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  • Finnlandi Úti Jegyzetek – 2. füzet: Laukas (Albacka)

  • MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-015

    Finnlandi Uti Jegyzetek

    2 füzet

    Laukas (Albacka)

    1 klaster Svedisch = 5 Vien fuss 7 zoll 6 linien 594/1403

    6 wiener fuss = 6 Swedische fuss 3 decimek zoll 9 deci linier eigentlich 4 zoll

    eine svedische tonne sind 2⅓ viener metzen

    ein skålpund (naula = 24 3256/11,655 loth wiener. 1 wiener pfund = 1¼ skålpund – Dass Russische pfund ist etwas kleiner, als dass Svedisch

    1 Åhm = 2 Eimer W. 26 114/285 maase–fast 2 4/5 Eimer.

    60 kannen = 90 Maas. wie 2:3 – 1 kanne = 1½ Ma

    1 kanne hat 2 ståp – 1 Maas hat 2 halbe – wie 4:3 stap hat

    MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-016

    Helsingfors fortsetzung 13 Maj

    Im allgemeinen ist die Kost in Helsingfors sehr süss – ich fühlte mich durch eiene zeit sehr schwach und wollte schon mediciniren, als ich darauf aufmerksam wurde; ich hatte durch diese ganze zeit keine säure genossen, und die svedische küche kennt gar keine saure speise – auch denkt man mit abscheu auf dem Russischen kohl; – Ich liess mir darnach nach eigener vorschrift saure speisen geben und in etlichen tagen fühlte ich mich restaurirt. – Die Ursache davon ist, dass in Norden im allgemeinem die brust organe mehr angegriffen sind und dadurch auch mehr wallungen dahir und secretionen bewirkt werden – bei uns in süden ist diess der fall mit dem unterleibe, darum wirkt die vegetabilische säure gegen blutwallungen dahir sehr gut, und befördert die lebersecretionen besonders. – während mann im Norden solch wirkendes mittel für die brust braucht, wass zucker und süsse kost macht die den schleim in der brust organen lösst. – Wass bischen für magen hier wirken  könnte, wäre ihr svag dricka schwaches bier wass sie, wie wir wasser, trinken – doch hat diess nur wenig gährung oder kohlensäure wenn es frisch und gut ist – auch dass andere gewöhnliche bier hat, wenn es gut ist, sehr wenig säure jeder bereitet sich diess auf dem lande selbst, und man findet wirklich so gutes zuweilen, dass es den bessten bräuer beschämen könnte.

    Fische in Helsingfors speiste ich mit meinem bewustsein diese: See fische – hwassbuck, Strömming und dessen varietät Sill (herring – haili, merenhaili – Clupea harengus) diese werden immer zum vortisch genommen. – Landfische: Nejonögan (Silmu) an den Wasserfallen – Quabbe mehr Lake genannt (Matikka) ein mucoses fleisch – Gädda (heht hauki) – braxen (lahna) eine art von diesem saltzt man sehr wenig um dass er dadurch ein bischen in säure übergehe – und hat ein un[.....]hlichen geruch MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-017 Mört (särki Ciprinus Rutilus) – Id (säynäs Cyprinus Idus) Aborre (ahven Perca fluviatilis) Gös (Kuha perca lucioperca) Sik (süka) – und die krone aller fische der Lax  und dessen besste art der Taimen – auch findet man Ahl, und forellen. – Man pretendirt dass des fisch Murokas ein für Finnland eigener fisch wäre, er ist biss ein fuss lange, und hat sehr weisses fleisch – doch meinen andere es sei nur junger Sik, obwohl ihm der finne durch verschiedene Namen bezeichnet,und sie auch auf verschiedene örten gefangen werden – weiter Nors  (Kuore Salmo Eperlanus) ist wenig gegessen. Jirs (küski).

    Fische werden täglich gegessen, und machen die hälfte der Nahrung auf, doch sind dessen natur ihm nicht vertragen kann. – Er wird gekocht und gebraten, oder gesaltzen – geräucherten fisch, kennt man wenig nur in den nördlichen Gegenden.

    Wildpred hat man haasen und Renntier. – Haasen schiesst man wenig weil die Jagd im Schnee beshwerlich ist – man fangt sie am meisten – er hat die gewohnheit dass er immer die nähmliche spur zurückkommt, die er gegangen war – – so wirft ihm der bauer ein netz in seine Spur, wo er eben aus einem Wald in freies feld kommen soll – der haase ist erschrocken wenn er aus dein Wald soll und will durch die ebene eilen – in dem er nicht sieht fangt er sich im Netz, sie sind dess Winters ganz weiss und haben sehr weihes haar, dass sie die hutmacher aus Petersburg sehr viel kaufen ein fell für 30 kopek. – Rennthier  fleish wird von Uleaborg als ein handels artikel herabgeführt – es ist dass fetteste fleisch der Welt, doch ist es mehr talgartig und es kann vom fleisch sehr leicht geschieden werden. – Auch die fette ist sehr gut zum essen und nicht so schwer verdaulich – es ist ein gutes mittelding zwischen talg und speck – dass fleisch ist ganz wie hirsch – es wird auch gefelgt geräuchert und roher gegessen, es hat eine blutrothe farbe, und ist mürbe – Die zunge sind abweckselnd fleisch und fette – wie durch einander gewachsen, und ist sehr weich – mit einer kalbzunge liesst sie sich darum nicht vergleichen. Cervus acer hat man in Saarijärvi vor 6 Jahr etliche 15 stück geschossen. MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-018

    Auch Bärenfleisch ist man auf manchen orten, und Cederwaller hat es sehr gelobt, doch werden sie schon so selten, dass man in Laukas seit 15 Jahren keinen gefangen hat –Doch war es heuer, dass in der nähe von Brussila wo Böckman wohnt ein knabe mit ein schlitten hinaus fuhr um von einer heu (petrenze) stelle den schlitten, voll nach hause zu bringen – – als er im heu zu wühlen anfing – murrte auf einmahl der beer der hier sein winterbett machte – stieg auf und lief von dammen, während der knabe in todes schrecken die contraire strasse nahm. – Bären Jäger hat man hier viele und sie endigen ihr geschäft immer mit spisse. – Im herbst wenn der erste schnee gefallen war, da gehen sie hinaus und suchen eine beeren spur – haben sie diese so folgen sie sie, bis in eine Gegend, wo es wahrscheinlich ist dass ein beer nesten kann – sie gehen dann dem bären in ring – nämlich von dieser spur spur gehen sie seitwärts – oft eine halbe meile um, biss sie wieder auf ihre alte stelle zur spur zurückkommen – hatten sie in diesem Ring keine andere spur gefunden so ist der bär im Ring – und sie gehen nach hause, und lassen dem bären sich ein Winterbett machen. – Nach etlichen Monaten, im Winter gehen gehen sie dann auf suksella mit flinte und spiess hinaus, suchen ihm in Ring auf, und reizen ihm biss er aus seinem bette steht – wo dann der eine dann schiest und ihm mit seinem Spiess erwartet, der ihm nie ein leben verzeiht. – Die haut verkauft er dann für 40 bis 45 rubel und ausser dem bekomt er dass legale praemium – von jedem bauer im kirchspiele 10 kopek, von törper und einsiedler der küche hat 5 kopek – wass auch auf 50 rubel steigt. – Die filmen sollen in dieser Jagd sehr geschieckt sein.

    Vögel hat man in grossen überfluss, auf Lande und See – so den Auerhuhn (tjäder Metso o Mehto) sehr gross – der hahn ist schwartz die mutter grau wie unsre fogol – Schneehuhn (Snöripa Metsäkana) in Sommer garte in winter weiss – ist viel kleiner – hat auch ganz schwarzes fleis – Birkkuhn (Orre tetri o teuri) auf der MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-019 brust weisses fleisch – der Mann ist schwartz mitt purpurrothen taréj über den augen – Haselhuhn (hjerpe, Pyy) Die finnen meinen dass dieser vogel eher gross war und nun mit jedem Jahr etwass abnimmt – wenn es in nichts vergeht so ist dass ende der Welt – man hatt den Wortsatz: Pyy pyrähti, Maa järähti, Iesuksen syän tärähti. – Weiter der Kramsfogel. – Den herbst besonders und auch frtihling obwohl es da verboten ist werden sie viel gejagt, und seit etlichem Jahren, seit dein die Wiburger bauern, sie hier zusammen kaufen und nach Petersburg führen sind sie im preiss hier in Laukas sehr gestiegen – Ein tjäder 1 rub - 30-50 kopek – Orre 1 rubel – eher kostete er 40 kopek. ein hjerpe 40 kopek eher nur 20 – – schnöripa 40 kopek, sie haben mehr hartes, nicht so gutes fleisch.

    Seevögel hat man Anas Mollissima, Edjergås, hahka o hauho – doch selten ausser in lappmarken – Anas anser Wildgås, hanki – Verschiedene Änten, sorsa – – Den Alfogel, Alli jagt man nur wegen seinen federn – Colymbus arcticus, lom, kuikka, gleichfalls – auch sieht man auf Åland kappen zu tragen von diesem vogel – Svan Jouhten.

    Beeren hat man ungeheure menge, in Finnlands wüsten gegenden können sie auch wegen platz in genug quantitet gefunden werden. Die ersten sind tranbär, karpalo, sie werden erst unter schnee reif und man hat sie den ersten frühling – doch haben sie ein bittern geschmack und machten mir mein gaumen wund – danach erdbeeren smultron, mansikka – blåbär mustikka – Åkerbär mesi marja – in tavastland hat man sie wenig und sind maan­muurain genannt – hjortron, Muuran sind gross, gelb und wacksen auf sümpfe. – himbeern, hallon, waapukka, vattu. – die letzten sind lingon, puola.  – – – Jungfrubären lillukka, sammelt man nicht – Mjälon werden auch nicht gegessen – Odon koiran joulukka sind grösser als blaubeer und länglichter – Ribes nigra wachsen wachsen wilder – doch ribes rubra und stachelbeer im garten – in Tavastland sollen sie doch auch wilder wacksen. Meersaltz bringt man aus Cadix lissabon, auch Liverpool, die tonne zu 7–8 rubel – eine tonne wiegt 15 lisspund. MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-020

    Zum vortisch hat man sehr viel auch fischeier (ikra) (råm – mäti) von Salmo Albula, Muika, sind sie die bersten – man hat auch von lake und Id, dieses letzte ist doch mehr keine delicatess – Sie werden aus ihren häütchen gelösst und mit saltz gemengt, so viel mann will.

    Nebst diesem hat man hausthiere und geflügel wie bei – wass oder mit zucker oder saltz bereitet wird. – Saltz consummirt man hier auch ungeheuer viel, es wirkt auflösend wie zucker – und werden so gemengt dass eine speise mit beiden belästet ist. Nor denskiöld nahm in Bouillon immer zucker.

    Gegen kälte schützt man sich durch pelze wie thuluppe gemacht Man hat gewöhnlich schupp schine (400 rubel) oder kalmukken (150 rub) oder Sibirische lämmer (50 rubel) sie sind nicht so fest und so schön schatirt. – Auf dem lande trug man eher Wolfpelze hinaufgekehrt die haare, doch sind sie zu schwer und man liess sie nun wek. – Damen haben aus fucks, eichhorn, hermelin etz. Militair     hat blaugraue Mäntel.

    Mit 6 December fing die Communication mit Sveaborg über eis ann – viel schnee war noch nicht und ich weiss nicht wann man die schlitten zuerst brauchte – mit ende März waren wieder droschken genommen. Schlitten hat man eine Menge formen – die kurzen Russischen sind die elegantesten und man hat sie häufigsten – sie sehen wie ein kleiner kasten aus, sind so kurz dass nur 2 personen knap darin sitzen und der droshke bube, der keinen sitz mehr haben kann, sitz zu ihren füssen auf der einen seiten. während seine füsse auf der einen schnitten schiene sich stüzen – Sie haben einem langen koftan, mit ein kürtel überbunden, und grosse feste russische mütze – – Ihre pferde gehen wie blitz. – – Die swedischen Conchen werden von einzelnen privat menschen auch genug gebraucht – ihre medän (jalas) eigentlich schienen sind sehr zart, auf denen in der mitte eine Conche artiger sitz für einem menschen, während hinten für dem bedienten der von da kursirt, ein ganz kleiner sattel zum reiten gemacht ist – – Mann fahrt immer nur mit einem pferde dem ihre stränge holz stangen sind.

    MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-021

    [A kéziraton épületek vázlata, a téglalapok beszámozva, jobboldalt lent pedig a számoknak megfelelő felsorolás látható]

    1 salix

    2 maito aita

    3 Asun tupa

    4 Eteis tupa

    5 heveis talli 3 hevoinen.

    6 silpu talli

    7 lider

    8 kyökki

    9 kyökki kamari

    10 Renkin vaatet aita

    11 Pikan vaatet aita

    12 Emäntän v.

    13 Elo aita

    14 Jauho aita

    15 Puu Lider

    16 maki

    17 ruumenus

    18 vanha Sauna

    19 lato

    20 rühi lato

    21 rühi lato

    22 pieni navetta

    23 sika paja 8 sika.

    24 karjo lato

    25 lampa navetta 30 lammas

    26 lehma’ navetta 24 lehma’.

    27 Kota

    28 Sauna.

    MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-022

    Die swedischen schlitten andre form sind sehr breit und lang, und affektiren die schlitten bahn nicht so wie die russischen, die wegen ihrer kürze sehr tief schneiden im schnee. – Und ha ben keinem sitz sondern man setz sich auf dem boden dass vom schlitten nur der kopf heraus sieht, – man ist sehr· sicher da rinn – für damen man bedeckte schlitten wie bei uns –die Ersten der Stadt haben batare, die doch zuweilen sehr desperat aussehen – Zur bedeckung hat man bärn häute – renhtier haut (ohne bereutet 4 rubel) – oder wolfshaut (8 rubel bereutet). – pferde hat man die herschaften ausgenommen, lauter strupirte, weil man sie so ungeheuer jagt – – – Marquis Traverje hatte zwei kleine Åländer die hübsch waren. –

    Dass äussere der Stadt ist so freundlich, still und an ziehend, dass ich keine Stadt auf meiner Reise fand, die mich zum wohnen mehr eingladet hätte, wie Helsingfors. – Die öffentlichen gebäude sind aus stein mit vielen aufwand und grosser regularitet und Symetrie gebaut, während die übrigen privatgebäude von Senatstorg ein bischen nur entfernt, alle aus hol z, quasi national im geiste des Nordens gebaut sind – sie haben so ein bescheidenes stilles aussehn, dass sie nur gefallen und fesseln.können. Es ist wie eine antique, Griechische freie stadt – grossartigkeit zeige auch im äussern, wass es in seinem innern, von einem Staat, den venvaltungen der allgemeinheit fühlt – – Wie wohnungen der Götten.prangen diese, während die andern kleinen privaten sich unter ihrem schutz im ring sammeln, und sicherheit suchen. – Man kann in stadt oder auf land sein | wie man will, es kostet nur etliche schritte. – Als ich nach Helsingfors kam, in der ferne erblickte ich schon die Stadt und hatte viel imponirt – die öffentlichen gebäude haben alle grün gestriechene Dächer, es ist die farbe dess frühling und gab dem ganzen ein sehr frisches Jugendliches aussehn. MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-023

    Die ist noch im werden – Sie wird nach einem plan von Engel ganz regelrecht, mit ungeheurer mühe aufgeführt – ganze hügel und Strecken graniös müssen aus dem weg gehoben sein, um einem kleinem häuschen, wass sich in die front des andern stellen möchte, platz zu geben – doch man scheuet sich nicht davon – da übrigens holz gebäude mit grosser schnelligkeit verfertigt werden – dass vorige Jahr bauete man im Sommer 40 neue – sie haben nur eine etage und im gewöhnlichen zur wohnung einer familie – doch haben sie.hübsche Architectur – und schmuck im äussern, während sie im innern mit tapazierten wänden ein viel lichteres heuteres und eleganteres aussehn haben wie unsere Steingebäude – –wenn ich zuweilen bei dem fenster stand, ich glaubte nur getäuchst zu sein an den halben fuss dicken wänden, und konnte mich lange zu ihrem compendiösen anblick nicht gewöhnen – ihr würde es mehr vorziehen ihm solchen gebäuden immer zu wohnen, die noch immer auch viel trockner sind als die unserigen. – – Doch auf feuer in solcher stadt zu denken war es mir schauerlich – doch kennt man diese hier sehr selten obwohl küche und alles aus holtz ist – –Der arme Mann verliert seine theuren Möbeln, mit allen übrigen vorräthen und ist in etlichen stunden auf entblössten boden – – doch ist dies auch bei uns nicht viel besser. –

    Die stadt hat eine schöne lage – ganz am Meeres ufer – mein fenster war nicht 3 hundert schritt davon entfernt – darum auch viel winde – doch auch ein leichteres clima.

    Zur kinder erziehung hat man mehrere Institute, doch bekümmerte ich mich noch wenig darum.

    Sprachen hat man nebst Svedischem sehr viel französisch, besorders bei damen, doch ein schlechtes studium in den regeln der aussprache – Männer sprechen viel schon Deutsch und ich fand diese Sprache hier mehr wie in Sweden oder Dänemark. – Die Damen, die auch finnisch sprechen, und mehr nach diesem MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-024 einen Mund haben, sprechen das anmuthigste Deutsch der Welt sie sprechen die spache hart, mit eigener bedachtsamkeit und mehr langsam, mischen auch Swecicismen dazu – (wass sagen sie etz.) es ist ein finnischen accent und sie stossen mehr·die silben. – Dass finnische ist doch noch viel verachtet, und man lachte viel als ich sagte, sie sei eine liebesprache, so mild sanft und melodien voll – – – es ist die ursache, weil man sie nur aus dem Munde des bauern hört, und so keine eieganz hat.

    Die Russische sprache fangen etliche höhere laute zu studieren –, auch bei Ramsay wurde in theater, ein stück Russisch gespielt – doch ist sie bei den andern gehasst, wie die Russen auch selbst. – Es war schon ein alter Nationall hass, wozu die roheit, und unbildung dess militairs noch bei trug, dass man sie sehr selten wohin ladet – wass doch wohl jetzt aufhört, und findet man einem gebildetem Russen, so schätzt man km nur im doppelten grad mehr. – Sie hatten  eher, mit unter sehr groben spass – So bei Hartman ein Julklaps geschickt, einen kasten mint einem S... – wass jetzt bei Klinkovström aufgehoben ist. – Doch kommen sie im Gesellschaften so werden sie augenscheinlich sanfter.

    Nebst allen vielen bauten, ist doch alles besetzt, und quartiere bekostet so theuer, noch teurer mit gute möbeln, wie bei uns in Pesth. – ich musste so für 1 kleines zimmer 25 rubel monatlich bezahlen und Lohmen für 2 unmeublirte 35 rub. monat. und dieser noch ohne holtz. – Frenckel za hlt auf dem Senatstorg in 3ter etage 20 rubel monat: für ein zimmer ohne meubel und holtz. – auch andere holtz zimmer weiter entlegen in der stadt sind noch theuer doch nimmt man sie auf das ganze Jahr, so bekomt man sie doch billiger – ein unmöblirtes zimmer für 100 rubel ohne heitzung – Mittag von 3 speisen bekommen studierende für 17 rub doch wovon dann 2 speisen können – für private fangt jetz der Wein der viel in Mode kommt, eine theure rubrique zu werden – der dabei noch sehr schlecht ist, mit alcohol und allen gemengt. MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-025

    Nur Rheinweine zuweilen, in bouteillen bekommt man ächte – Kannenweise gekauft kommen sie doch viel biliger – in Åbo kostet die kanne Madeira oder port – 6 rubel – Malaga 5 rub. der im allgemeinen genannte fransk win kostet 2½ riksdaler. – Bei Eckman hatten wir eine flasche Tokaier, kleiner als die gewöhnlichen, sie kostete 14 rubel – war sie schlecht zugemacht, und auch der wein verdorben. – Ein Svedischer Dichter singt viel von dem Wein der  Könige, dem Tokaier Wein, darum hat er hier ein ungeheures renomee, und ist der besste Wein der Welt –wie überhaupt die Ungarischen Weine und unser ganzes Land, als ein Canaan gekannt i st. – Auch von unsrer national traht spricht man – und wie sonst auch die Ungarn schön gewachsene leute sind. – General Ätter, als ich einmahl bei Ramsay auf Visite war – setzte sich zum fortepiano und spielte mir, 2 Ungarische National – ich war sehr überrascht – er lernte sie als er in seiner Jugend die Alexandra Feodorovna, frau des Palatins nach Ofen begleitete und da längere zeit verweilte – sein vater ist in Wien geboren – und diese zwei data zusammen geben ihm viel begeisterung für das ganze Österreich. – Als ich den 5 März auf blinis auf Mittag zu ihm geladen war – sprach er viel von diesem, und wir tranken auf Gesundheit meiner Guten Ältern. – – –

    Grosse geräumige stuben liebt man sehr und hat sie viel – die in Winter nur, doppelte fenster haben – die noch mit papier immer zugefast sind um allen zug noch mehr zu verschliessen – warum gefrorne fenster nie gesehen werden – – Ihre Öfen sind sehr gut eingerichtet und haben doppelte function – sie werden immere von innen geheizt – so dring durch die öffnung die wärme viel leichter in dass zimmer, und reinigt auch die luft – nebst dem dass man genuss hat, dass feuer brennen zu sehen – – – die off röhren führen weiter, den rauch nicht direkt zum Schornstein denn es könnte zu viel wärme damit entgehen – sie sind etliche mahl MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-026 gewunden längst der höhe des ofens,dass sie dessen wände überall erwärmen, und den kalten rauch zum schornstein führen – wobei noch, wie die gluth ein bischen in Asche geht, mittels einem oben angebrachtem eisen, die röhren gespert, und die wärme im ofen geschlossen wird – es ist sehr viel holtz ersparrniss. – birken holtz kostet 8 rubel die Svedische klafter –tannen holz 5 rubel. – –Den boden zu zieren, besonders wenn er schon ein bischen schmuziger ist, braucht man klein gehakte tannen zweige aufzustreuen – auch dass geruches willen, der sehr erfrischend soll sein und zuweilen auch für kranke verschrieben wird , wieder theer artige geruch für viele sachen gebraucht – auch die Russen haben kleine zierliche kappen, von den Matrosen aus theergetränktem lein geflochten, die für kopfweh sehr gut wirken – – – Übrigens hat man die zimmern immer mit teppiche oder verschieden geflochtenen kozen bedekt, es eine luxussache.

    Für Musik hat man viel lust, da besonders bei den Sveden der Gesang ganz etwass Charakteristisches ist – doch hat man noch wenig geschmack dafür – weil sehr· wenig gutes hören und sehen gelegenheit ist. –Auch sind die finnischen Mädchen zu bescheiden, um etwass gut aus dem herzen singen zu können – Ihre stimme ist schwach, leise, unrein, wie sie etwass vor mehreren aufführen sollen – je mehr zuhörer desto minder ist ihr singvermögen – weil sie da am mindesten natürlichkeit anwenden können – Doch ist es jetz der thon Musikalisches gefühl zu haben, und die Damen sind ganz merkwürdig willig dazu, wenn es ein Chor soll werden, doch alleine singen sie, nicht um ein haus. – An der Universitet hat man ein Jungen Menschen Namens Pacius lehrer in Musik und er hat schon viel verdienste – es giebt Jährich 2 Concerte, dabei sind auch zu weilen reisende. – Ein gutes theater ist doch ein grosser Mangel in einer Stadt. – hier macht auch Mangel – dass Kirchen Musik fehlt. MTA KIK Történelem Földl. 4r-25-027

    Auch hat man nicht ein einzigen Musiklehrer der stunden würde geben. – – –

    In Negligee haben männer eine art schlafröcke, sie sind wie ein komodter rock, und leinzeug – dazu leichte Russische stiefel die sehr gut zu tragen sind. – – Ein meubel ist auch noch bemerkenswerth, ein hutschender stuhl, der zuweilen für 3 personen genug raum hat, in jedem haus findet man ihm. Büssten hat man auch sehr gerne, zu zimmer decorirung.

    Unter den ersten der Stadt die ich kenne, sind meistens alle sehr lehre köpfe. – sie scheinen manche kinder zu bleiben für ihr ganzes leben – so wenig gedanken zeigen auch ihre Gesichter – es ist bei diesen ältern aus der sitte, nicht über die gränze ihres hofes etwass zu sehen. – obwohl ist dass auch nicht sagen, in dem doch etliche gereisst sind unter sie – Es ist zu wenig Welt Philosophie bei sie – Sie sind so gerne neugierig und staunen über gewöhnliche sachen – vielleicht war in ihrer erziehung zu viel leitung an ihrer seite, die ihnen dass denken verlernte, oder ich weiss es icht wass es für lahmheit ist – Sie lesen zu wenig – diess ist dass meisste und gesellschaften sind auch dergleichen leere gespräche die sie nicht instruiren – manchmal über lana caprina den ganzen Abend – – Wenn auch die Russische Regierung zu viel Väterlich ist, dass sie sie kaum zum denken kommen lasst, ist ja doch andrer seits, der weckende Protestantismus.