass ich ihm nicht mitnahm, ich raubte ihm eine schöne Zukunft. – Mein Reisefack dem ich mitnehmen sollte wurde im contrairen verhältniss nur kleiner – er hat kaum 6 pfund – ich freue mich jetz noch darüber so oft ich ihm ansehe – er macht auch meine Seele leichter.

    Den 28ten musste ich von Albacka reisen – Sotmoriata zu verlassen war mir schwer – Ich liebte nie so unbelohnt wie in Albacka. Gestern abend wollte ich mir schon sagen, sie hat, und kann kein gefühl   MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-143  MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-144  haben – als sie mich in dem nähmlichen Augenblick von contrairen überzeugte – es hätten mir und ihr Thränen kommen könne. Ich kann euch Finnen nicht begreifen, ist es wirklich – ist es wirklich dass ihr euer gefühl so schwer äussert, so seid ihr merkwürdige Mennschen. – Mancher könnte mich vielleich nicht verstehen, doch ich suche ja dass Weib – ich liebe es, nachdem sie mehr oder minder rein Ihre Natur behielt. Der erste eindruck als ich sie sah, und wie ich sie nun verliess, sagt den Unterschied wie körper, wie Seelengaben wirkten. – Sie hatte ein schlechten silber fingerhut in der hand, ich versprach Ihr, einem andern aus Hellsingfors zu schicken – es soll mein erstes sein wenn ich dahin komme.

    Die Savolainen ist ein grosser Jucks, sie hat sich den 26ten als Schilt weg fuhr, abends, unverzeichliche demerita in mir erworben – ein Ihr entgegengesetztes Interesse entfremdet mich ganz von Ihr – Dienerinn kann es wohl keine bessere geben, als sie ist.

    Schilt war noch in Saarijärvi – ich nahm von der Mutter Abschied und fuhr – es war die höchste zeit auch dazu dass viele studium, die einsamkeit, die sequanten lichten Nächte machten mich ganz krank – meine füsse waren schwach, mein kopf in Ohnmacht – auch meine augen waren von den vorigen lichten schneetagen, so blutig und angegriffen, dass es zum erbarmen war – ich kam mir ganz zerstört vor.

    Es war ein stilles trauriges wetter, der himmel trüb, und es fing bald zu regnen – An Walden sagte ich ein kurzes Adio und kam über dem schmalen See auf einem kahn bald nach Pällisät. Es ist nur eine Winter Gästgifveri, sie rechnen wenig auf reisende – es waren nur zwei Mädchen zu hause, alles war in die Kirche gefahren. Die eine lief in dem nächsten talon um einen knaben zu holen und es wurde Mir bald alles bereitet – der andern ging ich in die Ruoka kammari nach, sie sagte mir aber ej weikonnen, und sprang durch die thür. Ich fuhr eine lange strecke auf dem Winterweg, bis wir die strasse von Koivisto erreichten – es war lehmichter boden, als wir aus dem hof fahren, wie leder zog er sich MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-145 und drohte zu reissen – Weiter hin war der weg verspert mit nieder gehauenen bäumen die quer über dem weg lagen, weil man hier mehr keine fahrten hoffte, wir hatten schwer durch um krümmungen in der Wald weiter zu kommen – es war noch alles sehr nass ich fuhr zuweilen durch ganze seen die den weg bedeckten – bis wir zur anlage des neuen weges kamen, wo wir lauter sandboden fanden – die bäume waren schon auf die selte geräummt – man grub die stämme und brannte sie, wie auch die grossen steine, auf denen mann dann kalt wasser giesst, dass sie sich sprengen – neben einen kleinen wasser ablauf sah ich noch eis an den seiten – die bäume (birken) hatten kaum etliche sprossen – die schlechte Witterung hinderte ihren wuchs so, dass sie seit 2 wochen, nicht sich vergrössern konnten. – Als ich auf die gemachte strasse von Koivisto kamm, traf ich den schönsten Wald, dem ich bis jetz in Finnland sah – es waren hohe schlanke tannen. der wald war gelichtet, sie standen in solcher entfernung von einander, dass man ein langes tiefes perspectiv konnte haben in allen seiten – die jungen waldungen wachsen ungeheuer dicht, darum schiessen sie, so gerade in die höhe und haben an den untern ästen kein leben – nur oben ihre krone – – Weiter hin fand ich viel Svedje dass korn war von matt grüner farbe – die weissen granit steine und schwarzen gebrannten holzstämme, gaben in schattirung eine ganze malachit platte – wirklich täuschend. Mein knabe war mehr Svede von physiognomie als Finne – ein hübscher bursche, und schrie seinem pferde immer stell wenn er es aufhalten wollte.

    In Kuutemaiten autio sprach mir der bauer sehr viel – er sagte mir zehnmahl On vai niin hyvä luonta herra – Ruozilaiset ovat pahat ja ylpeät, että etz. erwollte mich persvadieren in Finnland zu wohnen, er glaubte ich könnte viel gutes hier stiften. Er confundirte das Unger und Ingerland – und sprach mir dass Ungerland ist sehr reich, man hat da viele schafe, und aus Laukas wären 6, aus Rautalambi 16 mann dahin gereisst um da etliche Jaahre als hirten zu dienen – ich wusste nicht MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-146 was zu denken als er mir so sprach biss ich auf diese distinction kam v I und U. – Der hof war sehr rein, es war getheilt in den pihla, und elämä pihla, mittelst einem zaum (aita) der keine thüre hat, man legt etliche brätter zwischen dass geflecht und steigt so darüber – Ich ass nur einem auf glut und asche gebratenem fische und etwass brot, und setzte mich auf den Wagen – für den fisch verlangte er nichts, für dass brot glaubte er, ist 1 kopek genug. – – Dass pferd war sehr gut, der karre auch, und der kyti poika rasch – ich fuhr zuweilen über berge, dass mir der altem schwer wurde. Ein längen wald brand sah ich zur rechter seite des Weges, doch war es nicht gefährlich, er nahm mehr nur dass moos – kleine bäume von 3 fuss höhe waren sogar geschont geblieben, nur der russ zeigte das gewesene feuer. – Diess war noch in Nurmijärvi kylä. Mit Hytölä kam ich nach Rautalambi Kirchspiel. Es war eine eigene familie, alle hatten pockennarben, und breite plattgeschlangene gesichter – sie wohnten in einer neuen stube, sie hatte ganz weisse wände, mit die ich mich kaum vergleichen konnte wegen der zu grossen gewohnheit der schwarzen. – Die gegenden bis hieher waren mehr hügelicht und geschlossen, von hier fuhr ich mehr auf einem erhabenern land – aussuicht war weitere aber ganz monoton – waldungen alle jung und lauter birken. – In Hindikka war eine alte hauswirthin, sie sprach mit mir Svedisch, und war darin ganz vergnügt es war feuertag, und die leute fühlten die stube und sprachen da die Mädchen hatten so kurze leibe wie die Deutschen bei Uns und waren viel bescheiden – nur dessto mehr schönheiten sagte mir die Alte, wie auch schon die in den vorigen gästgifvern, als möchten sie mir die couer machen.

    In Kansan Acho ganz nahe vor Varris hatte ich die erste aussicht bis jetz, es machte sich schön – windmühlen sah ich bei jedem hofe – und leute überall in Menge längst der strasse – man lebt hier nicht so abgesondert wie in Laukas – an Feuertagen versammeln sie sich und geniessen beisamm. MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-147

    Bei Gästgifver Warris fand ich dass ganze zimmer voll leute – Crampampuli flamme loderter in der mitte tisch, und strahlte auf alle gesichter ich licht – – Varris ist ein junger mensch – er brachte gleich eine Rune von Korhonen, und sang sie mir vor – ich hätte gerne noch geweilt, hätte die zeit nicht eile geboten um zu Sorri zu kommen. – Es wollten eben 3 burschen nach hause fahren, ich war mit sie – der eine konnte 22 Jahre haben hatte ein stolzen gang wie ein soldat – seine kleidung war von sehr lichten sarka, sein spencer kurz abgesschnitten, stehenden kragen, mit schwarzen sammt einfassung – hatte so ein guten schnitt, dass ich mich in den guten wuchs verlieben hätte können. Wir fuhren dem langen Konevesi hinauf, zogen den kahn über ein stück land, kamen so in Songari See, und erreichten bald den Sorri hof. – Sie wollten sich schon zum schlafen legen doch kam alles in bewegung um den fremden zu sehen, um ihm zu bedienen, der alte Lautamies war auf fischfang gefahren, das weib seines Sohnes bediente mich. – Wohnstuben haben sie ungeheuer grosse 5½ klafter in Quadrat, dass es ein ganzes echo darinn gab – in andern höfen ist die gewöhnliche grösse 4-4½  klafter, und hoh 2 klaf. – sie zeigten mir ihre ganze ekonomie, hatten 40 küche, 40 schafe an arbeitstagen zuweilen bis 40 arbeiter – haben mehrere felder um ihren hof – er ist erst seit 30 Jahren angelegt, eine ganz neue colonie.

    Der 60 Jahr alte wirth trug sich selbst an mich zu Korhonen zu führen den andern tag – er wohnte 3 viertel meilen – an dem andern ufer des Sees – ich sas am steuer und wunderte mich über dem starken arm des alten – es war nord wind, und starker wellenschlag wir fuhren ihm ganz entgegen – langsam führte er uns die starken wogen entgegen, weil auch die Seen hier nationell und pflegmatisch sind – unser kleiner kahn reitete wie über brücken dahin.

    In Wihtajärvi wohnt Paavo Korhonen der gefeuerste jezige dichter des Finnischen volkes – er war in einer alten kalten stube gesessen und schnitt und putzte fische, die pfeife im Mund – er besitzt dass reinste flegma wass ich bis jetz sah – – er ist nahe MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-148 70 Jahre, ist von mitteler statur – etwass viellicht über 5 fuss – etwass gebeugten körper, und ziemlich festen tritt – hat ein länglichtes gesicht, sehr hohe kahle stirn, doch nicht graues haar, eine starke gerade nase und platten breiten mund, mit ein colie greque dem es an grauen haaren nicht fehlt – – Wir gingen gleich vor in die wohnstube und es wurden bald speisen serviert – – sein gespräch hatte nicht viel reitz, es ist zum einschlafen, pfeife hatte er immer im Munde, und war sie ausgeraucht, so nahm er die Asche im Munde, stompfte seine pfeife aufs neue, und hatte so zweifchen genuss. – – – Seine Poesien scheint er gar nicht zu schätzen, als wärde er böse sein, wenn man ihm dazu auffordert, er entschliesst sich auch selten dazu, – diesem winter war er doch fleissig, er hatte einem kranken fuss, und aus seiner langenweile da, hat man schöne produkte – sonst arbeitet er den ganzen Sommer, besonders an sümpf austrocknungen, den Winter lebt er wieder, und trinkt sein schnaps – dieser alleine und vielleicht etwass eitelkeit scheinen ihm noch bischen bewegen können – – Diess verdarb ihm auch sein Ansehen bei dem Volk, die starke doch scheue und quasi ihre hässlichkeit selbst erkennende begierde dieses getränke – – Männer lachen nur über seinem vitz, doch die Ältern weiber sind ihm alle feinde – es könnte vielleicht gar eifersucht sein dass es, obwohl ihres gleichen, doch nur von jungen Mädchen singt. – Von seinem Arbeiten hat ein jeder anderer mehr als er selbst. – er zeigte mir sein papier verhältniss – es waren aber etliche alte dichtungen da, nur eine neue konnte er mir geben, und diese war unvollendet – – verfertigt er eine Rune so giebt er sie jemanden, macht dieser es mit andern bekannt so lebt sie, ist es nicht, so erstickt sie nach ihrer geburt. – Ich sagte ihm, ich will Ihm portretieren – er war gleich fertig zum sitzen, und hielt gut aus – ich nahm zwei portraite von ihm, und bin mit dem zweiten zufrieden, komme ich nach hause, will ich denken auf welche art ich es soll der Welt übergeben. – – Dass Mädchen an dem Weberstuhl spannte viel meine aufmerksamkeit MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-149 es empörte mich, als ihr der alte mit solch ryslichten flegma sagte sie möchte mir wasser bringen, und lief ihr nach, und bat für dem Alten verzeihung, der nur in schrift zart gegen sie sein kann – als ich wegging gab sie mir so wohlwollend die hand, dass ich mich noch besinnen musste, ob es nicht gut wäre noch ein bischen hier zu verweilen. – Kor Als ich mit Korhonen der mich begleitete, weg ging – lief sie mir eine Russische Werst nach, damit sie mir mein messer, wass ich auf dem tisch vergass, übergebe – ach ich konnte ihr so viel dank sagen. – – Sorri trinkt weniger und ist ein frugaler Mann, darum ist er auch lebhafter, er fragte viel von dein pyhämaa, von der eintheilung der winde etz. mit Korhonen gingen wir mehr still – der weg war nass, nur über aufgehäufte baumstämme konnten wir trocken weiter kommen Mittelst kahn kamen wir über einem schmalen See nach Wichtalax die leute hatten ganz neue wohnungen, und hatten viele holtz arbeiten, kärra etz. ihr speise zimmer war nicht gross, doch sehr rein, mit gemahlnen meubeln, die viel geschmack hatten – Korhonen bekam ein guten schnaps und wir gingen gleilch weiter. – Die Natur hat in dein Kuopio Län eine grausame Oekonomie, es ist mit steine überschwemmt als wäre es nur für steinbeisser geschaffen – die ganze strecke von Hindikka war ein Stein See, man hat nicht umsonst auch in der Nähe ein Kivijärvi – – Die schwierigkeit felder zu bearbeiten ist kaum zum sagen, – in der nähe höfe, bereitete man sich schon überall dergleichen – es wurden hohe haufen steine ausgeführt, die kaum 2 klafter von ein andern stehen, und so wird dieser zwischenplatz immer bebaut – – es ist wohl auch dass die Ursache, dass die leute immer die höhern plätze zu ihren wohnungen bestimmen und diese bebauen, weil die frösste hier weniger schaden – – Mann braucht hier in der ganzen strecke die ich durchfuhr überall nur Svedje, und die leute sind sehr wohlhabend – – mann denkt jetz diesen Svedje brauch zu verbieten – es wird ein lex werder der nun in erfüllung nicht gehen kann, wenn dass volk nicht verhungern soll – – Dieser Svedje war und ist eine Condition sine qua non. MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-150 Nie hätte finnland bebaut werden können ohne diesen brauch – und nun wie wird er die kraft nehmen, an einem acker zu 10 Jahre lang arbeiten um ihm brauchbar zu machen, wenn ihm eine ernte aus dem Svedje nicht unterstüzt – – So kam der erste bebauer dieses landes, und erschrack nicht die schlechte gabe der Natur, er hakte den Wald um, trocknete und vertilgte alles Moos durch den brand und zwang die natur ihm zweitem Jahre ihm seine ernte zu geben – und er kultiwirte dadaurch dass ganze land, er brannte überall – und benahm der Natur ihre erste Urwildheit – – Man sagt die grosse waldverwüstung ist hier noch ungeheuer – zu wass sollte er es ober schonen, zu wass sollte er forschtwesen hallten, wenn er so viel davon hat, dass er nebst dieser Verschwendung auch, im grösster überflus leben kann – – steigt die zahl der bewohner, die zahl der höfe, und sind sie von sich selbst eingeschränkt, und man soll nicht verzweifeln dass sie sieh nicht äcker werden bereiten – diess zeigen nun schon viele gegenden – – Dass wo Svedje ist, immer Armuth und petäjä leipä gegessen wird, ist hier nicht anwendbar in Kuopio, wohl verderben dem bauern die frösste zuweilen 2-3 Jahre nach einender die ernte, doch hat er gewöhnlich solchen vorrath in geld etz. sich helfen zu können.

    In Vekaro Niemi bekam ich wieder ein andern kyti mies – und fuhr über Iisvesi bis Kartula Kirche von da zu fusse bis Koskinen – Ich sass am steuer, es ist ein sehr schmeichlender platz in einem kleinen kahn, man könnte sich einbilden, alle wässer aus diesem platz zu beherschen – wir durchschnitten mehrere Seen, fuhren dann wieder durch kleine engen, die zuweilen seicht waren biss auf halben fuss, und kamen dann wieder in ein andern wasser – Später mussten wir den kahn lassen gingen eine strecke über land, bis zum höfe Kuivas Mäki, die leute waren gut, sie gaben uns gleich ihren kahn und sitzten die reise zu wasser weiter. Kuivasmäki hat eine wunderschöne lage, es war die zweite befriedigung, auf meiner ganzen reise nach Kuopio – die Sonne war ganz im niedergang, und beleuchtete die kleinen Insel gruppen herrlich – Die kartula Kirche hat einem schönen platz, zwischen kleinen, dunkeln Tannen hain am Seeufer, der schön weisse neben laufende weg macht es ganz pittoresk. – Die kirche ist alt ins kreutz gebaut, MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-151 der  glocken thurm an ihrer seite, steht auf 4 säulen, mit viel geschmack gebaut – – neben war ein sehr wohlhabender, reiner bauern hof. – Mein kyti mies gab mir eine lange rune von Korhonen – er sang mir auch mehrere lieder, doch aus kirchen gesang.

    Mit Koskinen kam ich wieder auf gemachte strasse – ich freue mich sehr, diesen Weg, von Warris über dass innere land genommen zu haben – ich sah ein volk wie ich es noch nie irgendwo sah – an körper und Gesicht schöne Menschen, und rein in allen ihren wesen beispielloos, haben ein freien blick und vissen dass sie Menschen sind – so oft ich  in einem hof kam stieg nur immer meine bewunderung, sie machen sich bis zu den kleinsten bedürfnissen alles selbst, und wie geschmackvoll, wie sie geschickt weben, wass sie für schön gefärbte (auch lila) und gleich gespunnene wolle haben etz. – Mann kann sich nicht genug erbauen in sie – sehen der einzige sanfte Charakter dem sie haben, giebt ihnen ein zehnfach gebildeterem anstrick wie unsern Ungarn, sie leben sehr patriarchalisch, der hausgherr oder sonst der Älteste ist immer der sprechen – kommt man in die wohnstube und spricht wass man will, so ist es immer er der einem antwortet, seine antwort ist immer langsam und kommt zuweilen spät – ist er, und auch die hausfrau nicht da, so muss man zuweilen zweimahl fragen, weil sie schon zu gewohnt an diese sitte, und die Jungen nur ihre | arbeit weiter machen, doch spricht man dann von speciellen zu einem oder andern, so hat man wohl gleich antwort – Auch ist er gegen fremde nicht so sehr abgeschlossen, man soll nur wissen ihm zubegegnen zu weilen, besonders auf der landstrasse, sah ich sehr wilde trozige blicke – – ich bin aber als hätte ich sie nicht gesehen, wass kann ich wissen warum er so sieht, ich hab ihm nichts gethan – darum bleibe ich in meinem freien lauten ton, und er wird auch dazu gestimmt, und lacht und spricht dann in überfluss – würde ich warten, dass er mich wecken soll, oder würde ich mich in seine stimmung versetzen, so würde ich wohl eine stumme reise haben, wie alle übrigen Sveden oder finnen, die nicht wissen wass sie gegen solch steifen blick thun sollen, geben ihm die hand, und zeigen alle folgen MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-153 der verlegenheit. – Er ist nicht vorkommen, dass man sagen könnte höflich – es ist ganz natur des guten herzens, sein benehmen – er sagt mit flegma an seinem Sohn, wenn es schon nacht, und die andern arbeiter die bei tag  zu thun haben nicht wecken will – er soll anspannen – dieser geht in stille hinaus – und man sieht kein zug wie in andern ländern, einer geld sucht, oder andern Ceremonien man hört nichts, es ist alles still, nur der Sohn kommt zurück und sagt es ist alles fertig – – es war alles so langsam, und man staunt über die schnelle herrichtung – – mit guten ist er zu allen bewegen – will man im dann in der laune höher stimmen, so hängt es nur von Reisenden ab – ich war bei alle gleich wie zu hause. – – Männer und Weiber sind in allgemeinen sehr kräftig mann könnte sie alle zu soldaten nehmen – – Überall waren sie in bauen begriffen, und thun es mit viel geschicklichkeit, auch ihre ofen haben hier Architecktur, und sind nicht so zusammen geworfene stein haufen wie in Laukas – – die kota sah ich gewöhnlich, mit mauer wänden.

    Die durchgefahrenen gegenden von Laukas sind wüste und schrecklich, zu hause sehe ich auf einer fahrt von einer Russ. werst mehr felder, als hier auf dieser ganzen strecke – – sie war mehr hügelicht, aussiehten hatte man nirgends – meistens geschlossen mit verwüsteten gestumpften waldungen, oder nur jungen buschen, wo hie und da gebrante Svedje flecken einen weitern blick bahnten, ein freien nur bischen cultivirten platz zu beiden seiten konnte ich nirgends sehen, – wohl nasse steinigte strecken zu weilen – auch nur selten einen hof zwischen der fahrt von einem Gästgifver zum andem. – – bloss nach solch einer fahrt urtheilend sollte man denken, man ist in dem verwüstestem theile der Welt – nur eine karte von Hermelin kann einem aufschluss geben. – – Die ersten bewohner konnten nur längs der Seen in dass Land dringen – diess waren die grossen heerstrassen ihrer ankunft – – ihre nahrung in solchen land konnten auch nur fische sein, so baueten sie ihre wohnungen längs der Ufern, der wohnten hier Jahrhunderte, während ihnen MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-153 die nahe liegenden tiefern Gegenden unbekannt blieben – Seen waren die pulsadern des lebens der ganzen bewohnung, und alles wollte nahe, an ihren gaben sein – Als diese ufern so bebauet waren dass andere keine anlegungen mehr thun konnten, wendeten sie sich in dass innere land, durch dass die landwege nun führen. – Sie sind die ärmsten dess landes, sie kamen in ein ganz ungebildetes land, sollen diess durch ihre mühe der Cultur fahig machen – frosste zerstörten von Jahr zu Jahr ihre hoffnungen, haben sie wieder gute ernte, ist der transport schwierig – ihre lebensmitteln sind auch mehr beschränkt wo sie viel fische nicht haben – – leben viel weiter entfernt von einander als die bei den Seen, wegen mangel an Wegen, sehen sie sellten andere, und haben sie auch diese, sie sind nicht so bequem dem finnen als die auf den Seen, die ihm mehr angebohren sind – – alle diese gründe zusammen müssen ihm wild und verschlossen machen – und es ist nur zum stauen, wie er doch solche sanftheit besitzen kann – vergleiche man mit ihm solch ein groben Österreichischen bauern mit ihm. – – Svedje muss darum noch immer die weitere condition der bebauungen sein. die wege sind krokiga men fasta, skogarne dystra – mängden af klipperoch sten ar på några ställen sa stor att ögat med möda upptäcker en fri syn af nagra □fammar.

    In Koskinen war darum dass anziehende der leute schon gefallen sie noch See besitzen zu kleinem stück – über Löttökoski kam ich nach Pihkämäki zu übernachten, es war nahe zu ein Uhr als ich ankam, es war stark nass kalt – doch so licht dass ich sehr gut lesen hätte können – auch behielt  |die gegend des Sonnenniederganges immer einen lichten schein, man hat mehr keine nacht – er kommt mit sehr fremd vor, wenn ich die leute schon schlafen treffe, und die sonne noch nicht unterging, sie geht um 3/4 auf 10 nieder.

    Der Ungarische bauer ist in kleinigkeiten generös – der finnischen bauer fordert, und wenn es nur 1 kopek – doch fordert er nach dem werth seines dienstes, und giebt man ihm mehr, so giebt er es zurück – Ich habe noch 10 kopek in der tasche die man mir schon 3 mahl zurückgab. – Auch Sotmoria beschwärte sich dass ich ihr viel zu viel gab, als ich ihr aber sagte, der man viel väek hengenkin, schwieg sie – in der angst vielleicht, nicht noch sich mit meiner Seele beladen zu müssen.