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Finnlandi Úti Jegyzetek – 8. füzet: Laukas (Albacka)
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MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-090
Finnlandi Uti Jegyzetek
8 füzet
Laukas (Albacka)
MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-091
Administrations bestimmungen 17 Maj
Zur Provintzial Administration ist Finnland in 8 Gouvernements getheilt – Jedem steht ein Gouverneur vor und hat Oekonomische und polizeiliche aufsicht – jedes Gouvernement ist in Vogderien getheilt wie Wasa Gouvernement 5 hat – der Krono Vogde steht diesem vor, zur seite hat er dem Häradskrifvare, unter einem Kronovogde stehn 3-6 Ländsmanne, sie sind in immediates berührung mit dem bauern, sind polizei Männer und Fiskale der Krone. Sie sind gewöhnlich so vertheilt dass in einem jeden kirchspiel einer ist. – Des Krono Vogdes högste beschäftigung ist die einnahme der steuern – zu diesem behuf sind die eintheilungen der Kirchspiele in dörfer – es ist ein Nahme der einer gewissen zahl von höfe, die mehr auch durch naturgränzen zu einander geschlossen sind, gegeben wird – so ist Laukas wass 440 höfe oder hemmans röckar hat, in 26 dörfer getheilt wovon jedes eine zahl von 20-30 höfe in sich hat, deren jeder sein bestimmtes Numero hat – So werden dann zur steuer einnahme im frühling 2 bis 3 Ortschaften zu bestimmten tag auf ein Ort bestellt und nach ihr Numero geben sie in ordnung ihre abgaben. – Ein gut ein besitztum wird Hemman (talo) genannt – – grosse besitzthümer – hemman, hat man wenige – Ihr maastab ihrer grösse ist Mantall – eher war es ein grosses stück (unbestimmtes) erde, wessen ihre abgabe in den steuern eine unitas einen maastab gab – – nun sind 1700 tunnland brauchbare erde wozu 300 zum ersatz steinigter gegenden gegeben werden – ein tunnland hat 14,000 quadrat ellen. – Die zahlungen waren eher geschehen nach bogar kor und öresland diese 3 bestimmungen wozu etwass geld noch kam – diese gelten noch, nur dass sie sehr vervielfaltigt sind, und jährlich nach marktpreise bestimmt werden – wass ungeheuer viel Calculus giebt – – nun soll diess doch, nach einen mittel preis von 15 Jahren bestimmt werden auf längere doch unbestimmte zeit. MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-092
Um eine gleicheit und bestimmtheit der hemmans abgaben zu gewinnen hat man nun schon seit vielen Jahren den Stor skiftet (Iso jako) eine geometrische bestimmung der aufdehnung der erde, und ihre verschiedenheitenund brauchbarkeit. – Sammfellighet nannte man nähmlich einen districht erde, durch gewisse natur kränzen bestimten – die abgabe eines solchen war von ungefähr nach maastab eines Mantal bestimt – – hatte sich späterhin die bevölkerung auf solchen platz vermehrt, und viele hofe durch theilungen entstanden, so hatten sie ihre geschiedene äcker und wiesen, doch wald gemeinsam von dem jeder erde sich konnte bebauen wie er wollte – und die abgaben blieben doch immer so, wie sie dfer erste bauer alleine gab. – Die bauern hatten so nicht ihr bestimmtes – hatten auch nicht sporn zum grossen fleiss – und die Krone hatte verhältnissmässig sehr schlechte einkünfte – man unternahm also diese allgemeine theilung – Ein Sammsellighet wurde gemessen und aufgenommen, die bestimmte correspondierende strecke ihres vorigen mantals wurde abgeschnitten und unter den bauern vertheilt – aus dem andern übergebliebenen theil wurde neue bonställen hemmane bestimmt oder konnte die ehemaligen bauern ihr hemman dadurch vergrössern mit onus der Correspondierenden steuer – diess hat doch nur ihre Sanction in dess Senats beschluss auf dem rath des Ingenieurs und Gouverneurs. – Diess ist eine kette die dem bauern zum akerbrauch festet, und wirk ausserordentrlich viel gutes. – Doch ist ein mantal nicht eine strecke von 2000 tunneland wass der will für eine erde – steinigte gegenden und sümpfe die nicht zu wiesen bereitet werden sind aus dieser zahl ausgeschlossen, als impedimenta, nicht gerechnet und andere erde dafür gegeben – so hat Schönemann vice häradskrifvare, in Wehniä 10000 tunneland als 3/4 mantall, also 10000 für 1500. – – 10511 tunneland machen eine deutsche □ meile. – 23143 eine svedische □ meile. MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-093
Die hemman sind nach ihrer Natur – 1 Kronohemman – die krone hat da noch Dominium, der bauer usumfructum – er kann davon nicht disponieren, kann nicht svedjebrennen – und kann es nicht theilen unter den söhnen – es bekomt es immer der älteste Sohn – Dominus wird er davon wenn er die grundzahlung für drei jahre erlegt – es ist kein hoher preiss, doch kosten die betreibende Commissionäre gewöhnlich mehr – die güter werden durch diess Skatte Hemman Perintö tato, so ist der bauer eigener Besitzer – oder nach unsern begreiff ein bauer der krone, in dem unsere besitzthume immer freiheiten und kleinere regalia haben, die hier fehlen – diese species bononem hat man meistens hier. Rusthåll hemman ist auch skatte hemman, der doch andere kleine hemmane als donation hat – – ein jeder socher hemman, muss einem Cavalleriesten aufstellen, und zur hülfe sind ihm diese kleineren bestimmt. – Frälse hemman sind donationen, sind freie besitzengen für die doch infanterist gestellt muss werden, – Berastade säterier müssen ein Cavalerist stellen sind sonst ganz wie Alodial säterier welche donirt waren, wenn der König im lande reisst, dass er quasi da absteig quartere habe und darum sind sie ganz frei, nu wege müssen sie machen.
Die erste klasse der ackerbebauer sind so diese bauern – die zweite Classe sind törper – – Wenn nälunlich ein bauer grosse wüste strecken erde hat – so giebt er diese pro usufructu an ewinem freien Mann, an einem Diener von sich – der kein eigenthum hat – er schliesst immer contract mit ihm – er hat zu erst nur mühe ohne belohnung, so hat er freiheits Jahre, gewöhnlich 10 Jahre – darnach arbeitet er gewöhnlich 2 tage die woche seinem herrn, mit pferd oder ohne ist eins – giebt ein lispund butter und kleinigkeiten die von seinem wohlhaben abhängen. Sie schliessen zu erst contract, der aber nur zur zeit reicht wo MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-094 der törper alle onera tragen muss – da kann der bauer seine forderungen alle 1½ Jahre erhöhen wie er sieth dass der törper in wohlhaben steigt. – Die erste törper arbeit ist sehr schwer ausrottung der wälder und sümpfe, und sie zu ackern und wiesen bereiten – doch hat er späterhin zuweilen besser als sein herr, in dem dieser steuern an die Krone bezahlt, wo dieser dahin nichts berechtiget. – Will der bauer den törper aufsagen, so muss er dass vor Thomas tag in December thun, wonach der törper noch bis zum 14 März in dass zweite Jahr bleibt.
die 3te Classe ist die der Einsiedler es sind freie leute die nichts haben, von tagelohn leben – sie müssen immer wenigstens ihre zwei sind, verheurathet z.b. oder eine tochter mit ihr Mutter, ein gefallenes mädchen mit ihrem kind etz. und müssen von einem bauern angenommen sein, damit wenn der einsiedler an die Krone nicht bezahlen könnte, es der bauer thue – – sie arbeiten der Sommer für tagelohn, brennen dann die erde, mach svedje für sich selbst, fischen, haben zuweilen etliche küche und zuweilen in der stube mit dem andern bauern oder in der badstube – sie können sich viel verdienen – der Olli Sussi ein starker hoher Mann dem ich bei Schilt sah hat über 7000 rubel erworben durch jagt durch svedje, durch sümpfe trocknung etz. ein anderer kaufte von Schilt einen kleinen hof etz. doch sind sie gewöhnlich nur fex hominum – an die krone zahl jede person 2 rubel.
Die bauern hier in Laukas sind durch die viel verschiedenen ausgaben sehr bedrückt – ausser dem wass sie in kirchlicher hinsieht bezahlen, zahlte lammasacho an die Krone (es ist 1/4 mantal), hat vielleiht 60 tunneland bebaute erde mit wiesen allen etz. gegen 130 rubel – an Ländsman wenn er skall vogde ist (Jagt meister) eine kappe ein jeder hof – – für die transportirung der gefangenen ein jeder bauer hof 2 kappe – für postführung in dem Kirchspiele 2 kappe jeder, eine kappe an Lagman, 3 kappe an Häradshöfding, 2 kappen für dass zimmer wo der richterstuhl gehalten wird MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-095 1 kappe für die armen, 3 kappen für dessen besonderen unterhalt 1 kappe für wege unterhalt, von brücken etz. Silta vouti bro Vogde wie Koliander er hat nur aufsicht auf die wege – 1 kappe für den Socken skrifvare. Was die häuslichen verhältnisse der bauern betrift, so hat sich sein Wohlstand sehr gehoben unter Russischer regierung, durch die einführung des Magasin Wesens, und die versorgung des bauers mit getreide in missväxt jahren.
Ihre Oekonimie besteht in Ackerbau und küche zucht. Swedje wird nur bei nybyggare als ordentlig gebraucht – sonst bearbeitet man svedje nur für rüben die man da für süsser halt, und quasi zu einem überfluss wenn man weiter nichts zu thun hat und baut roggen und gersten und buchweitzen – es nimmt immer noch mehr und mehr ab – und mit diesem auch dass petäjä leipä – Erbsen hat man viel und werden mit hafer in frühling zu erst gebaut – hopfen hat man bei jedem haus, es ist gesetzlich dass bestimmte anzahl von stöcke bei jedem hause sei – – Erdäpfel viel – lein und hampf nicht sehr viel, tabak für eigenen gebrauch zum kauen meistens, an jedem hofe – in Kangasniemi schnupft ein jeder knabe schon, sie haben ihm in einem horn, nehmen dann auf dem nagel, und so in nase. –
Küche und davon butter giebt die grösste einnähme eines bauers hier – in Lammasacho hat man 24 küche, wo von eine durch den Sommer 2 lispund butter giebt – die Küche haben sehr kleinen wuchs, sehr kleine gebogene hörner – wenig haar, besonders in winter wo sie an hals fast alles verlieren – sonst meist gekraustes haar – – Küche ohne hörner hat man auch doch seltener hier – Ihre kälber werfen sie zuweilen schon vor weinachten, und den ganzen winter fort – – – Pferde hat man gute.
Die bauern im allgemeinen sind genug wohlhabend – eher assen sie viel petäjä leipä, doch Arvidson der gute pfarren hebte sie zum wirklichen wohlstand, der doch schon bischen gefallen war jetzt.
Krankheiten der bauern sind: augenkrankheiten sehr viel, und verschiedene, entzündungen, mit schleimflusse etz. sie kommen von den vielen verhältungen der augen, von rauch und schnee – sie halten sich nicht dabei, und die affectionen werden immer grösser bis MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-096 die blindheit bewirken. – Brustaffectionen hat man sehr viele es ist dass Clima wass diesem theil so afficirt. – Scharlach, Masern, pocken die doch diess jahr nicht waren. Fieberkrankheiten weiter – wegen ihrer schlechter wartung ist in diesem selten hülfe – wenn sie auch nicht appetit haben, so glauben die andern sie werden nur mehr schwach und krank wenn sie nicht essen – und zwingen sie dazu, und geben ihnen nur noch besser nahrhaftere speisen – weiter wenn auch einer so schwach ist dass er kaum gehen kann so tragen sie ihm doch in die badstube, und von dieser nakt in die kalte luft – um ein bischen frisch zu schöpfen – – sie nennen diese krakheiten Gottes krankheiten weil sie dem Menschen so auf einmahl unterdrücken. Krebs hat man auch viel – dass in sich gekehrte melankolische gemuth bewirkt ihm – Cronische krankheiten kommen immer von ihr schlechter kost – wurm haben viele, skrofulos gesellen sich dann bei kinder immer bei, Cardielgien – dann Cronische nerven krankheiten, hiesterie hypochondrie etz. –
Ihr eigene Curen sind dafür: Aderlassen es ist ihnen alles eins, welche als geschlagen wird, sie glauben eine jede ader hat ganz ihre bestrimmte wirkung in einem oder anderm körper theil, darum schlagen sie die arteria temporalis, vena jugularis externa, augenvenen etz. wie die vena cephanica, so unbekümmert. – es geschehen daraus viele verblutungen – –
Es wird bei jeder krankheit gebraucht, und wiederholt und giebt viel zur verschlimmerung ihrer Cronischen leiden bei. – Frictionen bräuchen sie auch viel, doch gewöhnlich auch so stark, dass sie nur verschlimmern dadurch.
Zu doctoren kamen sie in diesen fällen eher, nicht immer gerne sondern nach der alten sitte lieber zu ihren tietäjät. – Schilt erzählte mir, eine tolle wurde den vorigen winter zu ihm gebracht – in weitern sprechen nahm sie ein zettel aus ihrer tasche und sagte dass es von dem Tietäjä in Ruovesi geschrieben war – sie wollte es immer mit sich führen – es war ein kleines recept in die Apotheke wo für etliche kopek MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-097 schlagwasser für sie geschrieben war – sie machte steife starrende blicke als sie darauf sah. – – Dass slagwasser wirkt vertheilend darum zeigt es doch kleine kenntniss von diesem tietäjä an – er kennt mehrere kräuter, war viellicht hie und da gereisst und hat verschiedene hauscuren gesehen – salben zu machen etz. dazu sind etliche kleine medicinische büchlein auch aus finnisch gedruckt – aus diesem konnte er sich solche kenntnisse sammeln dass wenn er auch nicht heilt doch das leiden lindern vermag von einem andern erzählte Schilt auch – sie hatten vor vielen Jahren ein dienstmädchen die an einem zahn sehr viel litt – in Kangasniemi war ein Tietäjä, nicht weit, gewohnt – er war eben in dieser gegend hier, und wurde auch hieher gerufen. – Es war ein dicker starker Mann, hatte einen langen koftan, gürtet darüber und an der seite einen kleinen sack, wo verschiedene salben und kräuter waren – – an dem rechten zeige-finger hatte er ein kleinen holtz stiften, gethärt und sehr spizig – diess galt für ein bezaubertes höltzlein – mit diesem stach er ihr etliche mahl in dass zahnfleisch, dass etliche tropfen blut kamen, schmierte es mit einer salbe, von der er ihr auch noch etwass gab, und sie war wirklich curirt. – In seiner arbeit war er ganz stumm, auch sonst sprach er wenig, und hielt sich mehr zurückgezogen – bei den leuten gab ihm diess ein ganz magisches aussehen – in Rautalambi soll jetz ein gewisser Korhonen (verschieden von den Poeten) sein – hier in Laukas sind keine, ihre zahl nimmt viel ab, weil man nun so schon gescheiter ist und solche namen nicht mehr giebt. Diese Tietäjä waren menschen von grössern geistes kraften, sie überflügelten in verstand ihre nachbarn und waren in rath geben geschickter als andere – so waren sie zu diesen namen mit der zeit gekommen – in dem grossen zauberglauben des Volkes war es nicht schwer einem solchen dann durch gaukeleien, verschiedene ceremonien sich noch mehr ansehen zu erwerben, und wenn die leute zu erst wegen einzelne körperliche affectionen zu ihm um rath gekommen sind – späterhin auch anMTA KIK Történelem Földl. 4r-25-098dere durch sein imponierendes wesen zu bewegen, um rath in zaubergeschichten auch verlangen – – hat er auch solchen willen zu weilen nicht gehabt zu erst – es war doch schon im Volk der leichte glaube, in einem oder andern mehr erhabene kräfte zu denken – und sie kamen dann zu ihm: Mädchen um Mannesglück zu suchen, eine andere alte um zu klagen dass ihre Kuh sehr wenig milch giebt, ein dritter dass man ihm etwas gestohlen, wenn er dass zurückzaubern würde etz. alle diese brachten ihm dann auch geschenke etz. – so wollte er dass schmeichlende zutrauen, das ihm für solch grossen mann hielt nicht selbst in den leuten zerstören – auch eigennutz brachte ihm dazu – dass er dachte wenn ihr so dumm seid und so etwass glaubt, so kann ich euch ja leicht etwass vorgaukeln – so verschrieb er dann verschiedene kräuter, gab salben, murmelte zauber worte und verse darüber, gab sich zuweilen steifen eisigen blick, oder wieder rasenden ausdruck etz. und die leute waren durch schrecken und staunen und glauben und hoffen magnetisirt, und waren gesund – oder wenn es eine kuh war, so half ja in etlichen tagen die Natur. – – So wenn ein bestohlner zu ihm kamm – fragte er verschiedene umständlichkeiten, wie er wohnt wass er für nachbarn hat etz. und sagte so dann: der dieb wohnt in deiner nähe, er hat jetz schon angst über dass gestohlene etz. er fing mit langsamer gedämpfter stimme an, die sich immer mehr hob und zuletzt in brüllen überging er schrie mit schrecklichen geberden – dem Menschen, dem dieb, der deine sachen hat, fallen die beine ab, wenn die sachen dir in 3 tagen bei der nacht nicht zurückkommen etz. – so ging der bestohlene nach hause und erzählte den schrecklichen fluch, der in der ganzen gegend bekannt wurde. – Nun sind die diebe hier nicht so aufgeklärte köpfe, sie sind arme leute die gewöhnlich aus noth, frucht oder dergleichen stehlen – ihr gewissen feinigt sie gleich, als sie die that vollbracht haben MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-099 und wegen der unerfahrenheit in diesem sind sie schon ängstlich wegen ihrer entdeckung – – Wenn sie hören der mann ist zum tietäjä gegangen, so wachst ihre angst nur noch mehr – wenn sie nun noch den flush dessen hören und etz. sind sie ausser sich, sie können nicht schlafen, und suchen wie es ihnen möglich ist noch die erste nacht, dass ganze zurückbringen – und die leute staunen dann, wie die sache so von sich selbst zurückkommen konnte. – – Doch schwindet dieser aberglaube von hier ganz – gegen Cajana hoffe ich ihm besser umgeschriebener noch zu hören.
Ihre Nahrungsmitteln der finnen, macht sie sehr sanft, sie sind darum mit guten sehr leicht zu regieren, und haben viel willen zu lernen – diese Pieksämäkier bauern gefallen mir besonders, der alten frage gestern als ich mit sie sprach, war – ob dass Ungar also ein Sommerland sei – wie hoh menite er, steht die Sonne bei uns, wie gross ist der schatten zu mittagsstunde bei uns etz. – – Dass ein jeder bei seinem feldern wohnt, ist ein grosser vorschritt schon – und hier besonders unbezahlbar – sie haben so kurze Sommer zeit, – man führt jetz dünger auf dass feld, und sie fahren nicht 200 schritte weit damit wo sie bei uns halbe stunden zu fahren haben – sie arbeiten in ihren feldern, wie wir in unsern gärten. – der pflug wird auch schon bereitet er sieht anders aus wie der unserige, doch ist er mehr häbend, und erde mischend – ich habe hier ein portrait davon. MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-100
er sticht tief in der erde, und reisst sie gut, aus dem grunde auf. – Sie arbeiten durch den tag ungeheuer viel – in gleichen verhältniss wie er in die länge wachst – nun geth die Sonne um drei viertel auf 3 auf, und sinkt nach 9 Uhr – und man sieht sie um 9 gewöhnlich auch noch arbeiten. –
Gestern war aus Jyväskylä Stadt ein schuster gesell da – er suchte mich schon zu Ostern als ich bei Walden war – er wollte mit mir nach Deutschland kommen – er hatte viel lust zum reisen, und meinte er möchte sehr gerne als diener mit kommen, mit wenigen zufrieden sein, wenn ich nur sein führer und quasi lehrer wäre wie mann reisen soll – hätte ich mehr geld, ich wörde ihm nach Ungarn bringen es wäre eine schöne übung auch in der sprache. – –
Manche leute sind hier recht unternehmend, und hinsicht ihres temperaments ganz von finnen abweichend. – – In Rautalambi in Höyrilä talo wohnt ein bettler nahmens Ihalainen er ist ein krüppel an hände und füsse, und ist elend, dass er von der stelle auf welcher er liegt nicht sich rühren kann, ausser er wird weggetragen – alle Jahre ist er in einemandern talo, er muss als onus von den bauern unterhalten werden. – Dieser Mensch ist Poet er schreibt immer, und seine grössten ausgaben bestehen, in papierkaufen – er kann die fedor kaum halten – doch schreibt er, und wirklich gut – – Als neulich ein kranker bauer aus der gegend hier war, erkundigte ich mich viel nach ihm – und sagte ich würde gerne etliche arbeiten von ihm haben – nun schrieb Ihalainen an Schilt, ob es wirklich und nicht blosser gerücht ist, dass hier ein Herr aus Ungarn sei, und ob er wirk|lich auch gedichte von ihm will haben – und schreibt viele sachen von sich etz. er sei an körper so verkrüppelt dass er nichts zu thun im stande sei damit – so will er doch sein geist beschäftigen, und so viel dessen stärke erlaubt auch zu thun. – Schilt antwortete in meinem Namen, und bestätigte alles, ich gab nach zwei rubel hinein und er hat nun den brief schon und schreibt mir etliche arbeiten. MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-101
Mit diesem schreiben muss ich bald ein ende machen, ich strengte mich in diesen wenig tagen zu viel an, mein kopf ist krank und schwach – ich weiss kaum wass ich schreibe – hätten wir nur doch bessere witterung um schon abzufahren können, zu meiner erhohung ist es schon zeit – Ach kimme ich zu den Lappen ich hoffe mich da besser zu fühlen wie jetz – die freudige erwartung wird schon medicin sein – – man spricht so viel übertriebenes von sie, ich woll mich von der wirklichkeit überzeugen – von Finnland hat man ja auch viel innige begriffe, wie nicht von Lapland – ich hoffe recht naive interessante menschen in sie zu treffen, liebenswürdig sollen sie wohl nicht viel sein, doch hat noch keine Dame ihr Urtheil über sie gesprochen – – auch dass die Sonne eben bei sie eine Nachtcoquette wird, ist kein beweis für ihre allgemein anerkante hässlichkeit – hat ja Endymion eine gute Physiognomie warum sollte die Sonne mit weniger geschmack geboren sein. – Ich bin jetzt schon in einer neuen Welt – da habe ich wieder einen andern planeten. –
Schilt gab mir heute die gepresste Nelke dass ostern geschenk aus Hovila – doch hätte sie nach der hand der geberin, schöner verdienst zu sein – es war noch ein Memma kuchen dazu der ist gegessen – und dass dritte die gefärbten eier haben auch ihren werth verloren, nach dem die Sotmoria dass schönste die farbe der liebe brach – ich will aber von der Missethäterin mir noch entschädigung operiren.
Obgleich der finne einen starren sinn besitz, so vermag gute behandlung, und die vorstellung und ermahnungen eines alten, verständigen der in der Gemeinde vertrauen besitz sehr viel über ihn. Man hüte sich aber, ihn durch leere versprachung und vorspielungen zu täuschen, wodurch man bei ihn alles verdirbt.