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Finnlandi Úti Jegyzetek – 11. füzet: Laukas (Albacka)
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MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-129
Finnlandi Uti Jegyzetek
11 füzet
Laukas (Albacka)
MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-130
Luft Constitution 21 Maj
Wegen einer bessern übersieht will ich mit dem Herbst anfangen, und habe dann ein ganzen jahr Curs, wenn ich von Fiinnland fahre. Monat October brachte ich ganz in Sveden zu – es war ein wunderschöner herbst, trocken mit meistens reinen tagen – die Sone bekam erst gegen zehn Uhr mehr kraft, unterdess bedeckte ein leichter bläulicher nebel, den horizon. – Den ersten October betrat ich dass Dampfschiff Daniel Thunberg in Gothenburg, durchfuhr die ganze breite Svedens, von südwest gegen Nord Ost und kam den 6ten in Stockholm an. – Es lebte noch alles, dass laub war grün, Vögel quitscherten, doch der Sonnen blick matter, – – kältere Winde waren auf den Seen – doch nicht zum frieren. Den dritten October hatten wir früh regen – Nachmittag wieder Sonnenschein – der 5te war ganz regnerisch – wir waren auf den baltiqie. – Den 8 war nachmittag wieder regen – – doch war diess alles noch sommerlich keine neblichte tage, nach regen war es wieder licht, und die Sonne trocknete – doch nicht in der Stadt Stockholm – sie hat dass schlechteste pflaster der welt, und trotoir kennt man nur auf dem Slottbacken, und einem theil auf Skeppsholm – Auf Nord und Söder Malm hat man keines. – Den 10ten fuhr ich nach Upsala – es war ein lichter tag, doch hätte ich ohne mantel gefroren – Koravitzky hatte überrock, dem er schon auf den thunberg hatte – und zuweilen blitzte frost durch sein körper – Abends war es zum frieren. – Den 13te war Sonntag, zur Wachtparade kamen eine menge Menschen auf den Nordbro, ich spazierte auch da mit Cavallus, er musste nach hause laufen um Mantel – in sein schwartzen rock fror er, wurde roth und blau. – – Winde erkälteten schon die luft – wie in Upsala, als ich nach Gamle Upsala ging – es war Nordwind und kalt – – doch die meisten tage waren windstill. – Den 16ten fuhr Koravitzky über Lübeck nach Petersburg – es war mir ein schwerer tag. – Den 9ten war ich in Drottningholm, die schären waren noch belaubt – doch die lindenallee MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-131 in Schlossgarten war in sterben – die Blätter gelb – und stürzten eins nach dem andern zu ihren grab. – Den 23 war ich in Ullricks dahl, war sehr windstill, die Natur kahl, zu ihrem schlaf ganz bereit. – Es war mir ein wonnevoller tag. Den 25 regnete es – der 26te sehr nasskalt – den 27ten schneiete es – Den 30ten heiterte es sich aus. –
Monat November die erste hälfte war ich in Stockholm, und auf reise nach Helsingfors – die zweite hälfte in dieser Stadt. – Die nacht frierte es immer – Den fünften war es neblicht, nass kalt ich spazierte mit Cavallius und der Thee im Nordbro Caffehaus war sehr erwärmend. – Den 6ten fuhr ich von Stockholm, es war Nordwind, auf den schiff verdeck zum zittern kalt – den zweiten tag hatte ich mein schafspelz um – auch den dritten – unsre schlafkammer war wie eis. – Als wir den 8ten nach Åbo kamen war der Canall gefroren – wir mussten bei dem schloss aussteigen und zu fuss zur Stadt gehen – Die ganze Gegend wie auf Åland, so hier war dünn mit schnee bedeckt, es war zu kalt dass es hätte können mehr schneien. – Als wir abends ins theater gingen fror ich in mein mantel sehr. – Unsre reise nach Hellsingfors hatte reine tage, nur den 11te nachmittag war bischen nass – in Helsingfors hatte man noch kein schnee. Ich wohnte bei Strandberg es wurde mir täglich zweimal geheizt. – Den fünfzehnten zog ich zu Eckman, die Witterung war milder, wir sahen von speise saal täglich die sonne, am öftersten speisste ich doch in mein Zimmer – Ich war in dem fechtsaal mit Collan – hut zu kaufen – bei den schneider etz. sind erinnerungen auch auf die Witterung – war auf Concert proben v Messias – den 24ten bei Nordström zu erst auf Wisite – wir waren mit Fränckell in schnee dahin gegangen – – den 29en nahm ich zu erst, ein finnisches bad – abends war ich auf Vledders flöten Concert – sah die Armfelt, Hartman, und viele von der Stads nobless – – Man sprach schon überall von den fremden Ungarn MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-132 und Armfelt der Gouverneur kam zu Frenckell zu fragen ob ich der wirkliche wäre – Es war dass allgemeine stadsgespräch über dass thema – der Ungar. – – Den 1 December war ich auf Ball im Societäthaus – hatte unter den Damen gar keine bekannte ich unterhielt mich nur dessto besser – mann gab auf jede bewegung dess Ungarn obacht – – ich spielte sehr nobel.
Monat December. Es war nicht so trocken wie Nowember – den 1 December war unter der Nacht sehr viel schnee gefallen – es dauerte mehrere tage den 5ten blieb es kalt, den 6ten fuhr man über eis nach Sveaborg – es waren mehrere lichte kalte tage darauf. Mit 15ten fing die kälte auf dass neue arm – der Nicolai tag am 18ten hatte 20 grad Celsius. – Den 22ten machte ich bei Theslef meine aufwartung, denn 23ten bei Armfelt – es war so ein leichter tag, wie man in Süden kaum da gehabt hat. Zu Weinachten war es neblicht, es fiel ungeheuer viel schnee als ich von Martin nach hause kamm glaubte ich in dem versinken. – Den 8ten dieses Monaths war Concert, Händels Oratorium wurde gegeben – es war viellicht mein schönster abend – der Salon war ganz voll, es wurden 800 billetten verkauft – ich hatte sehr viel bekannte – die Quarderobe war klein dass sehr wenig auf einmahl gehn konnten, und viele bleiben da, über ewine viertel stunde – – die Conversation war für mich sehr vortheilhaft – und man sprach den andern tag wieder viel – wie die Ungarn lebhaft sind. – Im Chor der sänger wirkten 60 personen von allen ständen mit, die stimmen waren doch, nebst dieser frequenz, sehr gedämpft – biss sie mehr in svung kamen – die letzten 2 theile hatten volle energie. Dass Orchester war schlecht. – In Chor der Damen waren alle die nur diesen geschlechts in der Stadt musikalisch sind (etliche ausgenommen) – sie waren alle weiss angezogen, und stellten auf der tribun einen MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-133 wirklichen Engels Chor vor – die 19 Jahr alte professorin Laurell war so süsssanft wie eine Westalin. – – Die Witterung war hell und trocken. Den 26ten war wieder ball in Societätshaus – weil der Stephans tag lustig soll sein – es sind diess subscriptions bälle – die in gewöhnliche alle 2ten Sonntag gehalten werden – 12 durch den herbst und Hinter. der salon ist durch 2 etagen und gross und geschmackvoll decorirt – man tanzt 3 francaisen auf einmahl darinn und gemächlich – gewöhnlich ist er doch nur zur hälfte voll. – Die bälle fangen sich um 8 Uhr am, und endigen zwischen 12 und 1 Uhr – – Thee wird zu anfang immer umsonst servirt – man tanzt zu erst wals, dann etliche francaisen, dann Svedisch quadrill und potpourri oder Mazur, zuletzt gewöhnlich wieder wals. Die Musik ist taktfest. – Officiere tanzen alle in Uniform mit epolets – sie nehmen den ersten platz ein, weil sie auch immer den grössten theil der Männer ausmachen – – es wimmelt nur alles von aufschlagen – sie sind die kuhrmachers, Civil ist im hintergrund. – Die Armfelt (Mathilde) war wunderschön diesem tag – ihre Mutter ist eine Miss Bruck eine Creolin – – Sie die tochter ist hoch, schlank, hat schwarzes haar; länglichtes gesicht blühende Wangen, und ein helles reines Auge wie krisstall – auch ihre Seele ist so aufrichtig und rein. – Ich werde mit Amelung bekannt und war den 27ten bei ihm in Sveaborg auf Mittag.
Monat Januar war die erste hälfte meist neblicht, die andere, frisches Wetter. – 1ste war sehr trocken kalt – Den fünften fuhr ich nach Sveaborg, dass feuchte neblichte Wetter genierte meine locken – den 8ten als ich um die festung fuhr war es kalt den 13ten zum Russischen neuen Jahr, sehr leicht wieder, den 16ten früh hatten wir 1 grad wärme, den 17ten zwei grad wärme, doch der beissende Nord wind der Nachmittag kam, änderte es auf 17 grad kälte. MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-134 Als ich den 18ten auf Maskerade nach Sveaborg fuhr – frierte quasi aller luftzug – kein lüftchen rührte sich – der Mond versilberte dass ganze Schneemeer. – In etlichen beschreibung von Finnland lass ich, dass Clima in Winter ist hier sehr ungesund, es friert alles, die dünste schlagen sich zur erde – aller atmospheische niederschlag bleibt im Lande – da könnte ich eben das contraire sagen man braucht nur einmahl einen finnischen kalten Winterhimmel gesehen zu haben, und die sache spricht von sich selbst – der niederschlag kann durch winde immer weiter befördert werden, und die heitere klare atmosphere wirkt viel gesunder belebender als unsere neblichten kalt nassen tage – – es ist auch die Ursache dass fremde aus süden hier viel weniger frieren, wie die einwohner – ich ging den ganzen winter in meinem rock denn ich auch jetz anhabe, und hatte sehr selten gefroren, mein mantel war mir zu lästig über ein so dickes zeug. – Wenn unsere Winter nasskalt sind, dass der frost durch körper und seele geht, und die ausdünstungen da wirklich ungesund sind – so ist hier in Norden eben dass Contraire – und er winter hat hier nur vorzüge mit der einzigen ausnahme dass er um etliche Monate länger dauert. – – Die wahre strenge kälte ist am wenigsten afficirend, die luft ist so still, wie in schlaf versunken, und so dünn und klar, dass man in laufen kaum ihren wiederstand fühlt – ich spazierte an tagen wo 17 grad kälte war immer am liebsten – denn ich fühlte mich nie freier wie da – nur zuweilen wenn man von der wärme kommt, ist es für die brust ergreifend man wird beklommen und hat schweren athem – – Nur Nordwinde – die Russischen winde, sind fürchterlich ich hatte sie doch nur einmahls mehr versucht. – Die kalten tage ausgenommen hatten wir in helsingfors immer winde es liegt ganz am Meer ufer – es hat ewigen luftzug.
Die finstern tage, die wir zu weinachten hatten, hätte ich fast vergessen – – Zu Winter Solstitium ghing die Sonne um MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-135 9 Uhr, 8 minuten auf, um 2 Uhr 50 minuten nieder – einen lauf also von 6 stunden – wenn es reine helle tage sind. – Wir hatten nebel, es schneiete, bis 9 Uhr brennte bei mir die kerze, nach 3 Uhr um halb 4 schon wieder angezunden. – es wurde gar nicht recht hell – – Doch sind die Nächte nach hellen lichten tagen, hinnreissend schön, es ist ein tausch der Sonne mit dem Mond, wenn dieser in voller klarheit und licht am 4 Uhr nachmittag schon begient – Mann muss einen wetteifer mit sein vorgeher bemerken, ein streben, herscher des tages zu werden – Sonne und Mond haben hier ihre geschiedenen perioden und der herscher Phoebus ist bezwungen von der bescheidenen Dianna – – Sie sind ihrer natur nach wirklich verschiedenen Geschlechtes, diese zweie himmelskörper.
Den 24ten hatten wir 28 grad Celsius – bis 29ten waren meistens lichte kalte tage – diesen schneiete es wieder. – den 31 wunder schönen sonnenschein.
Monat Februar Die tage waren kalt, den 4ten starken wind dass ich mantel nahm – den 7ten bricht sich dass wetter – es regnete ein bischen, sehr wenig – doch schneiete mehr – Später heitere tage, häufig wind – Von 21 bis 27 wahre frühlings tage wir spazierten sehr viel – Den 29ten waren 29 grad Celsius. – Monat februar war sehr schön, – so wie er in Ungarn nicht schöner hätte können sein – trocken mit warmen sonnenstrahlen.
Monat März der 1ste Tag wunderschön und darnach, gleichfalls die andern, dass es den Eisbergen in Sveaborg drohte zu zerschmelzen – Den 10ten doch Abends war es sehr kalt, die arme Ramsay war mir ein thermometer, bei der beleuchteten bahn. – Den 11 12 und 13 schneiete es abweckslend viel. Über die letzten februar und Anfangs März tage, weiss ich nicht wass für ein lob zu sagen. Es waren ganz tage wie die Ungarn, über die wir uns so viel hier zu der zeit entzücken – auch waren die Nächte zuweilen mild, doch der schönen Sonnentagen Charakter ist, dass sie eine kalte Nacht haben, und diess hinderte nur dass stärkerte schmelzen des schnees der doch bis anfangs März auf dem platz vor dem Societätshaus zerging. MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-136
Die tage nahmen auch mit Riesen schritte zu. – Wir spazierten eine Menge mit Lohman – Die schliottenbahn war schlecht, und an den ufern des eises auf der fahr nach Sveaborg viel wasser. von 13ten bis 17ten war auch abweckslend schnee mit sonnenschein (meistens in der früh) den 20 und 21 schneiete es ohne aufenthalt, und auch weiter bis 24en. – Von 25 bis 30 schöne warme tage – – dieser ist sehr stürmisch mit schnee. – Die zweite hälfte war also in den grad schlecht wie die erste gut.
Monat April. Mit diesem Monat hört der Winter auf – es beginnt dass thauwetter, wass in Helsingfors wohl mit mitte März beginnt. – – Lichte tage weckselten mit trüben – den 5ten hatten wir schnee gewitter, es war stürmisch, und ich hilet es schon für das letzte – den 7ten Abends brach sich dass wetter wieder in Regen den 8ten war es sehr neblicht, doch mit leichten Sonnenwärme und süd wind – – es drag durch und durch den schnee, und unser weg von Wiitasaari war ungeheuer schlecht – von diesem bis 18ten waren gleich schöne warme tage – der schnee zerging mit grosser schnelle, und grosse stücke landes waren vor mein fenster von schnee entblösst. – Der 18 war kalt und windig ich fuhr zu Waldén auf schlitten und wir mussten nur suchen den schnee, doch stand dass eis noch gut – der 19, 20 waren windig von West – in der Kirche war es mir so kaltz, dass ich nach hause musste. – den 21 Abends schneiete, und dem 22 war alles wiedes weiss – der 23 und 24 sehr neblicht, den 25 regnete es sehr dicht und leicht. – Der 27 war wieder schön ich kam zu fusse nach Lammasacho, denn mit schlitten wäre es nicht möglich gewesen – Der See war noch sehr fest – und den vorigen tag fuhr noch knorring mit schlitten über ihm. Sein eis war klar, von schnee denn die sonne lösete befreit, sah es wie ein kunstwerk aus, ein spiegel der natur, er malte die farbe des himmels in sich, und hatte die schönsten ubergänge in das grüne und blau dessen. MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-137 Die leute wagen auf solchen eis viel – während ich in Laukas war (gleich den ersten tag) fiel eines reisenden pferd unter dass eis – es wurde gerettet – Am Ostertag ein zufusse gehendes Mädchen, auch sie rettete sich. – Auf diesen kleinen Seen ist es viel gefährlicher als auf den grossen, die später davon befreit sind, wie sie auch später frieren. – den 29 war West wind, er wüthete – Sonne sah man selten es regnete die ganze nacht auch den 30 ein bischen – es war der erste wirkliche regen denn ich in Finnlanf sah – in herbst war für regen schon zu spät – – Die Aussicht von meinem fenster war nun von schnee ganz befreit nur die Nördlichen abhänge der berge, und um den felder einzäumungen, ausgenommen. – Abends war nordwind doch nocht kalt. – den 29 fuhr Schilt nach Jyväskylä auf kerra.
Monat Maj. Das ganze Monat windig – bis 14 immer Nord wind – diesen Tag wendet sich es zu süd wind. – 1 Maj – es regnet mit schnee gemengt – Ich ziehe nach Albacka – unser versprechen den Waldén nach harhala zu kommen, konnten wir wegen der witterung nicht halten – den 2 heitert sich es aus – Ripinen der Kaufer von Ahlbacka komt an – er fuhr noch über eis, doch fiel ihr pferd zweimal – diess war den 4ten einem sehr schönen tag, abends lud er Schilt mit der Mutter und mich auf tuliaisia es bestand darinn, dass neben unsern gewöhnlichen Abendmahl brod von ihm, schwein fleisch und palvat kött, dazu gegeben wurde, um quasi ihre kochart zu zeigen. – auf unsern spaziergang begegneten wir die schöne SotMoria, sie kutsierte auf einer kerra von pernassari nach hause. den 5,6,7 wolkicht, es regnet öfters – wir rudern täglich auf dem See und beobachten, wie dass eis zergeht. – Die nacht zum 8ten schneiete es, den 9 abends schneiet es wieder, den 10 ist alles mit schnee bedeckt – der den ganzen tag bleibt – es ist kalt, wire fahren auf kerra zur Kirche, sind biss abends bei Walden. – – Leute waren sehr wenig in der Kirche es ist die zeit wo es zum reisen fast unmöglich ist – über seen gar nicht – – eis wär diess jahr, sehr dick, dass es nebst so vielen MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-138 schönen wetter nicht schmelzen konnte – darum kann der frühling so schwer kommen – so lange wenigstens eis ist, schneiet auch es für gewöhnlich. Von den herbst kann man immer auf den frühen oder späten frühling schliessen – diess jahr war in Helsingfors schon viel schnee, als man hier nur trockene kälte hätte – es frierte dadurch die blosse erde, so auch die Seen auf einmahl tief – – Dass vorige Jahr, hatt die kälte mit dem schnee gepaart angefangen, die erde hatte dadurch ihren pelz und konnte nicht tief frieren, die seen waren auch kaum mit dünnen eis bedekt, als der schnee darauf kamm und dass tiefere frieren verhütete – So war es – dass obwohl bis ende April sehr kalt gebleiben war, und man überall auf besster schlittenbahn fahren konnte – doch mit dem ersten Maj die wärme so eintratt dass in 10 tagen kein eis mehr zu sehen war, mit 12 auch den Pajenä nicht – das wasser überströmte die ersten tagen alles, als es von bergen kamm. – Als ich zu fusse von den Walden kam war in Wald der thon boden ganz lose, er biegte sich wie elastisch als ich darüber ging – er frierte sehr tief im herbst – nun siegt sich dass wasser hinauf – –die Wege, wo es lehm ist, sind auf vielen orten mit löchern von gesunkener erde, und gesprungen gefaltet ist der ganze weg nach der länge. – auf vielen orten sieht man sand mit thon gefärbt – es ist: wie dass wasser wass in thon-grund gefroren war, nun heraussikert, und kurze weile über diesem bleibt, so setzt sich der aufgelösste thon –und dass wasser fliest ab.
Der 11te tag war rein – doch kalt von wind, den 12te sehr nass kalt – Schilt fuhr nach Jyväskylä – den 13 ging ich früh um 10 auf den See – es war so viel neues eis dass ich schwer durchrudern konnte – auf den bergen und längst zäumungen noch schnee – zu mittag fiel schnee aus einer dunkeln schwarzen MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-139 wolke. den 14 war die erde noch viel gefroren – der wind war südlich und trieb dass eis auf dem See, ganz zur nordlichen seite, dessen. In der früh kam der Apotheker [...] auf besuch und nach mittag fuhren wir auf des loosen seite des Sees nach Pernasaari. – den 15 waren wir erstaunt, auf dem see war nicht ein stück eis – und gestern war er mehr als die hälfte noch bedeckt – der südliche wind zerstörte es durch die warme nacht – es ist nicht zubegreifen diese gewalt über dass eis – als wir den 6-7ten täglich zu rudern auf die See gingen waren immer von einem zum andern tag ungeheure stücke geschmoltzen längst dem Ufer – – und es waren tage wo sich die Sonne gar nicht zeigte – es macht die höhere temperatur dess wassers alles. – Abends reisste Schilt nach Koivisto ich schrieb bis 17 früh, wo er kam. den 18 transportirten wir den apfelbaum nach Pernassari. – Abends war ein grosser wasser krieg, weil die küche heute zum ersten mahle ausgetrieben wurden – – Es waren schwarze donner wolken über uns gezogen, doch sahen wir nur blitz – (zum ersten mahle).
Den 19 Nachmittag donnerte es zum ersten mahle – es fiel ein starker regen – der erste wirkliche Sommer regen –seine wirkung ist sehr gross – Schilt musste wieder nach Saarijärvi fahren – Abends sah ich noch die schönste vollkomste Iris – dopplete Iris – die sonne war schon ganz im sinken darum war ihr kreiss nicht gross – Ahlbacka hat eine enge Aussicht – sie ist nach Osten, von süden und nord laufen in ein angulus acutus zwei hügel ketten zusammen die doch durch dem See geschieden bleiben – – Auf diesen zwei hügel rücken hatte sie ihren stand – mit so hellen farben, dass sie noch einen leichten schatten hatten, auch eine Iris doch – – der andere bogen war grössere und hatte mehr in vorgrund seine basis – MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-140 Der regen hatte sehr gute wirkung, auf den Sonnen schein darauf kamm neues leben in die wegetation, und die Winterfelder haben jetz, ihre wahre grüne die sie haben sollen – es ist von weiten ein ganzer grüner teppich, vollständig meine ich, der keine lücken weiter hat. – – Den 20ten regnete es wieder, mann, fing diesen tag an zu ackern. – – Auch ist der schnee nun gänzlich weg. – – Seit dem dass Eis tod ist, kommen immer so schwarze, grimmige wolken, von einem Sturm zu weilen wirbel begleitet, regen haben wir täglich – doch auch Sonnenschein – Und laue warme luft. – –
Emberiza Citrinella (snösparv) sah ich den 6 April
Kuret (kurku) tranor 23 April
Anden i strömen 18 April
Svalben zum ersten mahle (nordlich einzeln wind) 2 Maj
~ mehrere in haufen 14 Maj
Kukuk gehört 13 Maj
lohm 15 Maj
Alen blomma (18) 24 April
Aspen blomma (populus tremula) 18 Maj
Die Vogelbeere hier auf den hof, brachen auch ihre knospen den 17ten – nun auf dem regen von 19ten sind sie ganz offen ein zoll lang schon in etlichen tagen haben sie blätter. Diesen tag hörte ich bei der nacht die erste Nachtigall
Palme hatte schilt in Sysmä zu ostern gesehn, nur sehr wenig doch noch guckend – Ich sah den 4 Maj hier in Albacka ganz vollkommene. – Der Raasen auf dem hof ist zur hälfte grün. – Sirenen sind heute mit der knospe gebrochen. – Palmen stehn in hymenheute ganz üppig. –
(szunyog) war mir den 19
zum ersten mahle lästig. Der abend ist kalt, der wind nördlich, wirklich kalt – Der pieksämäkier bauer lernte mich: wenn es im frühjahr donnert, so wird es immer kalt, donnert es in Sommer so wird es warm. – Sein sohn hat einem langen pelz bis unter die knie an – tragt einen filzhut wie ein Tiroler, nur klein.