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Finnlandi Úti Jegyzetek – 4. füzet: Laukas (Albacka)
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MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-040
Finnlandi Uti Jegyzetek
4 füzet
Laukas (Albacka)
MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-041
Reise nach Laukas 14 Mai
Den 4 März bekam ich 2 briefe v hause und einen aus Peresburg von Brandt mit ein Aviso, und ich eilte die Stadt je eher zu verlassen. Es kam eben Provincial Doktor Schilt zur Stadt, und man empfahl mir sehr in seine Gegend nach Laukas zu fahren und zu wohnen wegen Übung in finnischer sprache. – Er fuhr den 9 früh nach Sysmä und ich beschloss den 12 früh nach zu kommen. – Speisste zum Abschied, dem 11 bei Thesleff, und wollte meine sachen packen als man mich mit Doctor Palén aus Heinola engagairte, und so nach dem 11 abends um 7 Uhr aus der Stadt fuhr. – Einen finnischen Winterreisenden zu sehen, ist eine eigene figur: gewöhnlich hat er zwei pelze über sich, die wie thuluppe gemacht sind, und mit einer binde die von hals über die brust zu den hüften komt, fest zum leibe gebunden sind, – auf den füssen hat er grosse breite pelz stiefeln die mütze auch aus pelz, und so legt er sich eine ganz runde figur in schlitten liegt die ganze nacht da, ohne ein lüftchen kälte zu empfinden. – –
Schneller, mit wenigern sorgen und kosten wie in Finnland, wird man nirgends Reisen. – – In Jeden Kirchspiele sind mehrere gästgifver längst den strassen 1 bis 2 sved. meilen entfernt, bestimmt – es wird für ein onus angesehen, darum hat solch ein mann dann mehrere freiheiten und bekommt auch ein wenig bezahlung – seine pflicht ist reisende, wie sie kommen, nach ihrem verlangen gleich weiter mit pferde zu versehen – wobei ihm immer die andern höfe behülflich müssen sein – ein jeder hof nähmlich nach seinem mantall ist bestimmt durch gewisse tage Jährlich mit ein oder 2 pferde ihm zur hülfe zu kommen; diese tage werden dann getheilt, dass die eine hälfte in Sommer die andere in Winter zugeben sei – und so sind bei solchen nach der zahl von Reisenden in einer oder andern gegend 18 – bis 2 fremde pferde immer die für 60 kopek oder wie es mit nächstem Jahre geschehen soll für 70 kopek, die meile fehren – – Man bekommt alle 2 meile MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-042 gerastete pferde, hat leichte 2 räderige karren, und fahrt mit ungeheurer schnelligkeit. – In Kuru geben die bauern gar keine pferde aber sie bezahlen jährlich an Gästgifver 50 riksd. der dann für pferde sorgen muss, doch sind da selten reisende. – Diese kutsers werden skjutsbonde (kyti mies) genannt – wenn sie ihre pferde zum gästgifwer bringen sagen sie in håll gehen – In winter haben sie schlitten die wie eine Molter aussehen sind zuweilen aus starken dicken perten geflochten, oder aus dünnen brättern auf diese art gemacht, auf manchen orten findet man doch schon schlitten mehr nach Russischer art mit geraden wänden zu den seiten und auch hinten – die kyrko reki sind auch auf diese art und sind viel gemahlen – doch bekommt man sie so zum fahren nicht. – Eher hat man eigene gemahlen schlitten laitio genannt gebraucht – sie waren sehr lang, doch nur für einem Mann schmall, die seiten waren gewöhnlich aus holtz wass unten noch die wurzen hatte, und diese machten immer den rücken davon. – Vägen hier hier immer 2 rädrig – als ich nach Upsala fuhr, hatte ich Sveden ein vierrädrigen bekommen. –
Es war ein neblichter tag und es wurde bald Nacht als wir wegfuhren – wir hatten ein bedeckten schlitten und guten sitz doch war ich die wogende fahrt nicht gewohnt und wurde in etlichen stunden krank – Der Doktor war ein rascher imperirender Mensch, und persvadirte die armen bauern dass wir über stock und stein fuhren, als hätten wir gestohlen in Hellsingfors – Mein schaff war dabei aucg gestört – und meine übligkeit brach sich bald in ströme – die nur mit dem Morgen aufhörten – Die guten leute bedienten uns mit sehr viel aufmerksamkeit und fleis, doch ich war in meiner Laune geschlagen – und konnte mich zuweilen ärgern über sie – Wenn wir in ein hof kamen, war alles in schlaf – auf unser geschräi und pocken waren doch bald etliche auf, und sie kamen in unter-kleid mit blossen füssen und kopf – Mädchen brachten brennende perten MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-043 (dünn gespaltenes tannen holz von 3 finger breite und 3 fuss länge) und flocken mit ihren losen haaren in Stall, dass es mir schauderte , wie furien war ihre in dunkel scharf beleuchtete gestalt – und ich war besorgt wegen feuer – – doch kamen sie dann nebst dem pferde, zuweilen in die nähr des schlittens so war ich gerührt, und im augenblick mit dem gedanken Furie, befreundet. – In der Gästgieverie vor Mäntsälä sah ich ein sehr liebes gesicht, und von den loosen haaren umschattet zeigte sich die wilde natur, so schön in ihr – dass mir ihr gesicht noch vor den Augen schwebt – – Unser kutschers waren mehr untersetzte feste leute, von sehr viel vertigkeit – dass ein Ungar wohl die hälfte nicht würde verstehen, oder sich bemühen, so zu bedienen. Nur ein laut brauchten sie und die pferde waren in kalopp. –
Man hat hier immer zweierlei wege: Sommer und Winterwege. Die ersten sind gemachte strassen – die zweiten sind, wenn der schnee alle ungleicheiten der erde ebnet – flüsse friert, und steine in tiefen Schnee unfühlbar werden – so nehmen die bauern in gerader direktion ihren weg, über berg und See in einer strecke und schneiden den Sommer weg, mit etlichen meilen kürzer – So fuhren wir von Kaukalampi gegen Simola – es waren schmale wege, dass wir 2 pferde nicht neben einander halten konnten sondern mittelst vorreiter, eins nach dem andern spannen müssten – – Andere wege werden mittelst schneeschlitten immer gereinigt – doch die seiten wege sind zuweilen ganz ungebahnt.
Gegen 9 Uhr bekamen wir sonnenschein und die fahrt wurde angenehmer, hie und da fuhren wir nebst einzelnen höfen vorüber – dörfer sahen wir selten – Alles war verlassen, und leute sahen wir kaum zweimal – Nur wenn wir nebst ein hof führen wurden mit unter die schober der hausfenster oder eigentlich hauslöcher weggezogen, die sich dann mit köpfe fühlten dass die pferde erschracken – Doch waren die gegenden besonders je näher wir zu Heinola kamen immer schöner. – Die finniMTA KIK Történelem Földl. 4r-25-044scher gegender haben eine ganz eigenthümliche Natur, und sind so verschieden von dem Unterbaltischen, dass ich mich nicht erinnere ihres gleichen je wo gesehen zu haben – Dass sie uncultivirt sind, dass sage man eben in Winter nicht von sie, wo jedes land sich in cultur gleicht – Sie sind so sanft und stille wie der finnische Character – Die verwüstung der Wälder war wohl augenscheinlich, ich sah kaum ein starken mann dicken baum – doch waldungen nicht in so langen strecken, sondern mehr stück weise zu haben, fordert des landes Clima – und gaben der Gegend nur mehr abwekslung und zartheit. – – Doch verschlimmerten sich die leute, stumpfe physionomien, ein wilder roher ausdruck machten sie, nicht zum Ansehen – Ihr anzug war lose und fiel in lumpen – ich erkundigte mich weiter darum – und essoll kein Unglück gewesen sein, dass ich eben solche sah – weil keiner nicht besser soll sein – Sie sollen hier in Hollola kirchspiel, besonders in der Asikkala Capell allen lastern hingeben sein – trinken, stählen, nebst allen dummen aussehn, sehr hinterlistig und falsch sein – und geschehen hier Morde, so sind sie es immer Meuchelmörde, mit vorbedachten Sinn – – Auch in Tammela sollen sie so sein – und es machte vielleicht der bruch ihrer Nationalitet, sie sind keine finnen und keine Sweden, nur ein lastenhaftes mittelding – die verloren haben dass motiv, wass ein ungebildetem Menschen am meisten zu etwass gutes, zu einem ehrgeitz bringen kann.
Um halb zwölf waren weir in Heinola – ich war zu schwach um aufzubleiben zu können, und lag bis in andern tag früh – während Palin abreisen musste. – An Chronstadt hatte ich ein brief – er ist ein hoher schlanker schwarzer Mann, von viel fröhlichen Geist, und hat eine merkwürdige Ähnlichkeit mit Dezsö in seinem sprechen, wie auch Physiognomie – Seine frau ist ein beispiel von pflegma – obwohl sie sehr gerne spielt und tanzt – Nach dem Essen kamen Ramsay – der bruder mit schwester. MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-045
Er ist mir der remarquableste mensch den ich vielleicht je werde sehn nur als carrikatur hätte ich dergleichen denken können – doch ist er nicht wenig eingebildet und kann sehr gut lachen und lustig sein – – eine ungeheuer niedrige stirn – kurz geschnittene gegen himmel starrende haare, wie eine borsten Perücke, eine gedruckte spitzige nase und darüber 2 massive mit gelb kupfer eingefasste augenglässer – kleinen körper, und ein frack, aus dem er kaum hinaussah – – sein gesickt wie verstand war sehr jung von aussehn, nicht 20 Jahre, doch hatte er schon 30 Jahre – Er soll sich jetzt verheurahten – ein schrecklicher gedanke! – Seine Swester grüsste mich mit ein servus nach art der Männer – und wir waren biss abends 10 Uhr – – In vorigen zeiten hat der bruder studiert, und hat eine besondere Passion latein zu sprechen, wo er doch sich nicht, ein mahl, ausdrucken konnte – er antwortete immer mit ein lengezogenen Ita dass ihm Crohnstedt den herrn v Ita zuletzt nannte, ich kam nach dem vielen lachen ganz gesund nach hause.
Heinola war bis jetzt eine Gouvernements residenz stadt – Nun zuieht der Gouverneur nach Sankt Michel – und sie wurde für dem verlust zu einer Stadt erhoben – hat 800 einwohner und eine hübsche breite breite lange strasse – dess Gouverneurs wohnung ist 2 etagen hoch, schon sehr alt, hat eine hübsche lage bei dem Strom der den päiänä zum Kymmene führt. – – Chrohnstedt sprach viel über die güte und armuth der Einwohner, und über die wüssten Gegenden um S. Michel und Christina – – Doch ist er auch ein Mensch der eher bei Militair war, und jetz noch mehr lust hat zu einem ernsterem studium – – ich kann nicht ins reine kommen, wass die ursache ist, dass mir die leute so von kindischen Sinne vorkommen. –
Ich bestellte mir 60 zwiebach, und fuhr den dritten tag nach Sysmä – ich war zum ersten mahle alleine gelassen [→] [a sorban két kisebb lap következik francia nyelvű szöveggel, a félbemaradt mondat ezt követően folytatódik]
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vous avaz fait a feine une fothe apres Heinola, que vous entrez dans l’allèe d ’um pare anglais etroite, mais unie, mais sablee, mais qazonnèe fur fas bords, mais glissant tour a tour a travers les champs cultivèes, les collines boisèes, les villages animès. Ainsi hier vous noies le desert, assourd hui les campagnes habitiés, hier la nature grandios et uniforme, ajourd hui varie et coquette, plein de detail charmas hier etait fartout une imposante solemuté, aujourd hui partout les graces d’une simplicite delicieuse. A peine l’artiste reconnetraut dans es tableaux chengeans le principe qui en caracterise la nature et leur dome e tippe d’originalite qui les enet a part entre les setes le plus pittoresques d’Europe. Suisse, Italie, Allemagne, ne triuvent iei aucen analogie, car ei c’est l’austerite voilèe par la graces, la rudesse melee a la svavite, la coquetterie a la judeur sauvage MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-047
Hinola possede de 1000 a 1200 habitens. Son histoire est comme leur biographie: c’est l’uniforme et paisible repetition dex cours des annèes qui passent sans leisse de traces. – Son industrie est en rapport avec ses besoins, On voit quielle niest pas etendue. On y tipe de la toiler des etoffe des coton dent les femmes du pays s’habillent, et aussé quelequos drap communs prodluit des moutrons que nourne la contrée. Quaret aux premiens besoins son lac leu foumit du poisson, ses vallèes du seigle, du ole etz. et ses vaches du beurne. Sielle conait un peu le leixe c’est grace (den archangelischen russen) a la contrebande. la contrebande donne aux jeunes filles dont jai parle les moelleux gants de Soedequon imite si mal a Petersbourg, et ces legeres mousselines, donton voit la plapart de fenetres drasees quand on arrive a Heinola par un belle apres midi de Suillet et pertout un dimanche (S. Julien)
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[→] mit dem finnischen bauern und auf eigene finnische Sprache musste ich reisen – doch ging es über meine hoffnung –doch waren sie wieder bedauernwerthe leute, Armuth sah ihnen ausjeder gebärde – sie müssen zu viel den Svedjebruck haben, denn sonst soll die erde eben gut sein – – Ein knabe der mich führte, hatte den halben fuss fast nakt, und ich sah dass er unter dem sarka kein unterzieh kleid hatte – doch war wer ganz ruhig ohne frost zu zeigen da gesessen – – Ich fand doch überall gute fremden stuben – Ich hatte Sonnenschein, doch schneiete es die vorigen 2 tage tüchtig, fuhr doch zum staunen schnell. – Man rechnete mir immer schon nach Svedische Verst die eine Svedische meile ausmachen.
In Hovila bei Häradshöfding Vadenstjerna traf ich Doctor Schild und wir bleiben bis 20 hier – es sind sehr fröhliche leute, haben 3 tochter, von viel naturlichkeit und bildung – wovon die älteste die verlobte des Doctors ist. – – Es war eben um diese zeit die steuer bezahlung, und Wadenstjerna klagte viel über die unbescheidenheit eigentlich unbilligkeit der Regierung. – Aus Oekonomie verlangten die Stande auf Borgoer Landtage die aufhebung des Militairs, wass aus 12500 indelt manskap und 5000 gevorbene bestand – es wurde geschehen, und man hatte nach diesem 3 regimenter v 3600 Mann geworbenes militair gehabt, wass dann im lande vertheilt doch nicht indelt war, sie kamen alle Jahre auf 6 wochen auf verschiedenen punkten zusammen, – nach diesen bekamen sie als lohn 1 ½ tonne getraide, ein frak und beinkleid auf häuslichen gebrauch – Diese waren in 6 betallion getheilt und ein siebentes war in Helsingfors. – Aus diesem waren 2 infanterie und 1 Jäger regiment – später hin waren sie alle in Jäger vervändelt – bis im Jahre 1829 auf vorschlag des Vice praesidenten Falk wieder aus oekonomie auch diess aufgehoben wurde durch Senats beschluss und dafür nur eine See Equipage von 800 Mann geworben wurde. – Im Borgoer landtage wurde also dass Militair aufgehoben, doch wurden diese praestationes naturalium die der Land mann seinem soldaten geben musste, jetz in geld bestimmt, und als neue steuer in die staatskasse bezahlt. – woraus dann MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-049 die neugeworbene 3 Regimenter unterhalten werden – doch sind nun diese auch aufgehoben und man richtete eine See equipage ein, die nun viel mehr kostet als die vorigen 3 Regimenter – viele klagen über diese ganz unoekonomischen Staatsverwaltun|gen – in Zeiten der Sveden, wurden da 20000 mann unterhalten von Finnland, – die bevölkerung war noch verhältnissmässig weniger, und doch bezahlte da ein jeder weniger wie nun.
Als nach dem Borgoer landtage dass Militair aufgehoben wurde, behielten doch alle officiere (auch unterofficier) lebenslänglich ihren ganzen gehalt – und noch mit solchen favor, dass wenn sie einen andern dienst suchen, – obwohl es sonst nicht erlaubt ist dass einer zwei öffentliche ordinaire dienste trage – nebst diesem die vorige bezahlung doch behalten. – so gingen diese, dann wieder in die geworbenen truppen ein, und hatten so zwei bezahlungen. Als nun diese wieder aufgehoben wurden, behielten alle officiere v Capitain an wieder ihren gehalt – die andern officiere vieder v Capitain an bekommen ihm durch jährliche instanzen immer – – Doch gehen diese nun in einem andern dienst, so verlieren sie diesem zweiten gehalt. Es ist wirklich eine lächerliche finanz verwaltung.
So ist es mit den vielen Senators bezahlungen. – So lange Finnland mit Sweden verbunden war – war der Finnische geist in Svedischen versunken, aus den ältesten zeiten war dies ein erobertes Land und alle verwaltung war von Sweden, – Familien die hundert Jahre hier lebten hielten sich immer Sweden, dessen erziehung sie auch hatten, und verachteten den finnischen Namen – hier hatte man nur etliche hofrathe, und 6 Gouverneure, die wenn sie brauchbare Staatsmänner waren, sogleich auch nach Sveden berufen waren – – So war Finnland als es v Sveden geschieden wurde, ein kind in ihren Staatserfarungen, und konnte sich vor Russischen schlingen nicht verwahren MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-050 obwohl Alexander all ihr verlangen erfüllt hätte - und so war ihnen eine Constitution wohl den Namen nach gegeben, die doch den Regierenden alle Willkürliche Gewalt erlaubte. – Finnlands höchstes verwalltungs Collegium ist für ihren mitgliedern ein Amt auf 3 Jahre, nach denen wenn es der Regierung nicht gefällt sie wieder removirt werden (sie behalten darum ihre vorigen Ämter) – also quasi nur ein extraordinarium Amt. – Darum haben alle Senatoren noch andere ämter, oder sind sie pensionirt in ihren vorigen Amt wass sie zuweilen 3-4 Jahre verwaltet haben, und haben ganzen gehalt noch – – Auf diese Art 3 pensionirte Wiburger Gouverneure haben wofür ein jeder 8000 rubel bekommt und ausserdem noch einen wirklichen auch dazu haben – ist sehr verkehrte verwaltung. – Nun nach dem letzten beschluss sind sie nur auf ein Jahr. Contente auszahlungen, wirkliche Steuern hat an die krone etwass über 5 million – wobei die Richter, geistliche, gefängniss etz. nicht gerechnet sind.
Die einrichtung des vorigen Militairs, war so, dass es fast nichts kostete – nach der grössen der höfe wurde ausgerechnet, wie viele soldaten unterhalten müssen – diese gaben ihm dann eine törperstelle – während er auf exercice war bearbeiteten diese noch seine felder – sonst machte er seine hausarbeiten mit frau und kind, doch war er von törperpflichten befreiet – officiere hatten dann von Krone wieder grössere Güter. – Die einrichtung der später gewerbten truppen war, dass auf seine person frei war, er konnte thun wass er wollte, doch sollte er arbeiten um leben zu können, wenn er selbst nicht hätte – zog dann auf 6 wöchen zum exercitium, da bekam er täglich lohnung – und als er zurück kam 1½ tonne getraide – Hier war es dann in Laukas, dass in Saarijärvi Compagnie die auch Laukas enthielt ein officier sein musste – und dieser hielt dann öfters Kirchen parade. MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-051
Die Sysmäeer bauern sind viele klein wie Lappen sehn manche aus – – sie sind aber viel sanft und ahmen dass gute gerne nach. Auch bemerkte ich bei Sovilander bauern bei dem da kylän luku war und viele sich versammelten, wie sie gerne affectieren – dass sie recht vorkommend sind, dass ist wohl nur schön.– – Er traktirte uns mit kaffe Kaffe ist unter bauern allgemein – ihre tracht ist meistens eigengewebt etz. In Savolax in Karelen und Ostenfinnland führen die finnischen bauern seit alten zeiten familien nahmen; hier hängen sie nach sitte der Svedischen bauern dem vornahmen das Wörtlein son (sohn) an, und nennen sich über diess nach dem namen des hofes den sie bewohnen verändern sie den hof so verändern sie auch den namen. und viele von den da wesenden bauern bekamen dass nämliche. – ihre tracht hat nichts besonderes. – Ich fuhr von diesem luku eher nach hause, der Capellan Viksten kam nach 2 stunden nach, und erzählte wie die bauern meinten, dass sei Gustav Adolf Sohn, der ohne diess in Östrick wohnt – dass ganze gerede kam von dem, dass ein Sysmaer bauer in Heinola bei dem Gouverneuren war, als ich da war – – in meinem pass war ich als Studierenden geschriebenen, und er hörte diess auch – Nachmittag fuhr ich mit Crohnstedt aus, die Stadt zu besehen, und der bauer meinte, mit einem Studenten wird der Gouverneuer wohl nicht fahren – dass muss in geheimen etwass anderes sein, und fiehl so auf dem gedanken – und so erzählte er auch hier seine vermuthung. –
Den 20ten fuhren wir ab – es schneiete fast die ganze Zeit die wir hier waren – und unser weg war zuweilen sehr schlecht. Wo die grössern Winterstrassen gingen waren tannenäste aufgestelt – um eine sichere direktion zu haben, und wir hatten diese auf unsern weg überall fuhren meistens über lange See buchten das Päjenä – doch, mussten wir über ein stück landes, so hatten wir viel mühe über die aufgewehten Schnee hügeln wo noch niemand gefahren war zu kommen – besonders gegen Abend, als wir schon nahe zur Korpilaks Kapelle kamen – wir hatten überall ungebrochenem weg, und dass pferd wadete zum erbarmen bis zum bauch in schnee – es war sehr windstill, schneiete ein bischen und es hatte alles ein sehr verlassenes aussehn – quasi der verwesung geweiht – Nur unsers kutsers viele aufmunternde geberden und reden hatten ein eigener Contrast, mit dem übrigen toden – wir waren es ja auch. MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-052
In Muutais bei Kapellan Gran übernachteten wir – er war nicht zu hause nur seine frau, und hatte zum besuch zwei Schwestern da – in Hellsingfors meinte Thesleff bei dem letzten Mittag ich werde in Laukas eben nicht lange weile haben, denn es sind die 3 hübsche Mädchen – di ese zwei schwestern waren auch darunter gemeint, und ich machte hier ihre bekanntschaft Sie sprechen Deutsch, und so lieblich mit finnischem Accent.
Dem andern tag war unser weg noch schlechter, es dauerte lange bis wir Jyväskylä erreichten. – Die bauern höfe die wir hier durch fuhren waren alle gleich, und hatte ziemlich grosse stube – hie und da fanden wir eine hübsche Spinnerinn oder Weberin, und meine gebrochene finnische sprache gab zu ma nchen spass gelegenheit.
Jyväskylä ist seit 1837, eine Stadt. – Die erste frage von einer Stadt anlegung war unter dem Landshöfdingen Krabbe 1788. Es blieb aber bis in neuern zeiten Landshöfding Wähnhjelm und Major Rosenbröijer, die frage wieder weckten. – Nun brachte es Crohnstdet zu ei nem völligen auschlag. – auf dem ganzen boden der Stadt waren eher 4 bauernhöfe, diese sind gekauft zerstört, und nun hatt man von 64 verkauften hausplätzen – 32 bebaute mit 215 personen. Die hauspläze sind 60 ellen lang, 45 breit – bis 90 lang 80 breit. – Preise ist 25–90–180 rubel – bei jedem haus ist ein 25 ellen breiter gartenplatz. – – Der Magistrat besteht: Einem Ordningsmann, 4 beisitzer, einem Stadts Vogt (executor) und Stadt di ener. – Sind 9 kaufleute mit offenen buden, 6 färber, 2 schneider, 1 schuster, 3 tischler, 2 hutmacher, 2 silberarbeiter, 2 töpfer, 2 schmiede, 2 klämpner, 1 buchbinder, 3 Gärber, 1 sattler, 1 hufeisenschmied – Apotheker, Doctor, Postmeister, Kronovogd – 4 Nachwächter – und etliche taglöhner. MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-053
Übrigens hat die Stadt eine gute und hübsche lage. – Der Stadt Vogt ist zugleich Gästgiver, und ein komischer lebhafter Mann. –
Unser Weg nach Albacka war der merkwürdigste – alle spur des weges war weg, als wir schon in die Nähe von Albacka kamen – von einer schnee grabe fielen wir in die Andere, wir sassen beide auf dem lähnebrett, und wie so auf einem oder andern seiner seite dass übergewicht war, so halfen wir mit unsrer schwere – es machte uns viel vergnügen, weil wir w ussten es dauert nicht mehr lange. – Wir kamen noch vor dämmerung an. – Wir mussten neben Lammasacho vorüber fahren, meiner künftigen Residenz – der ei ndruck war davon gut. – den tag darauf gingen wir auch hinüber, ·wo meine receptio geschah. – Den 24 in der früh brachte ich meine bagage dahin, – und abends begann ich selbst meine finnische Aera – Schilt begleitete mich, und fuhr gleich weiter nach Jämsä und Keuru.
Diess war heu te heroisch geschrieben – 3 complette bögen –doch es ist nicht zu viel, auf die zeit-enge die ich habe – ich versäume noch zuletzt dass Sonnenspektakel bei den Lappen zu sehen.
feste Schulen giebt es auf dem Lande in ganz finnland wenige selbst ambulatorische, deren lehrer einige wochen jährlich in jeder dorfschaft unterrichten findet man wenige; gewöhnlich sind nur die Altern die lehrer ihrer Kindern – einzelne Landschulen im Borgo stift sind durch die freigebigheit der Geistlichen gestiftet und erweitert worden. Schuber